30 Jahre

Überall ist MINT gefragt: Neues Netzwerk soll Theorie und Praxis stärker verzahnen

Student Leo Hinrichsmeyer und Hochschulabsolvent Philipp Hörnlein (l.) testen Sensorsysteme von autonomen Fahrzeugen im ifak. Foto: Matthias Piekacz

Unternehmen wollen frühzeitig wissenschaftlichen und ingenieurtechnischen Nachwuchs sichern. Die Hochschule Magdeburg-Stendal bietet dafür neben dem Career Center ein weitere Möglichkeit der Kontaktaufnahme zwischen Theorie und Praxis, zwischen Unternehmen und Studierenden.

MINT: Diese Abkürzung steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik und somit an der Hochschule für eine Reihe von Studiengängen, deren Absolventinnen und Absolventen nicht nur in der Wirtschaft stark nachgefragt sind. Einige Kampagnen werben für mehr Studieninteressierte in diesen Fächern. Trotzdem genügt die Zahl der Studienanfänger und somit der Hochschulabsolventen nicht, um alle Bedarfe bei Unternehmen und Institutionen zu decken.

Zwei Professoren der Hochschule in Magdeburg haben daher eine neue Initiative gestartet, die einerseits den Studierenden helfen soll, schnell Praxiskontakte zu finden, die andererseits aber auch die frühzeitige Bindung an Unternehmen ermöglicht. Kooperationspartner, die aus der Region kommen und Studierende binden wollen, können ganz einfach Kontakt finden, indem sie ihr Interesse auf der neuen Kontaktseite bekunden. Die folgende Arbeit liegt auf der Seite der Hochschule: die passenden Studierenden zu finden und zu vermitteln.

Abschlussarbeiten als Möglichkeit

Es gibt mehrere Möglichkeiten der Kooperation. Prof. Dr.-Ing Jörg Auge aus dem Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Industriedesign zu den Hintergründen der Kooperation MINT: „Die ursprüngliche Idee war, ein duales Studium light zu initiieren. Unternehmen und Studierende können sich dabei an dem Ablauf eines regulären dualen Studiums orientieren, in dem sich Theorie und Praxisphasen regelmäßig abwechseln. Eine Grundlage können Werkverträge sein, die über ein Jahr oder sogar die gesamte Studienzeit geschlossen werden. Auf der Webseite informieren wir darüber, wie das funktionieren kann. Auch andere Optionen, wie Stipendien oder Forschungskooperationen wollen wir Unternehmen ans Herz legen.“ Der Fachbereich Wasser, Umwelt, Bau und Sicherheit ist ebenfalls Teil der Kooperation MINT.

Mit der systematischen Erfassung der Anfragen über die Hochschulwebseite wird gewährleistet, dass nichts mehr untergeht, dass schnell vermittelt wird und dass das Interesse besonders von regionalen Unternehmen hilft, Absolventinnen und Absolventen in Sachsen-Anhalt zu halten.

Einige langjährige Kooperationen zeigen, wie es geht. Zu den bewährten Partnern gehören das Institut für Automation und Kommunikation (ifak), die Bundesnetzagentur, das Zentrum für Regenerative Energien Sachsen-Anhalt e.V. und die Katronic AG & Co. KG aus Wernigerode.

So kann’s gehen

Das ifak betreibt angewandte Forschung in den Geschäftsfeldern Informations- und Kommunikationstechnologie und Automation sowie Messtechnik und Leistungselektronik. Hochschulabsolvent Philipp Hörnlein hat das Institut bereits während seines Studiums der Elektrotechnik kennengelernt – erst als Werkstudent, später als Deutschlandstipendiat und Master-Student. Heute hat er eine Stelle am ifak. Diese Chance hat er nicht zuletzt der guten Vernetzung seiner Professoren zu verdanken.

Weitere Informationen:
h2.de/kooperation-mint

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