SCIENCE TALK - Ein Platz für die Wissenschaft.

Welche Forschungs- und Transferaktivitäten gibt es an der Hochschule Magdeburg-Stendal? Welche sozialen und technischen Innovationen werden entwickelt? Wie steht es um die regionale Verankerung der Hochschule? Diese und weitere Fragen beantworten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Journalismus-Studierenden in kurzweiligen SCIENCE TALKS.

Termine

SCIENCE TALK meets Lange Nacht der Wissenschaft 2019

 

Am 25. Mai 2019 finden die nächsten SCIENCE TALKs im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaft auf dem Campus der Hochschule Magdeburg-Stendal in Magdeburg statt.

Detaillierte Information erhalten Sie in Kürze.

Moderation

Studierende interviewen Forschende.

Für eine lockere Gesprächsatmosphäre interviewen Journalismus-Studierende die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. In einem kurzen Porträt stellen sie sich kurz vor:

Jonas Hinrichs

Jonas über sich: Hallo zusammen, ich bin Jonas, 22 Jahre alt und komme als einer der wenigen in meinem Studiengang aus dem schönen Rheinland. Ich studiere im sechsten Semester Journalismus mit dem Schwerpunkt Medienmanagement, befinde mich aktuell in der Vorbereitung meiner Bachelorarbeit und moderiere im kommenden Semester zusammen mit Vera den SCIENCE TALK des Verbundprojektes TransInno_LSA. Ich freue mich bereits auf neue Einblicke in andere Studiengänge und interessante Begegnungen in einen für mich noch unentdeckten Teil unserer Hochschule.

Nach meinem Abitur 2014 war ich mit meinem Bruder für ein Jahr in Indonesien, Australien und Neuseeland als Weltenbummler unterwegs, anschließend engagierte ich mich mit einem Bundesfreiwilligendienst in der Kinder- und Seniorenarbeit bei der evangelischen Kirche.

Seit 2016 studiere ich nun in Magdeburg und fühlte mich schon von Beginn an sehr wohl hier. Ich bin Fußballer durch und durch – begeistere mich aber auch für eine Vielzahl weiterer Sportarten, bin gerne mit Freunden unterwegs oder auf Reisen. Als Student muss man die Zeit ja nutzen!

Simeon Laux

Simeon Laux beim ersten SCIENCE TALK am Tag für Forschung, Entwicklung und Transfer der Hochschule Magdeburg-Stendal. (Foto: Matthias Piekacz)

Simeon über sich: Moin moin, ich bin Simeon, 27 Jahre jung und studiere Journalismus mit dem Schwerpunkt Politik im vierten Semester. Neben meinem Studium arbeite ich als Freier Journalist für das öffentlich-rechtliche Radio und Fernsehen und moderiere seit kurzem den SCIENCE TALK des Verbundprojektes TransInno_LSA. Dabei finde es total spannend, so den interdisziplinären Austausch hautnah mitzuerleben und andere Studiengänge, Forschungsprojekte und Studierende kennenzulernen und somit auch die Vielfalt unserer Hochschule.

Vor meinem Studium habe ich eine kaufmännische Ausbildung gemacht und ein paar Jahre Berufserfahrung gesammelt, bevor ich mich doch noch dazu entschieden habe meinem Wunschberuf als Journalist nachzugehen. Ursprünglich komme ich aus Koblenz im schönen Rheinland-Pfalz und habe vor meinem Umzug nach Magdeburg ein paar Jahre in Stuttgart gelebt. Mittlerweile fühle ich mich in Magdeburg total wohl und bin gerne an der Elbe und im Rotehornpark unterwegs, egal ob mit dem Rennrad, beim Joggen oder im Sommer zum Grillen. In meiner Freizeit bin ich außerdem gerne mit Freunden unterwegs, reise viel und habe seit kurzem das Bouldern für mich (wieder-)entdeckt.

Vera Reinicke

Vera über sich: Hey, ich bin Vera, bin 22 Jahre alt und komme ursprünglich aus dem Norden von Sachsen-Anhalt, genauer gesagt aus Salzwedel. Seit 2016 studiere ich an der Hochschule Magdeburg-Stendal Journalismus mit dem Schwerpunkt Politik und Gesellschaft und befinde mich schon im sechsten Semester. 
Nebenbei arbeite ich in der Redaktion von Radio SAW und nun auch beim Verbundprojekt TransInno_LSA als Moderatorin. Schon seit vielen Jahren faszinieren mich die Moderation und das Führen von Interviews, weshalb ich später gerne als Radiomoderatorin arbeiten würde.

Eine weitere große Leidenschaft von mir ist das Singen. Ich singe seit Jahren auf Hochzeiten, Geburtstagen und öffentlichen Veranstaltungen. In meiner Freizeit gehe ich gerne ins Kino, fahre in andere Städte und treffe mich mit meiner Familie und meinen Freunden. Außerdem bin ich eine totale Hundeliebhaberin und verbringe gerne Zeit mit meinem Labrador.

Rieke Smit

Rieke Smit beim ersten SCIENCE TALK der Hochschule Magdeburg-Stendal am Tag für Forschung, Entwicklung und Transfer 2018. (Foto: Matthias Piekacz)

Rieke über sich: Moin, ich bin Rieke, 21 und studiere Journalismus im vierten Semester. Meine Vertiefung heißt Internationaler Journalismus, weswegen ich derzeit in Spanien ein Praktikum mache. Seit kurzem moderiere ich, zusammen mit dem lieben Simeon, den SCIENCE TALK des Verbundprojektes TransInno_LSA. Das bietet mir die Gelegenheit mit Studierenden aus anderen Bereichen in Kontakt zu kommen und schafft die Basis für einen interdisziplinären Austausch. Bis jetzt durfte ich spannende Projekt an unser Hochschule näher kennenlernen und dazu beitragen eine Vernetzung zwischen den vielfältigen Studienangeboten zu schaffen.

Ursprünglich bin ich ein absolutes Nordlicht und in der Nähe von Oldenburg aufgewachsen. Nach einem einjährigen Freiwilligendienst in einem Frauenhaus, in Kapstadt, habe ich mich dazu entschieden meiner Leidenschaft, dem Schreiben und Recherchieren, auch im Studium nachzugehen. Zwar bin ich aktuell für Praktika viel außerhalb der Ottostadt unterwegs, aber trotzdem ist Magdeburg schon ein zweites zu Hause für mich geworden. Wenn man mich nicht gerade mit Freunden quatschend in einem Café findet, dann stecke ich entweder meine Nase in ein Buch, trete beim Jiu Jitsu um mich oder reise durch die Weltgeschichte.

Idee

Das SCIENCE TALK-Prinzip

Im Zeitalter von Fake News und omnipräsenter Informationen wird es immer wichtiger das Vertrauen der Gesellschaft in die Wissenschaft durch Transparenz, Kommunikation und regelmäßigem Austausch zu festigen. Das Format SCIENCE TALK möchte dazu einem Beitrag leisten und folgt dafür neun Prinzipien:

  • Offenheit: Es herrscht eine lockere Gesprächsatmosphäre; Studierende interviewen die Wissenschaftlerinnen/ Wissenschaftler auf der Science Couch.
  • Mobilität: Die Science Couch kommt zu den Wissenschaftlerinnen/ Wissenschaftlern.
  • Gemeinschaft: Es werden Teams (mind. zwei Personen) interviewt.
  • Prägnanz: Kurz und verständlich (in der Regel 10 Minuten) werden gesellschaftlich relevante Themen vorgestellt.
  • Regionalität: Es wird die Zusammenarbeit mit regionalen Partnern hervorgehoben.
  • Integration: Wenn möglich, wird das Format in bestehende Veranstaltungen integriert.
  • Verbundenheit: Das Format bietet u.a. eine Plattform für die Hochschulen Harz, Merseburg und Magdeburg-Stendal im Rahmen des Verbundprojektes TransInno_LSA.
  • Vielfalt: Das Format bildet die thematische Vielfalt der Hochschulen ab (wissenschaftliche Abschlussarbeiten, Lehrforschungsprojekte, Forschungs- und Transferprojekte, Gründungsprojekte, etc.)
  • Dynamik: Es wird in unregelmäßigen Abständen durchgeführt.

Das Format SCIENCE TALK ist eine Initiative des Projektes „Verstetigung von Transferprozessen“ (VTrans), eines von elf Teilprojekten im Rahmen des Verbundprojektes „TransInno_LSA“, gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) aus der Förderinitiative „Innovative Hochschule“.

SCIENCE TALKS zum Nachlesen

Ausgewählte Talks können Sie hier nachlesen. Wenn auch Sie Interesse haben, ihr Projekt/ ihre Idee auf der Couch zu präsentieren, freuen wir uns, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen.

13. Februar 2019

Der Kofferraum fürs Fahrrad

Auf der Suche nach einem einfachen, praktikablen und platzsparenden Mechanismus zum Transport von Gegenständen mit einem Fahrrad entwickelten die Mechatronik-Studenten der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Finn Süberkrüb und Markus Rothkötter Trenux, den Kofferraum für das Fahrrad. In seiner Bachelor-Arbeit optimierte der Industriedesigner der Hochschule Magdeburg-Stendal, Moritz von Seyfried, den Fahrrad-Anhänger hinsichtlich der Ergonomie und Semantik weiter. Im SCIENCE TALK mit Rieke Smit und Simeon Laux berichtet er gemeinsam mit Markus über ihre produktive Zusammenarbeit. (Bild: Diana Doerks)

Rieke: Moritz, du hast dich in deiner Bachelorarbeit mit dem Thema „Urbaner Transport“ beschäftigt, genauer gesagt mit dem Fahrrad als Transportmittel für den täglichen Gebrauch. Wie bist du auf das Thema gekommen?

Moritz: Da ich selbst in Magdeburg nur Fahrrad fahre, steckt eine persönliche Motivation dahinter. Meinen Einkauf erledige ich auch mit dem Rad, momentan behelfe ich mir dabei mit einer Sporttasche, die ich auf dem Rücken trage. Hinzu kommt, dass ich im zweiten Stock wohne und mein Fahrrad nicht gern über Nacht draußen stehen lasse. Das heißt mein Fahrrad trage ich zusätzlich zu den Einkäufen zwei Stockwerke hoch.

Simeon: Das erste Fahrrad wurde vor mehr als 200 Jahren im Jahr 1817 konstruiert. Wie kann es sein, dass es bis heute noch keine Lösung für den optimalen Transport von Gütern mit einem Fahrrad gibt?

Moritz: Das könnte in der Geschichte des Fahrrads selbst begründet liegen, da dessen Erfindung von vielen Rückschlägen geprägt war. Es gibt ein paar Varianten von Fahrradanhängern im Handel, die aber für mich zum Beispiel nicht in Frage kommen, da ich sie separat die Treppen hoch tragen müsste.

Simeon: Also es gibt noch kein Modell, das quasi eins mit dem Fahrrad wird.

Moritz: Ja, genau. Da wurde ich von einer Kommilitonin mit Markus Rothkötter und Finn Süberkrüb bekannt gemacht. Sie haben den Anhänger letztendlich erfunden.
Markus:
Wir standen vor dem gleichen Problem wie Moritz. Man hat viel zu transportieren, man möchte sein Fahrrad für alles verwenden, weil es einfach das beste Transportmittel überhaupt ist. Nach einer Fahrradtour, bei der uns ein Anhänger kaputt gegangen ist, haben Finn und ich uns hingesetzt und gedacht: „Ey, das können wir doch besser.“ Wir haben sehr viel an der Mechanik getüftelt, bis wir ein Funktionsmodell mit der heutigen Grundfunktion hatten; das heißt einen Fahrradanhänger mit Platz für zwei komplette Getränkekästen, welcher mit einem Handgriff zusammenklappbar ist und sich wie ein Gepäckträger die ganze Zeit am Fahrrad befindet. Auf der weltgrößten Fahrradmesse, der Eurobike, ist unser Konzept so gut angekommen, das wir es verfeinern und massentauglicher machen wollten. Die Idee ist es, ein System zu haben, das eins mit dem Fahrrad wird, deswegen haben wir dann einen Produktdesigner gesucht.

Simeon: Wie ist denn die Zusammenarbeit zwischen euch entstanden?

Moritz: Meine Kommilitonin hat den Kontakt hergestellt und Markus, Finn und ich haben uns zunächst darüber ausgetauscht, was ich für meine Bachelorarbeit will und was Finn und Markus an Arbeitsleistung und Input brauchen. Wir sind schnell auf einen gemeinsamen Nenner gekommen. Ich habe meine Bachelorarbeit über den Anhänger geschrieben und versucht bestimmte ergonomische, semantische und technische Dinge weiter zu entwickeln.

Rieke: Zu welchem Ergebnis seid ihr gekommen? Welcher Fortschritt ist in der Arbeit entstanden?

Moritz: Der Fortschritt ist sowohl der ergonomische, als auch der semantische. Der Anhänger ist optisch nicht mehr so wirr. Er hat jetzt zwar immer noch sehr viele metallische Bauteile, die man klappen kann, aber durch die vordere Bande, die oben drüber sitzt, wenn der Anhänger zusammengeklappt ist, bekommt er eine gewisse Ruhe und zusätzlich gibt es keine Stoffschlaufe mehr, um den Anhänger aufzuklappen, sondern einen soliden Griff, den man wie einen Koffer entriegeln kann.

Simeon: Ich stelle mir das so vor, dass ihr zusammen ganz kreativ in einer Werkstatt an euren Ideen tüftelt und Tag und Nacht zusammen rumschraubt. War eure Zusammenarbeit tatsächlich so?

Moritz: Ziemlich genau so, ja. Seit Dezember gibt es ein Büro mit angeschlossener Werkstatt und da haben wir die meiste Zeit verbracht und getüftelt. Jeder hat bestimmte Aufgaben gehabt.
Markus:
Gerade am Anfang, als Moritz an der Entwicklung seines Themas saß, sind viele grundlegende Entscheidungen zur generellen Struktur des Anhängers nochmal auf den Prüfstand gestellt wurden. Wie Moritz schon gesagt hatte, gab es viele klappende Teile am Anhänger und er hätte zu Entwicklungsbeginn schon viele Ideen einbringen können. Einige Ideen konnten wir leider gar nicht alles in dieser Generation des Modells umsetzen, da wir auf Zulieferer angewiesen sind und auch andere Bereiche Zeit fressen. Wir mussten den Anhänger, den wir schon hatten Schritt für Schritt anpassen. Moritz ist jetzt auch schon in die Entwicklung der weiteren Generationen unseres Anhängers eingebunden. Und viele Ideen, die er am Anfang eingebracht hat, werden jetzt in den weiteren Generationen mit umgesetzt. 

Simeon: Das klingt auf jeden Fall sehr spannend. Es ist schön, dass Moritz auch weiterhin mit an Bord ist. Wann können wir den ersten Fahrradanhänger von euch kaufen? 

Markus: Wir möchten im Frühjahr eine Crowdfunding-Kampagne machen und die erste marktreife Testserie anbieten. Zur Fahrradsaison soll es losgehen.

Simeon: Wir drücken euch auf jeden Fall die Daumen und werden euren Fortschritt über die sozialen Medien weiter mitverfolgen. Euch ganz viel Erfolg und vielen Dank für eure Einblicke.

interviewt am: 13. Februar 2019

Kontakt

Prorektorin für Forschung, Entwicklung und Transfer
Prof. Dr. Kerstin Baumgarten

Tel.: (0391) 886 41 05
Fax: (0391) 886 47 09
E-Mail: pro_forschung@hs-magdeburg.de

Besucheradresse: Haus 3, Raum 1.06

Referentin für Forschung, Entwicklung und Transfer
Diana Doerks, M.A.

Tel.: (0391) 886 41 56
Fax: (0391) 810 71 11
E-Mail: diana.doerks@hs-magdeburg.de

Besucheradresse: FEZ, Raum 1.02

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