Hochschule stärkt mit zukunftsfähigen Lösungen die Region

 Welchen Beitrag leisten Hochschulen für die Gesellschaft, für ihr regionales Umfeld? Was kommt da an, wo Wissen gebraucht wird? Hochschulen sind nicht nur gefragt, wenn es um technische Lösungen geht. Die Expertise reicht in verschiedenste Lebensbereiche hinein und berücksichtigt alle Altersgruppen. Eine neue Übersicht zur Thematik des demografischen Wandels untermauert dies und verweist auch auf das Profil der Hochschule Magdeburg-Stendal.

Ob die Stärkung der Gesundheit von Seniorinnen und Senioren mittels Smartphone und neuer Medien, einen regionalen Online-Marktplatz für den in der Altmark ansässigen Einzelhandel oder die Untersuchung von Konzentration und Aufmerksamkeit von Kleinkindern für die bessere Betreuung – die Hochschule Magdeburg-Stendal bearbeitet unterschiedliche gesellschaftliche Fragestellungen im Hinblick auf den demografischen Wandel.

In der kürzlich erschienenen Übersicht der Expertenplattform Demographischer Wandel in Sachsen-Anhalt wird u. a. die Expertise der Hochschule Magdeburg-Stendal dokumentiert, mit ihrem starken Profil in Lehre, Forschung und Transfer zahlreiche Institutionen aus Gesellschaft und Wirtschaft bei der Lösung von Problemen des demografischen Wandels zu unterstützen. Es sind vor allem die Fachbereiche Angewandte Humanwissenschaften und Soziale Arbeit, Gesundheit und Medien mit ihren An-Instituten, die in zahlreichen Projekten und Initiativen Wissen transferieren: so z. B. zu gesellschaftlichen Themen wie Soziale und politische Partizipation älterer Menschen, Jugendarbeit im ländlichen Raum, Gesundheit und Lebensqualität im Altern, Prävention und Gesundheitsförderung, Regionales Marketing im digitalen Zeitalter für den ländlichen Raum oder generationenübergreifendes Management.
So ist das An-Institut Gesellschaft für Prävention im Alter seit mehr als 20 Jahren bei der Wohnraumberatung Älterer in der Landeshauptstadt Magdeburg u. a. mit direktem Service und Beratung für die Betroffenen engagiert.

Von Stendal aus wirken sowohl das Kompetenzzentrum Frühe Bildung als auch das An-Institut KinderStärken prominent in Region und im gesamten Bundesland. KinderStärken realisiert seit mehr als elf Jahren Projekte in der Praxis unter Berücksichtigung innovativer Lösungsvorschläge der Angewandten Kindheitswissenschaften. Mit wissenschaftlicher Expertise entwickeln die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler praxisorientierte Empfehlungen beispielsweise zu Themen wie Interessenvertretung von Kindern und Jugendlichen, Familienpatenschaften, Jugend und Digitalisierung, Stadtteilmanagement, Demokratieförderung oder Schule ohne Rassismus. Das Kompetenzzentrum Frühe Bildung engagiert sich in der Professionalisierung des pädagogischen Fachpersonals sowie in der Umsetzung wissenschaftlich fundierter Konzepte in die Praxis. Im September bietet das Kompetenzzentrum gemeinsam mit Partnern beispielsweise eine praxisnahe Fachveranstaltung zur Inklusion in Sprach-Kitas in Sachsen-Anhalt an.

Auf besondere Resonanz in der Region Stendal stoßen vielfache Angebote des Fachbereiches Wirtschaft zum Generationenübergreifenden Management der demographischen Entwicklung, zur innovationspolitischen Beratung von Unternehmen und Politik oder zum Marketing in ländlichen Regionen. Mit dem Online-Marktplatz www.halloaltmark.de entwickelte die Hochschule beispielsweise eine moderne Plattform für den regionalen Einzelhandel und für die starke Nachfrage nach Produkten aus der Region.
Prof. Dr. Anne Lequy, Rektorin der Hochschule Magdeburg-Stendal, sieht durch die Übersicht der Expertenplattform die sehr guten Leistungen der Hochschule und ihren Beitrag zur Third Mission (Dritte Mission) bestätigt: „Die Leistungsfähigkeit von Hochschulen und Wissenschaft bei der Lösung gesellschaftlicher Probleme ist auch in Bereichen groß, in denen oft weniger Transfer in die Region vermutet wird.“ Bei den technischen Fächern bestehe eher weniger Zweifel an deren unmittelbarem Nutzen für die Region. „Aber auch die Geistes-, Human- und Sozialwissenschaften der Hochschulen für angewandte Wissenschaften leisten zahlreiche Beiträge zur Lösung gesellschaftlicher Probleme in ihren Regionen“, so Lequy weiter. „Die Publikation veranschaulicht sehr deutlich, dass unsere Hochschule den gewachsenen Anforderungen an die Dritte Mission gerecht wird und wir bei der Bereitstellung sozial, kulturell oder ökonomisch nutzbaren Wissens eine wichtige Rolle bei der Gestaltung moderner Wissensgesellschaften und insbesondere bei der Bewältigung des demografischen Wandels spielen. Eine wichtige Voraussetzung für diese erfolgreiche Arbeit ist, dass die Hochschule mit dem gesamten Fächerspektrum stark in der Region verankert ist.“

Zum Transfer gehöre auch die Vermittlung der wissenschaftlichen Erkenntnisse in Form von Ringvorlesungen oder Veranstaltungen wie den Stendaler Hochschulvorträgen oder der Kinder-Uni in Stendal, in denen die Themen einem breiten Interessenkreis zielgruppengerecht vermittelt werden. Die Hochschulvorträge und die Vorlesungen der Kinder-Uni starten im Oktober in das neue Semester.
Mit Prof. Dr. Jürgen Wolf ist die Hochschule Magdeburg-Stendal zudem sowohl in der Lenkungsgruppe der Expertenplattform als auch im Demografie-Beirat des Landes Sachsen-Anhalt vertreten. Der Professor für Alternswissenschaft gehört zu den Begründern des Master-Studiengangs Soziale Arbeit in der alternden Gesellschaft.

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