Anne Lequy zur „Hochschulmanagerin des Jahres“ nominiert

Hochschulrektorin Prof Dr. Anne Lequy ist für den Titel „Hochschulmanagerin des Jahres“ nominiert. Foto: Harald Krieg

Jährlich kürt das CHE Centrum für Hochschulentwicklung zusammen mit der Wochenzeitung DIE ZEIT die bzw. den „Hochschulmanager(in) des Jahres“.So wurde in diesem Jahr Hans-Hennig von Grünberg, Präsident der Hochschule Niederrhein und Vorsitzender der Hochschulallianz für den Mittelstand, als Hochschulmanager des Jahres 2017 ausgezeichnet. Zu den sechs nominierten Hochschulleiterinnen und -leitern, die nach Einschätzung der Jury „mit außergewöhnlicher Führungsleistung die Entwicklung ihrer Hochschule geprägt und innovative Veränderungsprozesse initiiert haben“, gehörte auch Prof. Dr. Anne Lequy, Rektorin der Hochschule Magdeburg-Stendal.

Der Preisträger sagt: „Ich betrachte die Auszeichnung auch als ein Zeichen dafür, dass die Hochschulen für angewandte Wissenschaften entsprechend gewürdigt werden. Unsere Mission ist für die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Deutschland essentiell“, sagte von Grünberg bei der Ehrung in Berlin. „Wie kommen Ideen aus der Wissenschaft in die Wirtschaft? Ganz wesentlich auch durch die Hochschulen für angewandte Wissenschaften, die vor allem den Transfer in die Region organisieren und dabei gleichzeitig junge Akademiker in den Beruf bringen.“ Zu den Gründungsmitgliedern der Hochschulallianz für den Mittelstand gehört auch die Hochschule Magdeburg-Stendal.

Mit Prof. Dr. Anne Lequy steht seit April 2014 erstmals eine Frau an der Spitze der Hochschule Magdeburg-Stendal. Nach 16 Jahren löste die gebürtige Französin und vorherige Prorektorin für Studium und Lehre Prof. Dr. Andreas Geiger als neue Rektorin ab. Daneben ist sie Vizepräsidentin der Rektorenkonferenz des Landes Sachsen-Anhalt und Ländersprecherin der Fachhochschulen des Landes Sachsen-Anhalt in der Hochschulrektorenkonferenz (HRK).

Schon frühzeitig hat Anne Lequy bewusst neue Impulse gesetzt. Budgetkürzungen, der Verlust von Studienplätzen und die Reduzierung der Fachbereiche von sieben auf nunmehr fünf Fachbereiche, die sich aus der Hochschulstrukturplanung des Landes ergaben, stellten sie bereits zu Beginn ihrer Amtszeit auf die Probe. In bilateralen Gesprächen, Arbeitsgruppen, Gremien und Foren ist es der Professorin für Fachkommunikation Französisch jedoch gelungen, für die Akzeptanz der Fusionen sowie die Synergien in Organisation, Lehre und Forschung zu werben und im Rahmen einer zweijährigen Übergangsphase einen verlässlichen Handlungsrahmen für die Dekanate zu schaffen.

Bereits als Prorektorin für Studium und Lehre wirkte Anne Lequy maßgeblich an Veränderungsprozessen innerhalb der Hochschule mit. Seit 2011 leitet sie das Projekt „Qualitätssteigerung in der Lehre“ mit über 20 Beschäftigten. Das Projekt wird bis 2020 aus Mitteln des Qualitätspakts Lehre (QPL) finanziert und verfolgt das Ziel, die Studien- und Lehrqualität stetig zu evaluieren und zu verbessern. Zu diesem Zweck wurde eine neue zentrale Einrichtung für Hochschuldidaktik aufgebaut.

Ein Herzensprojekt von Prof. Dr. Anne Lequy ist die Internationalisierung der Hochschule. Schon vor ihrer Amtszeit förderte die Französin den interkulturellen Austausch, den sie heute als Rektorin noch intensiver betreibt. Dazu zählen die Förderung von Auslandsaufenthalten von Hochschulangehörigen, die Gewinnung von internationalen Studierenden und Beschäftigten sowie die weltweite Vernetzung mit Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Daneben repräsentiert Lequy eine weltoffene Hochschule und setzt sich gegen Diskriminierung und Rassismus ein. So ermöglicht das 2015 initiierte Projekt „Integration von politischen Flüchtlingen mit akademischen Hintergründen bzw. Ambitionen“ geflüchteten Menschen Zugang zu akademischer Aus- und Weiterbildung. Einfluss auf die internationale Ausrichtung der Hochschule nimmt zudem das Projekt German-Jordanian University (GJU). Die jordanische Universität mit 4.400 Studierenden basiert auf dem Konzept deutscher Fachhochschulen und ist eines der erfolgreichsten transnationalen Bildungsprojekte weltweit. Seit Anfang 2017 widmet sich Anne Lequy der Steuerung dieses Projekts, das maßgeblich durch Prof. Dr. Andreas Geiger initiiert worden war.

Um die vielfältigen Vorhaben langfristig zu etablieren, arbeitet Anne Lequy mit den Akteurinnen und Akteuren der Hochschule eng zusammen. Die Kolleginnen und Kollegen in der Hochschulleitung unterstützen ihren Kurs und beschreiben sie als „konsequent, lösungsorientiert, integrativ und kollegial“. Die Jury erkennt darüber hinaus ihren Erfolg bei der Verankerung der Hochschule in der Region an, die entscheidend zur positiven Entwicklung der Bildungs- und Forschungseinrichtung beiträgt.

Die Finalistinnen und Finalisten wurden in mehreren Stufen ermittelt. Über eine datengestützte Vorauswahl, bei der unter anderem Daten vom Deutschen Akademischen Austauschdienst, der Alexander von Humboldt-Stiftung und dem CHE Hochschulranking ausgewertet wurden, wurden Hochschulen identifiziert, die besonders starke positive Veränderungen aufweisen und daher als besonders entwicklungsstark anzusehen sind. Darüber hinaus wurden die Hochschulleiterinnen und -leiter sowie deren Kollegium zur Führungsleistung und -aktivität befragt. Aufbauend auf den Ergebnissen der Vorauswahl und den Befragungsergebnissen nominierte schließlich eine Jury die sechs Finalistinnen und Finalisten.

Nominiert wurden neben Prof. Dr. Anne Lequy auch Prof. Dr. Karim Khakzar, Präsident der Hochschule Fulda, Prof. Dr. Hans Jürgen Prömel, Präsident der TU Darmstadt, Prof. Dr. Ulrich Rüdiger, Rektor der Universität Konstanz, sowie Prof. Dr. Hans-Hennig von Grünberg, Präsident der Hochschule Niederrhein.

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