EFRE-Forschungsprojekte

Mit der Förderung durch das Programm "Forschung und Entwicklung" wird die Drittmittelfähigkeit und die Profilbildung der Hochschule Magdeburg-Stendal unterstützt.

Bildung, Gesundheits- und Technikkompetenz im Alter

Laufzeit: 01.07.2019 - 30.09.2022

Das Projekt „BiGeTA“ - an der Hochschule Magdeburg-Stendal hat das Ziel, die Gesundheits- und Technikkompetenz von Personen in der Nacherwerbsphase, insbesondere die in ländlichen Regionen Sachsen-Anhalts leben, zu untersuchen. Darüber hinaus wird eine Intervention zur Förderung und Stärkung der Gesundheits- und Technikkompetenz entwickelt und erprobt. Im Rahmen partizipativer Forschung wird hier insbesondere die Zielgruppe der älteren Menschen mit Hilfe quantitativer und qualitativer Forschungsmethoden einbezogen. Das Projekt wird durchgeführt in Kooperation mit dem Amt für Statistik, Wahlen und demografische Stadtentwicklung der Landeshauptstadt Magdeburg und dem Lehrstuhl für E-Business der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Gefördert wird das Projekt vom Europäischen Regionalfond und dem Land Sachsen-Anhalt im Rahmen des Forschungsverbundes Autonomie im Alter.

Altersgerechtes Wohnen in Sachsen-Anhalt

Laufzeit: 01.12.2019 - 30.06.2022

Gefördert durch die Europäische Union aus dem EFRE-Fonds im Forschungsverbund Autonomie im Alter
Altersgerechte Wohnungen und an die Bedarfe alter Menschen abgestimmte Wohnquartiere gehören zu den wichtigsten Voraussetzungen für ein selbstbestimmtes und möglichst gesundes Leben im Alter. Besonderer Bedarf an altersgerechtem Wohnraum besteht in ländlichen Regionen. Das Problem ist bei den kommunal Verantwortlichen, Trägern der freien Wohlfahrt, privatwirtschaftlichen Leistungserbringern in der Pflege oder bei der Wohnungswirtschaft bekannt; grundsätzliches Interesse an der Realisierung von Projekten für altersgerechtes Wohnen besteht. Es fehlt jedoch an Wissen über hemmende und fördernde Faktoren sowie an Werkzeugen zur Umsetzung. Auch mangelt es an differenzierten Kenntnissen, welche Bedarfe, Barrieren und Ressourcen sich im Zusammenhang mit der Vielfalt ländlicher und kleinstädtischer Regionen ergeben. Im Projekt AWISA werden die Voraussetzungen für die Entwicklung und Umsetzung von altersgerechtem und bezahlbarem Wohnraum im ländlichen Raum Sachsen-Anhalts in Zusammenarbeit mit regionalen Akteuren aus Handwerk, (digitaler) Technik, Wohnberatung/Wohnraumanpassung, sozialwissenschaftlicher Bedarfsplanung, Finanzdienstleistung, Fördermittelberatung usw. verbessert.

Kontakt: Prof. Dr. Josefine Heusinger (josefine.heusinger@h2.de)

Entwicklung eines wartungsfreien Präzisionslinearlagers mit großer Standzeit

Laufzeit: 26.06.2018 – 31.12.2020

Die geplanten Forschungs- und Entwicklungsarbeiten dienen der Erweiterung des Wissens und des Verständnisses des Reibungs- und Verschleißverhaltens von Linearführungen. Zur Verbesserung wichtiger Komponenten der Baugruppe Linearlager werden technisch-technologische und messtechnische Entwicklungen kombiniert und nach Methoden der sicheren Auswertung der Messsignale gesucht. Diese bilden die Grundlage neu zu erarbeitender Prognosemodelle zur Gestaltung prozesssicherer Bearbeitungen und zur Ermittlung von Wartungs- und Instandhaltungszyklen.

lntelligente Industriearmaturen durch Einsatz modernster Informations- und Kommunikationstechnik - Einführung von lndustrie 4.0 im Spezialanlagenbau

Laufzeit: 10.04.2017 – 31.12.2019

An der HS Magdeburg-Stendal beschäftigt sich das Institut für Maschinenbau unter Leitung von Prof. Dr. Harald Goldau u.a. mit der Vermessung von Dichtflächen an Armaturen, der Integration von Sensorik sowie der hochdynamischen Prozessführung mit dem Ziel der Verbesserung der Intelligenz von Maschinen, Anlagen und Produkten.

Aktuelle Industriearmaturen werden mit zusätzlicher Sensorik bestückt, um die aktuellen Arbeits- und Betriebszustände der Komponenten zu erfüllen und zu dokumentieren. Die zusätzlichen Daten sollen dem Anlagenbetreiber den sicheren Betrieb von Anlagen garantieren. Der Hersteller der Armaturen nutzt die Daten zur Optimierung und Weiterentwicklung seiner Produkte sowie zur gezielten und vorbeugenden Instandhaltung von Anlagen.

Durch die seit 2008 erfolgreiche und vertrauensvolle Zusammenarbeit ist das Institut in hervorragender Weise geeignet, messtechnische Gesamtkonzepte zu entwickeln sowie die Auswahl geeigneter Sensoren zur Signalerfassung vorzunehmen.

Entwicklung von intelligenten Vorrichtungen im Rahmen von Industrie 4.0

Laufzeit: 20.07.2017 – 31.12.2019

Das Fundament moderner Produktionsprozesse in der automatisierten Fertigung sind komplexe Fertigungssysteme bestehend aus den Komponenten Werkzeugmaschine – Spannsystem – Werkzeug - Werkstück (System WSWW) sowie Zusatzkomponenten zum Beladen und Messen. Sensoren und Aktoren in diesem System überwachen, steuern und regeln diese Prozesse und sichern so eine automatisierte Produktion ab, so dass der Mensch hier nur situationsbedingt eingreifen muss.

Die Prozesse werden immer anspruchsvoller, waren die automatisierten Lösungen für Serienprozesse möglich, sollen in Zukunft auch Produktionsprozesse mit der Stückzahl 1 automatisiert ablaufen können. Die neue Etappe der industriellen Fertigung verlangt hier weitere Informationen aus den Prozessen und deren Abläufe.

Im System WSWW werden Werkzeugmaschinen und Werkzeuge schon gut überwacht und kontrolliert, die Spannsysteme, die Vorrichtungen, die für eine eindeutige Fixierung der Werkstücke und für das sichere Spannen wichtig sind, werden in Kontroll- und Überwachungsstrategien nur sehr punktuell einbezogen.

Hier setzt das Projekt an und stellt sich der Aufgabe, „Intelligente Spannsysteme“ zu entwickeln, die den Herausforderungen der 4. Industriellen Revolution (Industrie 4.0) gewachsen sind.

Im Rahmen des Entwicklungsprojektes sollen universelle Vorrichtungen, hydraulische Spanneinheiten mit sensorischen Eigenschaften entwickelt werden.

Entwicklung und Erprobung einer neuen komplexen Technologie zur Fertigung von Prüfstandsmotoren

Laufzeit: 01.10.2017 – 31.12.2019

Die Fertigung von Prüfstandsmotoren in kleinen Stückzahlen (ca. 100 Stck./a) ist außerordentlich aufwändig und verlangt ein hohes handwerkliches Geschick der Werker. Mit der Entwicklung neuer Technologien soll neben einer erheblichen Senkung der Fertigungszeit eine höhere Prozesssicherheit bei Einhaltung aller Qualitätsparameter erreicht werden.

Im Forschungsvorhaben werden innovative Fertigungstechnologien für alle Ausführungen von Prüfstandsmotoren konzipiert, erprobt und eingeführt.

Prüfstandsmotoren sind meist „maßgeschneiderte“ Lösungen für den jeweiligen Anwendungszweck. Wegen den vorherrschenden Klein- und Mittelserien sind international Technologierückstände aufgetreten, die es gilt aufzuholen und zu überbieten.  Die hohe Innovationsgeschwindigkeit dieser Branche sowie zunehmend die Notwendigkeit, Aspekte der „Industrie 4.0“ einzuführen, erfordern, völlig neue Fertigungstechnologien zu entwickeln und produktionswirksam einzuführen, die den speziellen Gegebenheiten der Kleinserien angepasst sind.

Qualitäts- und Wirkungsgradverbesserung von Asynchronmotoren

Laufzeit: 01.08.2019 - 31.07.2021

Ziel des Projektes ist die Verbesserung der Anbindung der Kurzschlussstäbe an die Kurzschlussringe eines Käfigläufers in einer Asynchronmaschine. Dabei soll das Fügen mittels Reibschweißen das derzeitige Verbindungsverfahren Löten ersetzen. Neben einem robusteren Produktverhalten ist durch die verbesserte Anbindung auch eine Erhöhung des Wirkungsgrades der Asynchronmaschine zu erwarten.

Überlick der Projektziele:

  • Anwendungsbezogene Erforschung neuer Verfahren (Reibschweißen) zur Herstellung von Flächenkontakt zwischen Läuferstäben und Kurzschlussringen eines Käfigläufers (Schaffung eines Alleinstellungsmerkmals in der Fertigungstechnologie)
  • Entwicklung eines stabilen und wiederholgenauen Herstellungsprozesses
  • Entwicklung einer zerstörungsfreien Qualitätskontrolle der Verbindung
  • geringere Herstellkosten durch den Einsatz eines energieschonenden Verfahrens
  • Wirkungsgraderhöhung der Asynchronmotoren (Energieeinsparung beim Anwender)

Das Projekt erfolgt in Kooperation mit der Firma oddesse Pumpen- und Motorenfabrik GmbH in Oschersleben.

Die Hochschule Magdeburg-Stendal erhält vom Land Sachsen-Anhalt, kofinanziert vom Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE) aus dem Programm "Forschung und Entwicklung" eine infrastrukturelle Förderung.

Kontakt

Prorektorin für Forschung, Entwicklung und Transfer
Prof. Dr. Kerstin Baumgarten

Tel.: (0391) 886 41 05
Fax: (0391) 886 47 09
E-Mail: pro_forschung@hs-magdeburg.de

Besucheradresse: Haus 3, Raum 1.06

Harald Goldau

Leiter der ego.-Inkubatoren
Prof. Dr.-Ing. Harald Goldau

Tel.: (0391) 886 44 10
Fax: (0391) 886 49 65
E-Mail: harald.goldau@hs-magdeburg.de

Besucheradresse: Haus 10, Raum 2.32

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