30 Jahre

Digitalisierung in Kitas – nicht gut oder schlecht, sondern eine Frage der Gestaltung

Am 23. April 2021 veranstaltete das Kompetenzzentrum Frühe Bildung (KFB) gemeinsam mit dem Projekt Digitale Medien in der Kita (DiKit) der Hochschule Magdeburg-Stendal eine Online-Fachtagung. Unter dem Motto „Digitalisierung in Kindertageseinrichtungen“ wurden Potentiale und Chancen der Digitalisierung in der Frühen Bildung thematisiert. Der Fachtag bot den Teilnehmenden einen virtuellen Raum, um sich in praxisnahen Workshops unter anderem zu Fragen rund um den Datenschutz, Möglichkeiten der digitalen Elternarbeit und passenden digitalen Tools für die Jüngsten auszutauschen.

Über 170 pädagogische Fachkräfte aus Kitas und Horten, Trägervertretungen, Fachberater:innen sowie weitere im Feld Tätige aus ganz Sachsen-Anhalt kamen an diesem Tag virtuell zusammen. Aus wissenschaftlicher und auch politischer Sicht sind die Themen „mediale Bildung“ und „Digitalisierung“ ebenso brandaktuell wie in den Kindertageseinrichtungen vor Ort.

Zunächst führten zwei Vorträge praxisnah in die Thematik ein. Marion Lepold (Sozialpädagogin und geschäftsführende Gesellschafterin der „Qualität in Kitas Onlineakademie GmbH“) machte in ihrem Beitrag auf den Mehrwert der Digitalisierung für Kinder, deren Eltern und das pädagogische Team aufmerksam und plädierte für einen reflektierten Umgang mit digitalen Medien im Kita-Alltag. Dem schloss sich Dr. Henry Herper (wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg) mit seinem Vortrag zu digitalen Medien in der Arbeits- und Lebenswelt pädagogischer Fachkräfte an. Beide betonten in der anschließenden Diskussion, dass Digitalisierung in Kitas nicht bedeutet, die analoge pädagogische Arbeit zu ersetzen, sondern stattdessen als ergänzendes und erweiterndes Angebot gedacht werden muss, um auch die digitale Welt mit zu gestalten. Damit trafen sie den Nerv der Teilnehmenden. Die entsprechende technische Ausstattung ist ebenso zentral wie die Kompetenz der Fachkräfte im Umgang damit. Die gemeinsame Reflexion in den Teams zu Fragen wie „Was wollen wir mit dem Einsatz eines digitalen Tools erreichen“ und der fortwährende Austausch mit allen beteiligten (Eltern, Träger und auch Kinder) wird als größte Bedingung für einen erfolgreichen Einsatz digitaler Medien im Kita-Alltag beschrieben.

In vielfältigen Workshops wurden die Diskussionen zu spezifischen Fragen der Digitalisierung vertieft. So konnten die Teilnehmenden beispielsweise Tools ausprobieren, die in der virtuellen Zusammenarbeit mit Eltern genutzt werden. Die Workshops thematisierten außerdem Einblicke in die Medienbildung mit Kindern, Hinweise rund um den Datenschutz und praxisnahe Tipps für den Kita-Alltag.

Die Inhalte der Workshops werden in einem Tagungsband aufgearbeitet, den das KFB im Sommer 2021 veröffentlichen wird. Auch weitere Veranstaltungsformate rund um Digitalisierung in Kitas sind angedacht. Weitere Informationen können per E-Mail an kfb@h2.de erfragt werden.

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