„HS³ Go Europe“: Drei Hochschulen Sachsen-Anhalts erschließen europäische Forschungspotenziale

Drei Hochschulen aus Sachsen-Anhalt können dank einer umfangreichen Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung neue Wege gehen, um das Potenzial Europäischer Forschungsförderung auch für Fachhochschulen zu nutzen. 

Vertreter der Hochschulen Anhalt, Harz und Magdeburg-Stendal trafen sich am 16. August 2018 an der Hochschule in Magdeburg, um den Start des Projektes „HS³ Go Europe“ zu vollziehen.  Die drei Hochschulen hatten sich 2017 erfolgreich um die Förderung dieses Projektes im Rahmen der Ausschreibung „EU Strategie FH“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung beworben.  Ziel des Projekts ist die Stärkung der Hochschulen in europäischen Forschungsprogrammen. Neben ca. 20 anderen deutschen Hochschulen gehören nun auch die drei Hochschulen aus Sachsen-Anhalt zu den für eine Förderung ausgewählten Einrichtungen.

Im Vergleich zu Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen an Universitäten haben Professoren und Professorinnen an Fachhochschulen ein deutlich höheres Pensum an Vorlesungen zu bewältigen. Darüber hinaus fehlt es auch an Haushaltsstellen im Mittelbau der Hochschulen. Diese strukturellen Nachteile führen dazu, dass kaum Ressourcen für aufwändige Projektanträge im Europäischen Forschungsprogramm verfügbar sind. Hier setzt das Projekt an. An jeder der drei beteiligten Hochschulen wurde mit Hilfe der Förderung eine Stelle für das „EU-Forschungsmanagement“ geschaffen. Sie werden die Wissenschaftler an ihren Hochschulen unterstützen, den Zugang zu europäischen Forschungsprogrammen zu erhalten. Aufgabe ist es, einen Überblick über die europäische Forschungslandschaft zu erhalten, Unterstützung beim Erstellen von komplexen Projektanträgen zu leisten sowie Aufgaben der Öffentlichkeitsarbeit zu bearbeiten. Fachlich liegen die Schwerpunkte hierbei auf den Themengebieten Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz, Digitalisierung sowie Demografiefolgen.

Unterstützt werden die Hochschulen hierbei vom EU-Hochschulnetzwerk Sachsen-Anhalt als assoziiertem Projektpartner. Das EU-Hochschulnetzwerk ist seit 2011 als Serviceeinrichtung für EU-Förderberatung für alle Hochschulen des Landes etabliert und wird insbesondere den weiteren Kompetenzaufbau bei den Forschungsmanagern und innerhalb der Hochschulen im Rahmen des Projekts begleiten. 
 
Das Vorhaben wird von der Hochschule Magdeburg-Stendal koordiniert und läuft bis zum 30. Juni 2022. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Projekt mit ca. 690.000,-Euro.

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