30 Jahre

Aktiv für Nachhaltigkeit und Klimaschutz: Hochschule Magdeburg-Stendal will bis 2030 klimaneutral werden

Einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Klimaneutralität bis zum Jahr 2030 hat der Senat der Hochschule Magdeburg-Stendal kürzlich beschlossen. Unter dem Titel „h2 aktiv für Klimaschutz und Nachhaltigkeit – Deklaration der h2 zur Entwicklung von Klimazielen“ werden 16 Ziele benannt. Ein Teilziel ist bereits realisiert: Die Klimaschutzmanagerin hat ihre Arbeit aufgenommen.

Einige Studiengänge, die in Magdeburg und Stendal angeboten werden, prägen seit langem das Profil der Hochschule Magdeburg-Stendal als Einrichtung, deren Beschäftigten und Studierenden Fragen der Ökologie und der Nachhaltigkeit wichtig sind. Wasserwirtschaft, Recycling und Entsorgungsmanagement, Ingenieurökologie (Master) und noch ganz neu: Nachhaltige BWL gehören dazu. In Forschungsprojekten geht es beispielsweise um energieeffizientes Bauen, autarke Energieversorgungssysteme, Elektromobilität oder Plastik in den Meeren.

Auf den beiden Campus sind bereits heute einige Maßnahmen sichtbar, die teilweise lange vor dem Senatsbeschluss umgesetzt worden waren: E-Ladesäulen und Fahrradreparaturstationen für Stendal und Magdeburg. Passend zum Motto „Studieren im Grünen“ schmücken zwei Hochbeete, eine Benjes-Hecke und Bienenstöcke den fast 200.000 m² großen Magdeburger Campus. In Stendal fällt neben Wildblumenwiese und Insektenhotels vor allem die Solaranlage auf dem Dach der Bibliothek auf. Mit dem studentischen Bahn-Semesterticket für die Verbindung beider Standorte bestehen Anreize für eine umweltfreundlichere Mobilität. In der Hochschulstrategie ist Nachhaltigkeit als wichtiges strategisches Ziel benannt.

Der Beschluss des Senats passt somit zur bereits vorhandenen Ausrichtung der Hochschule. Mit dem künftigen Klimaschutzkonzept wird ein ganzheitliches Konzept unter Berücksichtigung des aktuellen Stands der Wissenschaft und dem persönlichen Engagement aller Hochschulangehörigen systematisch erarbeitet. Das Thema soll zudem in der Lehre aller Studiengänge eine stärkere Beachtung finden.

Hochschulrektorin Prof. Dr. Anne Lequy und ihr Team haben mit dem erfolgreichen Einwerben von Projektgeldern ermöglicht, dass eine Klimaschutzmanagerin eingestellt werden konnte. Julia Zigann, Absolventin der Hochschule, wird den Maßnahmenkatalog erarbeiten, Maßnahmen dokumentieren und weiterentwickeln. Sie ist für Hochschulangehörige ansprechbar für Themen, die das Klimaschutzmanagement betreffen: Energie, Mobilität, Umwelt und Nachhaltigkeit sowie Biodiversität. Das Projekt wird geleitet von der international renommierten Wasserwirtschaftlerin Prof. Dr. Petra Schneider vom Fachbereich Wasser, Umwelt, Bau und Sicherheit.

Für Rektorin Anne Lequy sind Beschluss und Einwerbung der Projektmittel eine Konsequenz aus der Klimakrise und dem Profil der Hochschule: „Wir als Hochschule sind in Fragen des Klimaschutzes besonders gefordert, nehmen unsere Rolle an und setzen nicht nur auf die vielen aktiven Hochschulangehörigen und ihre Ideen, sondern auch auf viele neugierige und tatkräftige Studieninteressierte.“ Es sei wichtig, politisch aktiv zu sein – die Wissenschaft ermögliche fundierte Lösungen. Wenn ein Studium Ökologie und Nachhaltigkeit zum Thema habe, könne man so „ein klein wenig die Welt retten“.

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