Ringvorlesung Wirtschaft 4.0

Am 14. Mai, um 18 Uhr beginnt an der Hochschule Magdeburg-Stendal eine neue Ringvorlesung, die sich nicht nur an Studierende und Kooperationspartner der Hochschule, sondern auch an die Öffentlichkeit richtet. Die Stendaler Ringvorlesung „Wirtschaft 4.0“ hinterfragt aktuelle Trends, die mit der Virtualisierung, der Plattformökonomie und dem sozial-kulturellen Wandel verbunden sind. Sie zeigt Beispiele konkurrierender Entwicklungen, präsentiert neue Geschäftsmodelle, Konzepte und Unternehmen aus unserer Region. Darüber hinaus werden mit den Gästen technische Entwicklungen und ökonomische Perspektiven demonstriert und diskutiert. Die Reihe wird organisiert von der Forschungsgruppe SPiRIT der Hochschule.

Zum Auftakt am 14. Mai spricht Dr. Toni Richter von der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg über die Frage „Industrie 4.0: Eine sozioökonomische Chimare?“. Die Vorlesung im Audimax auf dem Campus an der Osterburger Straße beginnt direkt nach der Eröffnung durch Prof. Dr. Michael Herzog, Prodekan für Forschung am Fachbereich Wirtschaft der Hochschule Magdebrug-Stendal.

Betriebswirte sind im Zuge des digital organisierten Fortschritts mit neuen Anforderungen an technische, soziale, organisatorische und interkulturelle Kompetenzen konfrontiert. Virtuelle Realität, Künstliche Intelligenz, Internet of Everything und Data Analytics gelten als Game-Changing-Werkzeuge

der digitalen Unternehmens-Transformation. Aus Sicht des Managements und der Teams bringt die Digitalisierung vor Allem Arbeitserleichterungen durch Automatisierung, Beschleunigung von Prozessen, Integration und Steuerbarkeit von komplexen Abhängigkeiten, Skalierbarkeit von Geschäftsmodellen, neue Chancen für Nischenprodukte, sowie weltweit nutzbare neue Vertriebswege. Auf der anderen Seite geben die monopolartigen Strukturen der Plattformökonomie, die wachsende Informationsmenge, der gefühlt immer weiter steigende Druck nach Produktivitätszuwachs, die Abkopplung der Unternehmensbewertung von traditionellen Normen, die steigende Abhängigkeit von anfälligen, komplexen und nie fehlerfreien Systemen, die fehlende digitale Infrastruktur auf dem Land oder die Konzentration von Wertschöpfung und Einkommen in den großen Städten den aktuellen Rahmen der wirtschaftlichen Entwicklung vor. In den Geschäftsleitungen und Vorständen der Unternehmen übernehmen zunehmend technisch sozialisierte Fachleute Verantwortung und die klassische Wirtschaftswissenschaft verliert Aufgaben und Einfluss auf die menschengerechte Gestaltung von Wirtschaft 4.0.

Der Fachbereich Wirtschaft der Hochschule Magdeburg-Stendal ist mit acht Studienprogrammen in Stendal und Magdeburg, davon vier in der Weiterbildung, elf ProfessorInnen, 17 MitarbeiterInnen und 950 Studierenden einer der wichtigsten Akteure in Lehre, Forschung und Transfer im Norden Sachsen-Anhalts. Im Herbst 2019 startet als neuestes Produkt der weiterbildende Master-Studiengang „Digital Business Management“.

Die interdisziplinäre Forschungsgruppe SPiRIT betreibt mit neun WissenschaflerInnen unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Herzog derzeit sieben Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit einem Gesamtvolumen von ca. 2 Mio € auf den Gebieten Technisch unterstütztes Lernen, Digitalisierung und Nachhaltigkeit, sowie Inklusion und Technik.

Im Rahmen der Ringvorlesung folgt am 21. Mai Andreas Brohm, Bürgermeister von Tangerhütte zum Thema: Wie kommt das Gigabit-Internet aufs Land?

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