Zu alt – wofür? Altersdiskriminierung in unserer Gesellschaft

Diskriminierung geht uns alle etwas an – auch im Alter. Die Hochschule Magdeburg-Stendal und die Winckelmann-Gesellschaft laden deshalb im Rahmen der Stendaler Hochschulvorträge am 24. April interessierte Bürgerinnen und Bürger zum Dialog über Altersdiskriminierung ein. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Vielfach werden Menschen bei der Besetzung einer Arbeitsstelle, der Vergabe von Ämtern oder bei der Wahrnehmung von Konsumangeboten benachteiligt oder erst gar nicht berücksichtigt, weil sie als „zu alt“ gelten. Diese Formen von Diskriminierung aufgrund des Lebensalters finden alltäglich statt, werden aber als zunehmend illegitim erachtet. Auch im Sozial- und Gesundheitswesen lassen sich solche Beobachtungen anstellen: Die Arbeit mit alten Menschen wird nicht durch deren besondere Bedürfnisse und Fähigkeiten bestimmt, sondern von pauschalen Einschätzungen, wodurch sie nur als Objekte der Arbeitsroutinen betrachtet werden.

Inzwischen ist eine Altengeneration herangewachsen, die aktiv und bereit zur Mitwirkung ist. Im Zuge des demografischen Wandels werden speziell diese älteren Menschen als produktive Ressource betrachtet. Dieser Perspektivenwechsel geht jedoch mit der Kritik an der „Überversorgung“ älterer Menschen einher, die wiederum diskriminierende Folgen gegenüber jenen nach sich ziehen können, die den Aktivitätserwartungen durch gesundheitliche oder materielle Einschränkungen nicht entsprechen können. Es muss deshalb auch betont werden, dass Altersgrenzen nicht nur negative Wirkungen, sondern auch eine Schutzfunktion haben können, z. B. Schutz vor Kinderarbeit oder das Recht auf den Ruhestand.

Über weitere Beispiele und den Umgang mit Altersdiskriminierung wird Prof. Dr. Jürgen Wolf, der am Fachbereich Soziale Arbeit, Gesundheit und Medien der Hochschule Magdeburg-Stendal Alternswissenschaft lehrt, am 24. April referieren. Er ist unter anderem Mitglied im Demografiebeirat der Landesregierung Sachsen-Anhalt sowie der Lenkungsgruppe der Expertenkommission Demografischer Wandel an der Martin-Luther-Universität Halle.

  • Der Vortrag beginnt um 15 Uhr im Haus 3, Raum 0.05 auf dem Campus der Hochschule, Osterburger Straße 25.

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