Gemeinsam zu einer gesundheitsfördernden Hochschule

Im neu gegründeten Netzwerk wollen die Hochschulen mit Blick auf die studentische und betriebliche Gesundheitsförderung von gegenseitigen Erfahrungen profitieren und Synergieeffekte nutzen. Foto: Matthias Piekacz

Ob im Studium oder in der Arbeit – Hochschulangehörige verbringen einen Großteil ihrer Zeit auf dem Campus. Umso wichtiger ist es, ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden zu stärken, um sie für die Aufgaben des Alltags zu wappnen. Damit studentisches und betriebliches Gesundheitsmanagement gelingt, arbeiten künftig fünf Hochschulen des Landes in einem neu gegründeten Netzwerk zusammen.

Das Gesundheitsmanagement an Hochschulen erlangt bundesweit zunehmende Relevanz. Aus diesem Grund schufen bereits in den vergangenen Jahren immer mehr Hochschulen entsprechende Verantwortungsbereiche. So richtete die Hochschule Magdeburg-Stendal im Sommer 2018 die Koordinationsstelle Betriebliches Gesundheitsmanagement ein, die in Abstimmung mit zentralen Einrichtungen wie dem Familienservice sowie unter Einbeziehung der Hochschulmitglieder gesundheitsförderliche und bedarfsgerechte Maßnahmen zur Stärkung des allgemeinen Wohlbefindens entwickelt.

Ein gemeinsames Netzwerk soll künftig dazu beitragen, das Gesundheitsmanagement an den Hochschulen des Landes kontinuierlich auf- und auszubauen sowie nachhaltig zu implementieren und an den Erfahrungen der anderen zu partizipieren. Beteiligt sind bisher die Hochschule Magdeburg-Stendal, die Hochschule Anhalt, die Hochschule Harz, die Hochschule Merseburg, die Fachhochschule Polizei Sachsen-Anhalt, die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg sowie die Universitätsmedizin Magdeburg. Am 28. Mai 2019 kamen die Kooperationspartner erstmals zu einem gemeinsamen Treffen an der Hochschule Magdeburg-Stendal zusammen, um sich über die Zielsetzungen und Rahmenbedingungen zu verständigen.

Dr. Ute Sonntag, Koordinatorin des bundesweiten Arbeitskreises „Gesundheitsfördernde Hochschulen“ von der Landesvereinigung für Gesundheit Niedersachsen e. V., unterstrich im Rahmen ihres Impulsbeitrages die Ergebnisse der Netzwerkarbeit: „Die Erfahrungen zeigen, dass der Austausch zwischen den Hochschulen enorme Relevanz für die Entwicklung von Maßnahmen im Gesundheitsmanagement hat.“ Dabei profitieren Beschäftigte und Studierende gleichermaßen: Studierende werden im Rahmen des Studiums für Gesundheit sensibilisiert und tragen als zukünftige Führungskräfte die Bedeutung dieses Themas in die Arbeitswelt. Für die Beschäftigten wiederum stehen die Gestaltung gesundheitsförderlicher Arbeitsbedingungen und die Stärkung gesundheitlicher Ressourcen im Vordergrund.

„Die Netzwerkarbeit bringt qualitätsgesicherte Programme für Studierende und Beschäftigte mit sich. Dazu sind auch Besuche an den verschiedenen Hochschulstandorten vorgesehen, um die Arbeit der jeweiligen Partner besser kennenzulernen“, erklärt Netzwerkkoordinatorin Nadine Ladebeck von der Hochschule Magdeburg-Stendal. Das nächste Treffen ist für Herbst 2019 geplant. Wie sich das Gesundheitsmanagement aktuell an den Hochschulen gestaltet und welche Potenziale zu heben sind, wird zudem wissenschaftlich eruiert.

Die Initiative ging vom Projektvorhaben „Landesstrategie für Gesundheit(skompetenz)“ aus. Dabei handelt es sich um ein Teilprojekt des Verbundvorhabens „Transfer- und Innovationsservice im Land Sachsen-Anhalt“, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Förderlinie „Innovative Hochschule“ finanziert wird. Das Forschungsteam Gesundheitskompetenz wird das Netzwerk unter der Leitung von Prof. Dr. Kerstin Baumgarten, Prorektorin für Forschung, Entwicklung und Transfer sowie Professorin für Gesundheitswissenschaften an der Hochschule Magdeburg-Stendal in den kommenden Jahren koordinieren. 

Koordinatorin des Netzwerkes

Nadine Ladebeck
Tel.: 0391 886 42 96
E-Mail: nadine.ladebeck@hs-magdeburg.de

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