30 Jahre

Service-Learning - Projekte in der Lehre

Unter dieser Seite des Instituts für Gesundheitsförderung und Prävention bekommen Sie einen Einblick in die studentischen Projekte.

Chancen und Herausforderungen für SozialarbeiterInnen und unbegleitete minderjährige Ausländer (UMAs) in Wohngruppen

Projektleiter: Prof. Dr. Rahim Hajji

ProjektmitarbeiterInnen: Isabel Göhringer, Anika Siebert

Projektlaufzeit: Oktober 2017 - Juli 2018

Projektbeschreibung: Ziel des Projektes ist es, aus organisatorischer sowie gesundheitlicher Sicht herauszufinden, welchen Chancen und Herausforderungen SozialarbeiterInnen im Umgang mit unbegleitete minderjährige Ausländer (UMAs) in verschiedenen Wohnkonzepten ausgesetzt sind. Außerdem wird hierbei auch die Perspektive der UMAs eingenommen, um ein Verständnis dafür zu bekommen, welchen Chancen und Herausforderungen eben diese in Deutschland, als auch in dem Wohnkonzept ausgesetzt sind.

Um das Ziel zu erreichen, wurden in vier verschiedenen Sozialeinrichtungen qualitative Interviews durchgeführt. Hierbei wurden jeweils pro Einrichtung die LeiterIn, einE MitarbeiterIn und zwei UMAs befragt.

Wohnkonzepte

Zwei der Wohngruppen befinden sich in einem Gebäude mit gemeinsamer Küche, Esszimmer, Waschküche und Aufenthaltsräumen in einem eher städtischen und in einem eher ländlichen Raum. Die UMAs teilen sich an beiden Standorten ein Zimmer sowie Badezimmer à zwei bis drei Personen. Beide Einrichtungen richten sich an minderjährige Geflüchtete, die Bereitschaft und Motivation für ein Leben in Deutschland zeigen und zudem die Reife mitbringen, sich langsam auf ein Leben in Selbstständigkeit vorzubereiten.

Des Weiteren wurden die Interviews in einem Heim für Betreutes Wohnen durchgeführt. Zu der Einrichtung gehören mehrere Wohnungen, die sich in derselben Straße befinden. Jede Wohnung wird von zwei Jugendlichen geteilt. Das Betreute Wohnen richtet sich an deutsche als auch geflüchtete Jugendliche ab 16 Jahren, die auf Grund von individuellen oder familiären Schwierigkeiten eine Unterbringung mit sozialpädagogischer Betreuung bis zum Erreichen der Selbstständigkeit benötigen.

Das vierte Wohnkonzept bietet sowohl deutschen als auch geflüchteten Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren einen geschützten Lebensraum, wenn diese aufgrund unterschiedlicher Problemlagen längerfristig nicht in ihren Familien leben können oder auf der Flucht vor Krieg sind. Im Haus befindet sich ebenfalls eine Gemeinschaftsküche, Wohn- bzw. Aufenthaltsräume, Badezimmer und Schlafzimmer für je zwei Jugendliche.

Erste Ergebnisse

-Psychische Belastungserfahrungen von SozialarbeiterInnen

Die Interviews ergaben, dass sich die Zusammenarbeit mit UMAs im Großen und Ganzen nicht von der mit deutschen Jugendlichen unterscheidet. Eher im Gegenteil. Einige der Befragten MitarbeiterInnen empfinden die Arbeit mit UMAs als motivierender, da eine gewisse Wertschätzung und Dankbarkeit entgegengebracht wird.

Psychische Belastungen entstehen vor allem wegen der Schichtarbeit, da soziale Kontakte außerhalb der Arbeit sehr darunter leiden. Einige Interviews haben auch ergeben, dass in manchen Einrichtungen der kollegiale Umgang als psychisch belastend empfunden wird.

Im Umgang mit den UMAs werden vor allem Konflikte, die das Bild der Frau, Pünktlichkeit und den Umgang mit Geld betreffen, als psychisch belastend empfunden, die organisatorisch vermittelt über die Wohnkonzepte beeinflusst werden.

-Wahrnehmung von Unterstützungsbedarfen durch UMAs

Durch die Gespräche mit den Leiterinnen, den MitarbeiterInnen und den UMAs selbst können einheitliche Unterstützungsbedarfe ermittelt werden. Besonders bedeutsam erscheint allen die Unterstützung bei sprachlichen Barrieren und beim Lernen der deutschen Sprache, sowohl im Alltag, bei Behördengängen als auch bei Schulaufgaben. Das Erlernen deutscher Sitten und Kultur spielt eine große Rolle. Seitens der Leiterinnen und der MitarbeiterInnen besteht die Auffassung, die UMAs in der Zeit, in der sie in der Wohngruppe leben, auf ein selbständiges Leben in Deutschland vorzubereiten. Generell bestehen aus Sicht der MitarbeiterInnen zu einem großen Teil dieselben Unterstützungsbedarfe, wie bei gleichaltrigen deutschen Jugendlichen, unabhängig vom Herkunftsland.

Gesund durchs [Arbeits-]Leben beim Internationalen Bund -Evaluation der Workshops-

Mitarbeiterinnen: Hannah Bleier, Franziska Böhm, Loreen Ender, Jasmin Funke, Isabell Göhringer, Antonia Halt, Linda Haug, Paulina Liebig

Projektbeschreibung: Dieses Projekt ist aus dem Projekt "Gesund durchs [Arbeits-]Leben beim Internationalem Bund" entstanden. Sieben Studierende des Masterstudiengangs "Gesundheitsfördernde Organisationsentwicklung" führten unter der Leitung von Prof. Dr. Hajji eine psychische Gefährdungsbeurteilung beim Internationalen Bund in Sachsen-Anhalt durch. Nach der Auswertung der erhaltenen Ergebnisse erfolgt, durch von den Studierenden konzipierte Workshops, eine Schulung von Mitarbeitenden der befragten Einrichtungen auf zwei Hierarchieebenen. Führungskräfte werden für das Thema Gesundheit in ihren jeweiligen Einrichtungen sensibilisiert und Mitarbeitende werden zu Gesundheitsbeauftragten qualifiziert. Das hier vorgestellte Forschungsprojekt untersucht die Wirksamkeit der durchgeführten Workshops. Hierzu werden Fragebögen von den Studierenden entwickelt und sowohl vor, als auch nach den Workshops die Befragungen durchgeführt sowie ausgewertet. Die Ergebnisse werden aufbereitet und den Workshopteilnehmer*innen zur Verfügung gestellt.

Projektlaufzeit: 01.04.2018 bis 30.09.2018

Kooperationspartner: Internationaler Bund (IB)

Aktiv & Gesund – ZHH in Bewegung

Projektmitarbeiterinnen: Lisa Eisenträger, Laura Engler, Henriette Faßhauer, Kerstin Markgraf, Maike Santelmann, Stefanie Schmidt

Projektbeschreibung (empirische/gesundheitsfördernde/bildungsbezogene Perspektive):In dem Projekt wird zunächst mittels eines geeigneten Instruments eine Bedarfsanalyse hinsichtlich der psychischen und physischen Belastungen der MitarbeiterInnen des Zentrums für Hochschuldidaktik und angewandte Hochschulforschung (ZHH) durchgeführt. Anhand der ermittelten Ergebnisse werden Empfehlungen und bedarfsgerechte Trainingskonzepte entwickelt. Die gesundheitsfördernden Trainingseinheiten erfolgen mit den MitarbeiterInnen des ZHHs einmal wöchentlich über einen Zeitraum von sechs Wochen. Dabei werden ihnen aus bildungsbezogener Sicht gesundheitsfördernde Maßnahmen gezeigt, um ihren Belastungen entgegen wirken zu können. Hinsichtlich der empirischen Perspektive erfolgt nach Durchführung der Trainingseinheiten eine Evaluation der Maßnahme. Die Ergebnisse werden in einem anschließenden Abschlussbericht oder einer Abschlusspräsentation den MitarbeiterInnen des ZHHs zurückgespiegelt.

Projektlaufzeit: Das Projekt wird voraussichtlich bis zum Ende des Sommersemesters 2018 andauern.

Progressive Muskelrelaxation – Belastungssituationen im Arbeitsleben mit mentaler Stärke bewältigen

Projektmitarbeiterin: Anika Siebert

Projektbeschreibung (empirische/gesundheitsfördernde/bildungsbezogene Perspektive):

- Ausbildung zum Kursleiter für Progressive Muskelrelaxation (4.-6. Mai 2018 in Berlin, AHAB-Akademie)

- Durchführung eines Kurses für Progressive Muskelrelaxation (Gruppe steht noch nicht fest)

Die Teilnehmenden lernen Techniken der Progressiven Muskelrelaxation kennen. Sie lernen, wie sie durch Progressive Muskelrelaxation ihre individuelle mentale Stärke verbessern und somit besser mit Belastungssituationen im Arbeitsleben umgehen können. Sie erlangen Wissen um den gesundheitsfördernden Effekt, der durch PMR erzielt werden kann.

- Evaluation: Blitzlicht am Ende des Kurses oder Fünf-Finger-Feedback + Kurzfragebogen

Projektlaufzeit: April - Juli 2018

Maßnahmen im Rahmen des BGM der OvGU

ProjektmitarbeiterInnen: Julia Schuler, Maria Diebolder (Silke Springer - BGM-Koordinatorin OVGU)

Projektbeschreibung (empirische/gesundheitsfördernde/bildungsbezogene Perspektive): Angedacht ist es, eine Maßnahme im Rahmen des BGM der Otto-von-Guericke Universität zu entwickeln, durchzuführen und zu evaluieren. Die Planung der Maßnahme ist im Projekt mit inbegriffen, weshalb zum jetzigen Stand noch keine genaue Projektbeschreibung stattfinden kann. Projektlaufzeit:Das Projekt umfass die Planung, Durchführung und Evaluation der gesundheitsförderlichen Maßnahme. Die genaue Planung wird im April 2018 starten, die Evaluation im Juli, die Durchführung im Zeitraum dazwischen. Das erste Treffen mit der BGM-Koordinatorin der OVGU findet in der Woche vom 9.-13.4.2018 statt.

Kontakt

Prof. Dr. Rahim Hajji
Ansprechpartner für den Bereich Service-Learning

Tel.: (0391) 886 44 89
Fax: (0391) 886 42 93
E-Mail: rahim.hajji@hs-magdeburg.de

Besucheradresse: Haus 1, Raum 0.36 b

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