Informationen für Lehrende

Per Anordnung des zuständigen Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt und in Abstimmung mit allen Hochschulen des Landes wurden ab 13. März 2020 der Präsenz-Lehrbetrieb und die Durchführung von Hochschulprüfungen ausgesetzt. Der Beginn der Präsenz-Lehrveranstaltungen des Sommersemesters wird landesweit auf den 20. April 2020 verschoben. Alle Lehrenden werden aufgefordert, ausreichendes Lernmaterial zum Vorlesungsbeginn am 1. April 2020 online bereitzustellen.

Mitteilung der Hochschulleitung an Studierende und Lehrende vom 25. März

Liebe Studierende, liebe Lehrende,

wie Sie wissen, stellt die Coronavirus-Krise nicht nur eine ernsthafte Gefahr für uns, unsere Familien und unsere Freunde, ja unser Land als Ganzes dar, sondern zwingt auch unsere Hochschule –  wie viele Bildungseinrichtungen im Land – in den Notbetrieb. Seit dem 23. März arbeitet ein Großteil der Beschäftigten daher im Homeoffice und sichert neben Erledigung der aktuellen Aufgaben auch die Vorbereitung auf das kommende Semester ab.

Wir hoffen daher, dass Sie – egal wo Sie sich gerade befinden – wohlauf sind und bitten Sie alle, achtsam den öffentlichen Anordnungen sowie den Gesundheitsempfehlungen Folge zu leisten.

Die Situation entwickelt sich sehr dynamisch und niemand kann momentan mit Sicherheit sagen, wie die Lage im April und danach aussieht. Der Hochschulleitung ist die teilweise Doppelbelastung der Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice z.B. durch Sonderaufgaben, freiwillige Einsätze, Kinderbetreuung, Pflege, erschwerte Lebensumstände bewusst, und sie bedankt sich für den außerordentlichen Einsatz bei allen ganz herzlich.

Das Sommersemester stellt uns alle vor große Herausforderungen. Selbst im günstigsten Fall – wenn die Krise schnell vorbei und die Präsenzlehre ab 20.4.2020 möglich wäre – müssten wir die versäumte Lehrzeit durch Verdichtung der Lehre zurückgewinnen. Denn wir möchten eine Verlängerung des Semesters in die Sommerferien hinein vermeiden.

Liebe Studierende, für den Fall, dass die Präsenzlehre auch nach dem 20.4.2020 nicht möglich sein sollte, treffen wir bereits jetzt Vorkehrungen, um in der Lage zu sein, Ihnen ab dem 20.4.2020 ein möglichst attraktives und anspruchsvolles Lehrangebot anzubieten. 

Das wird nicht einfach sein, da die Lehrmodule in der Regel nicht einfach per Knopfdruck onlinefähig gemacht werden können – abgesehen von den schwierigen technischen Voraussetzungen wie Verfügbarkeit von geeigneten Tools, Netzkapazitäten usw. Dafür bitten wir schon jetzt um Verständnis und rufen alle Studierenden und Lehrenden auf, gemeinsam an einem Strang zu ziehen und an kreativen Lehrkonzepten zu arbeiten. Wagen Sie sich gern auf Neuland – am besten so, dass unsere Hochschullehre nach der Krise besser dasteht als vor der Krise!     


Konkret planen wir folgende Schritte:

1. Geplante Projektarbeiten/Abschlusskolloquien werden nach Möglichkeit im Onlinemodus noch im Monat März erledigt.

2. Am 1.4.2020: Videobotschaft der Rektorin mit aktueller Information zum neuen Semester (bitte beachten Sie ggf. auch fachbereichs- bzw. studiengangspezifische Informationen bzgl.  Online-Einführungsveranstaltungen),

3. Ab 6.4.2020 findet ein „Online-Probelehrbetrieb“ statt. Dabei steht der systematische Aufbau eines tragfähigen Online-Angebots im Vordergrund; Studierende und Lehrende sollen neben dem bewährten Moodle-Tool auch andere Onlinetools/Online-Lehrmethotik/Modalitäten (z.B. via Adobe Connect oder Zoom) testen und die jeweils passendste Form herausfinden. Sie werden dabei von Teams des ZHH, des ZKI usw. unterstützt. Über das konkrete Angebot informieren wir Sie, liebe Studierende, rechtzeitig auf den Webseiten der entsprechenden Fachbereiche.

4. Ab 20.4.2020 läuft der „Regelbetrieb unter besonderen Bedingungen“ (für den Fall, dass die Präsenzlehre immer noch nicht möglich ist) nach einem studiengangspezifischen, koordinierten Stundenplan. Nicht auszuschließen sind das Verschieben/Vorziehen bestimmter Module aus dem/in das Wintersemester 2020. Denkbar wären auch praxisbezogene Projekte, bei denen nicht nur Lehrinhalte vermittelt werden, sondern auch ein Beitrag zur Überwindung der Krise im Land geleistet werden kann.

    

Liebe Lehrende, liebe Studierende, in der Krise sind Solidarität miteinander und Vertrauen zueinander besonders wichtig. Das wichtigste Ziel ist deshalb, unter Wahrung der physischen und psychischen Gesundheit aller Beteiligten sowie unter Wahrung unserer Verantwortung gegenüber der Gesellschaft, den Schaden für das Studium und die Lehre klein zu halten und Nachteile für die Studierenden zu vermeiden. Dafür appelliert die Hochschulleitung an alle Mitglieder von Hochschulgremien, Prüfungsausschüssen etc., den gesetzlichen Spielraum zugunsten der Studierenden und Lehrenden einschließlich der Lehrbeauftragten auszuschöpfen und in Härtefällen unbürokratische Lösungen zu ermöglichen.

Lassen Sie uns gemeinsam aus dieser Krise eine Chance machen und bleiben Sie und Ihre Familien alle gesund!

Ihre
Hochschulleitung

Informationen zur Online-Lehre auf Moodle:
moodle2.hs-magdeburg.de/moodle/mod/page/view.php?id=101738

Informationen zur Online-Lehre

Unter h2 online lehren finden Sie eine Übersicht über die wichtigsten Informationen zur Online-Lehre, die fortlaufend ergänzt werden: Anleitungen und Tutorials, Hilfe-Seiten, Unterstützungsangebote, Kontakt-Personen u. a.

Mit der Einschreibung in den Moodle-Kurs Aktuelles zu h2 online lehren werden Sie in Form eines Newsletters über neue Entwicklungen auf der Seite h2 online lehren informiert.

FAQs für Lehrende zum Coronavirus

Können Kolloquien weiterhin stattfinden?

Die Präsenzprüfungen des Wintersemesters 2019/20 sind bis zum 20. April 2020 ausgesetzt. Ausgenommen sind Abschlusskolloquien (Projekte, Bachelor- und Masterarbeiten), die planmäßig online per Adobe Connect oder in anderer Form der Telefonkonferenz durchgeführt werden, um unnötige Verzögerungen für die Studierenden zu vermeiden.

Sollten Studierende keine Druckmöglichkeiten haben, wird auf die Abgabe der Druckexemplare verzichtet. Als Eingangsdatum gilt der Eingang der Email mit pdf-Datei. Im Falle, dass die Online-Kolloquien technisch nicht möglich sind, kann die Präsentation ebenfalls als Datei bewertet werden.

Die Abschlusszeugnisse werden per Post versandt (mit Verzögerungen muss leider gerechnet werden).
Laufzettel zur Exmatrikulation werden von den Studierenden nach Unterschrift elektronisch versandt. Etwaige Bücher, Geräte etc. müssen per Post an die Hochschule zurückgegeben werden.

Wie wird sich die Lehre im Sommersemester 2020 gestalten?

Die Präsenzlehre des kommenden Sommersemesters ist bis zum 20. April 2020 ausgesetzt.

Ab 6. April findet ein „Online-Probelehrbetrieb“ statt. Dabei steht der systematische Aufbau eines tragfähigen Online-Angebots im Vordergrund. Testen Sie mit Ihren Studierenden neben dem bewährten Moodle-Tool auch andere Onlinetools/Online-Lehrmethotik/Modalitäten (z.B. via Adobe Connect oder Zoom) und finden Sie die jeweils passendste Form.

Der für die Onlinelehre nötige Support durch ein Team des ZHH und ZKI steht – in Abhängigkeit der Gesundheit der Beschäftigten und der Netzkapazitäten – in Moodle bereit. Bitte nutzen Sie auch die Erfahrungen Ihrer Kolleginnen und Kollegen an den Fachbereichen, aber entwickeln Sie auch eigene Lösungen, für die Sie ggf. leider auch private Kommunikationsinfrastrukturen nutzen müssen.

Regelungen und Unterstützungsservices zur Onlinelehre für Lehrende sind per E-Mail am 17. März übermittelt worden.

Für den Fall, dass Präsenzlehre auch nach dem 20. April nicht möglich sein sollte, läuft der „Regelbetrieb unter besonderen Bedingungen“ nach einem studiengangspezifischen, koordinierten Stundenplan. Unseren Studierenden sollte online ein möglichst flächendeckendes, attraktives und anspruchsvolles Lehrangebot zur Verfügung gestellt werden. Denkbar wären auch praxisbezogene Projekte, bei denen nicht nur Lehrinhalte vermittelt werden, sondern auch ein Beitrag zur Überwindung der Krise im Land geleistet werden kann.

Eine Verlängerung der Vorlesungszeit des Sommersemesters 2020 ist bisher nicht geplant. Eine Verlegung des Prüfungszeitraums in den September ist als Notmaßnahme in Überlegung. Nicht auszuschließen sind zudem das Verschieben/Vorziehen bestimmter Module aus dem/in das Wintersemester 2020/21.

Finden Prüfungen im Sommersemester statt?

Mögliche Präsenzzwischenprüfungen und Präsenzprüfungen, die curricular zum Sommersemester 2020 gehören, sind bis 20. April 2020 ausgesetzt. Das bedeutet nicht, dass diese Prüfungen entfallen. Sie sind online durchzuführen. Auch hierzu gibt es – in Abhängigkeit der Gesundheit der Beschäftigten und der Netzkapazitäten – einen Support in Moodle.

Was gilt für Studierende, die ihr Praktikum aufgrund des Coronavirus nicht antreten können?

Für Praktika, die Corona-bedingt abgebrochen werden müssen oder nicht angetreten werden können, müssen (Einzelfall-)Lösungen der Anerkennung, Nichtanerkennung bzw. Beauflagung gefunden werden. Hierzu haben die Prüfungsausschüsse der Fachbereiche studiengangsbezogene und individuelle Lösungen zu erarbeiten.

Wie können Lehrbeauftragte ihre Lehre sicherstellen?

Priorität hat – zunächst – die Onlinelehraufnahme unseres eigenen Personals. Das bedeutet: Nachrangig zu behandeln ist die Lehraufnahme der Lehrbeauftragten der grundständigen Studiengänge und der Weiterbildungsstudiengänge, für die im Übrigen auch Präsenzverbot herrscht. Leider gilt für die Lehrbeauftragten die vertraglich mit ihnen vereinbarte Regel: Nur stattgefundene Veranstaltungen können bezahlt werden. Insofern sind auch sie angehalten, online zu lehren. Leider stehen einige Online-Tools wie Adobe Connect den externen Lehrbeauftragten nicht zur Verfügung, sodass sie ggf. externe Tools nutzen müssen.

Wie können wissenschaftliche Hilfskräfte weiterhin ihrer Arbeit nachgehen?

Durch den geplanten Notbetrieb der Hochschule ab 23. März 2020 gibt es leider auch für Studierende Einschränkungen (Stand: 20.03.2020, 15 Uhr). Studentische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, kurz HiWis, haben den Campus nicht zu betreten. Diese haben ihre Leistungen online zu erbringen. Ist dies nicht möglich, müssen die Arbeitsstunden in die Zukunft verschoben werden oder entfallen, wodurch leider keine Abrechnung möglich ist. Dies ist in den Stundenzetteln zu vermerken.

Besteht die Möglichkeit, Literatur der Hochschulbibliothek via Fernleihe auszuleihen?

Da die Hochschulbibliothek an beiden Standorten geschlossen ist, ist der Bücherverleih derzeit leider nicht möglich. Es besteht aber nach wie vor die Möglichkeit, Literatur online herunterzuladen oder E-Books zu bestellen. Bestellungen und weitere Fragen nehmen die Kolleginnen und Kollegen der Hochschulbibliothek gern per E-Mail entgegen: bibliothek@h2.de. Alternativ kann Literatur auch bei subito angefordert werden: www.subito-doc.de.

Wie soll ich mich verhalten, wenn ich befürchte, mich mit dem Coronavirus infiziert zu haben?

Beschäftigte, die aus einem Risikogebiet nach Deutschland gekommen sind oder deren Rückkehr bevorsteht, die Kontakt zu infizierten Personen hatten und unspezifische Allgemeinsymptome oder Atemwegsprobleme jeglicher Schwere zeigen, sind angewiesen/verpflichte:

  1. unmittelbar mit dem Gesundheitsamt, Ihrem Arzt oder dem ärztlichen Bereitschaftsdienst (Tel. 116 117) telefonisch Kontakt aufzunehmen,
  2. den Arbeits-, Brand- und Umweltschutzbeauftragten Herrn Thiede (E-Mail: andre.thiede@h2.de, Tel. 0391 886 4678) zu informieren (Meldepflicht).
  3. mit der oder dem Vorgesetzten abzustimmen, ob Aufgaben im Homeoffice mit Rufumleitung bearbeitet werden können und
  4. bis zur abschließenden Klärung des Gesundheitszustandes vom Campus fernzubleiben. Dabei sind Sie von Ihrer Arbeitspflicht unter Fortzahlung des Entgelts freigestellt.

Wird für einen Beschäftigten eine Quarantäne gemäß § 31 IfSG ausgesprochen, ist der bzw. die Fachvorgesetzte, der Arbeitsschutzbeauftragte André Thiede und das Personaldezernat (ausschließlich unter personaldezernat@h2.de) zu informieren. Die Betroffenen haben einen Entgeltfortzahlungsanspruch bis zu sechs Wochen.

Nehmen Beschäftigte an, dass in ihrem Umfeld eine Infektion aufgetreten ist oder der Verdacht einer Infektion besteht, dass sie folglich selbst Trägerin bzw. Träger des Virus sein könnten (z. B. Rückkehr aus Risikogebieten ohne Symptome, Beschäfitgte mit in häuslicher Gemeinschaft lebenden unter Quarantäne stehenden Personen, Beschäftigte ohne eigene Symptome, die angezeigten Kontakt zu einer infizierten Person hatten oder haben), sollten sie sich telefonisch an ihre bzw. ihren Fachvorgesetzten und den Arbeitsschutzbeauftragten Anddré Thiede wenden. Sofern Homeoffice mit Rufumleitung möglich ist, ist diese zwingend wahrzunehmen. Die Entscheidung über die Inanspruchnahme der Möglichkeit trifft der Dekan bzw. die Dekanin oder der Leiter bzw. die Leiterin der Organisationseinheit. Das Personaldezernat wird durch die entsprechende Leitung über die individuellen Regelungen und die Namen der betroffenen Beschäftigten informiert unter: personaldezernat@h2.de

Kontakt

Arbeits-, Brand- und Umweltschutzbeauftragter
André Thiede

Tel.: (0391) 886 46 78
Fax: (0391) 886 45 70
E-Mail: andre.thiede@h2.de

Besucheradresse: Haus 2, Raum 1.02

Kontakt und Anfahrt

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