Archiv: Workshops Altmärkische Netzwerkkonferenzen

Im Archiv finden Sie Materialien zu den bereits durchgeführten Altmärkischen Netzwerkkonferenzen.

2016

Workshop I Vernetzung und Kooperation von Kitas im ländlichen Raum

Pädagogische Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen (Kitas) stellen sich aktuell vielzähligen beruflichen Aufgaben: sie sollen Kinder nicht nur individuell begleiten, mit ihnen den Kita-Alltag gemeinsam gestalten und sie dabei ganzheitlich fördern, sondern auch kontinuierlich die Qualität ihrer pädagogischen Praxis – idealerweise im Austausch mit anderen Fachkräften – weiterentwickeln. Für Kitas im ländlichen Raum stellen diese Aufgaben eine besondere Herausforderung dar.


Bereits zur zweiten Altmärkischen Netzwerkkonferenz 2015 veranstaltete das Kompetenzzentrum Frühe Bildung (KFB) einen Workshop zu dieser Thematik. Dem Wunsch der Teilnehmenden nach regelmäßigem Austausch und regionaler Vernetzung kam das KFB nach und richtete das Praxisprojekt „Über Felder, Wälder und Wiesen hinaus – Vernetzung & Kooperation von Kitas im ländlichen Raum“ ein. Im Rahmen des Projektes wurde ein regionaler Arbeitskreis gegründet, in dem sich pädagogische Fachkräfte und Vertreter_innen der Träger regelmäßig über die aktuellen Herausforderungen und entsprechende Lösungsansätze dazu austauschen.


Im diesjährigen Workshop soll eine erste Bilanz zum Praxisprojekt gezogen werden – welche Themen konnten bisher vom Arbeitskreis aufgegriffen werden, wo gab es bereits Erfolge? Darüber hinaus wollen wir gemeinsam mit allen Interessierten aus dem (früh)pädagogischen Feld weitere Ideen zur regionalen Vernetzung und Kooperation unter Berücksichtigung der besonderen Situation von Kitas im ländlichen Raum entwickeln.

Ausführliches Workshop-Protokoll mit Ergebnissen

Workshop II Kommunikation in der Altmark - Internetdarstellung der Region

Vielfältig wie die Altmark so sind auch die bestehenden Internetseiten aus der Region über die Region. Kommunale, private und gewerbliche Anbieter haben Webpages erstellt und informieren in unterschiedlicher Weise über die Altmark, die wirtschaftlichen Vorzüge sowie das kulturelle und das touristische Angebot. Mittlerweile scheint es so, dass eine einheitliche Darstellung nur schwer realisierbar ist.

Mit der Regionalmarketingkampagne „Die Altmark – Grüne Wiese mit Zukunft“ sollte ein neuer Versuch für einen einheitlichen Auftritt gestartet werden. Was konnte bisher davon umgesetzt werden? Welche Ansprüche haben die Nutzer vor Ort? Nach kurzen Inputs über bestehende Seiten, Wunschvorstellungen und Problemlagen soll gemeinsam erarbeitet werden, wie eine optimale Internetseite gestaltet ist, welche Informationen sie enthalten sollte und wie Vorhandenes sinnvoll verknüpft werden kann. Ebenfalls diskutiert werden sollen auch die Fragen der Verantwortung und der Finanzierung zukünftiger Online-Angebote.

Ausführliches Workshop-Protokoll mit Ergebnissen

Workshop III Aufbau eines Antidiskriminierungsnetzwerks im Landkreis Stendal

Ohne Diskriminierung zu leben ist unser aller Recht. Dennoch machen Kinder, Jugendliche und Erwachsene in ihrem Alltag immer wieder Erfahrungen mit Benachteiligungen. Leider gibt es darüber bisher keinen systematischen Überblick und Dialog.

Hier setzt die Idee an, ein Netzwerk aus bestehenden Institutionen im Landkreis zu bilden, um die Einzelfälle zu einem Gesamtbild zusammenzusetzen und eine Grundlage für Gespräche und Veränderungsprozesse zu schaffen. Im Workshop werden die Idee sowie ein bereits funktionierendes, praktisches Vorbild genauer vorgestellt. Im Anschluss wollen wir mit allen Teilnehmenden das Konzept und die Möglichkeiten seiner Umsetzung im Landkreis Stendal diskutieren.

Workshop IV „Miß-Mut“ Stendal e.V. stellt sich vor – sexualisierte Gewalt, häusliche Gewalt und Nachstellung als Beratungsinhalte

Die beiden professionellen, angestellten Beraterinnen des Vereines „Miß-Mut“ e.V. werden die Beratungsstelle für Opfer sexualisierter Gewalt, sowie die Interventionsstelle für Opfer häuslicher Gewalt und Stalking interessierten Studentinnen und Studenten der Hochschule Magdeburg-Stendal vorstellen. Mit diesen Beratungs-Angeboten sind sie sowohl für den gesamten Landkreis Stendal, als auch den Altmarkkreis Salzwedel zuständig. Ein wichtiges Ziel des Workshops besteht darin, die besondere Bedeutung von Kooperation und Netzwerkarbeit im Kontext von Unterstützungseinrichtungen für von Gewalt Betroffenen darzustellen und gemeinsam herauszuarbeiten. Außerdem wird die Vorstandsvorsitzende des Vereines „Miß-Mut“ Stendal e.V. über den Entstehungsprozess und die regionale Bedeutung des o.g. Vereines berichten.

Workshop V Psychologische Praxis in der Rehabilitation – ein Erfahrungsaustausch

Die Rehabilitationspsychologie hat sich in den letzten 20 Jahren immer stärker als eigenständiger Bereich, vor allem in der medizinischen, aber auch in Ansätzen in der schulisch-beruflich-sozialen Rehabilitation etabliert. Die konkrete psychologische Praxis wurde bislang nur in wenigen Studien vorwiegend an Psychologinnen und Psychologen, die in der Rehabilitation arbeiten, erforscht. Übereinstimmend werden die psychologische Diagnostik und auf Interventionsseite die (Einzel-)Beratung sowie die Gruppenarbeit (diagnose-, problemspezifisch, Entspannungsverfahren, Psychoedukation, Gesundheitstraining) und die interne Mitarbeiterfortbildung (in absteigender Wichtigkeit) als psychologische Arbeitsgebiete genannt.

Eigene Erhebungen an Alumni der Rehabilitationspsychologie führten zu gleichlautenden Ergebnissen. Im Workshop haben Alumni der Rehabilitationspsychologie die Möglichkeit, ihre eigenen Praxiserfahrungen auszutauschen und gemeinsam zu reflektieren. Damit soll ein Beitrag zur Anpassung der Lehre an die Bedürfnisse der heutigen psychologischen Praxis in der Rehabilitation geleistet werden.

Workshop VI Third Mission – Wie kann eine Hochschule stärker in die Wirtschaft wirken?

Was ist die Third Mission? Vorstellung der Forschungsschwerpunkte und Ausbildungsbereiche der Hochschule, Eruierung von Know-how-Bedarfen der lokalen Wirtschaft. Möglichkeiten der Transferwege der Hochschule.
Ziel: Finden von neuen und effizienten Formaten des Transfers von Wissen und Köpfen in die Wirtschaft. Formulierung von konkreten Erwartungen der Wirtschaft an die Hochschule zur Stärkung des Innovationsstandortes Deutschland und insbesondere der Altmark.

Ausführliches Workshop-Protokoll mit Ergebnissen

Workshop VII Schöne neue Welt – Faszination Silicon Valley

Die Vorstellungen vom Silicon Valley und der Wirtschaftskraft, die von diesem Innovationsherd ausgehen, sind geprägt von digitalen Werkzeugen und Sozialen Netzwerken. Die Autoren der Filmdokumentation „Schöne Neue Welt – wie Silicon Valley unsere Zukunft bestimmt“, Angela Andersen und Claus Kleber, geben vor, dass die Chancen und Risiken der digitalen Revolution, die derzeit im Silicon Valley vorangetrieben wird, unsere Vorstellungskraft bereits weit übertreffen. Ob Kommunikation, Verkehr, Life Science oder Medizin, alles scheint das Silicon Valley gerade neu zu erfinden. Auch die Organisation des Wissens der Menschheit wird dort offenbar auf neue Füße gestellt.
Ist das von Kleber und Andersen entworfene Szenario tatsächlich Menschheitsgefährdend und ökonomisch überwältigend? Und wieweit ist der Norden Sachsen-Anhalts wirtschaftlich abgehängt vom digitalen Boom? Sind wir künftig zu ohnmächtigen Statisten in einem von wenigen innovationsstarken Digital-Ökonomie-Zentren getriebenen Globalkapitalismus verdammt oder bleiben dieser Region wirtschaftliche Handlungsspielräume? Was kann man tun mit dieser oder gegen diese Entwicklung? Welche Lektionen lernen wir von den gezeigten Akteuren im Silicon Valley? Was kann man in der hiesigen Region ganz anders machen? Welche Rolle kommen Hochschulen, Unternehmen und Gründern beim globalisierten Wettbewerb um den technischen Fortschritt zu? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Podiumsteilnehmer in der Diskussion nach dem Film.

Workshop VIII Alternativ wohnen und leben in der Altmark

In der Altmark haben sich alternative und innovative Lebens- und Wohnkonzepte angesiedelt. Sie sind gekennzeichnet durch nachhaltige, ökologische Lebensweisen, neue Konzepte der Landwirtschaft, Gemeinschaft und/oder das Zusammenführen von Generationen. In diesem Workshop stellen sich einige dieser Projekte vor. Wir werden einiges über Konzepte, Strukturen, Visionen, Beweggründe und Bedarfe erfahren. Es wird auch Zeit für Fragen und Antworten geben. Ziel ist es, die Projekte zu vernetzen, sie bekannt zu machen und anderen Menschen Ideen und Perspektiven zu liefern.

Ausführliches Workshop-Protokoll mit Ergebnissen

Workshop IX Master Kindheitswissenschaften und Kinderrechte – ein neues Qualifizierungsangebot in der Altmark

Seit nunmehr 11 Jahren wird in Stendal - bundesweit einmalig - der Bachelor-Studiengang Angewandte Kindheitswissenschaften angeboten. Zahlreiche Absolvent/innen dieses Studienganges sind inzwischen in der Altmark "angekommen" und engagieren sich in der Jugend- und Schulsozialarbeit, in Kinderheimen und Frühen Hilfen, Flüchtlingseinrichtungen und der Kinder- und Jugendpartizipation, um nur einige Bereiche zu nennen.

Nach langer Vorbereitung kann nun endlich auch ein Masterstudiengang angeboten werden, so dass auch diejenigen Studierenden, die nach ihrem Bachelor weiter studieren möchten, in Stendal eine Weiterqualifikation angeboten bekommen. Der neue Studiengang orientiert insbesondere auf wissenschaftliche Vertiefung und Forschung sowie Leitungsqualifikationen für die Kinder- und Jugendhilfe. Der Workshop widmet sich nun der Frage: Wie kann der neue Master-Studiengang mit Anforderung aus der Altmark verknüpft werden? Welche Möglichkeit und welchen Bedarf gibt es für Praxisprojekte, Master-Arbeiten u.ä.?
Dafür wird im Workshop zunächst der Studiengang in seinen Grundzügen vorgestellt. Anschließend werden in offener Gesprächsrunde KiWi- Alumnis zu ihren Erfahrungen und Praxisvertreter/innen zu ihren Bedarfen befragt.

Ausführliches Workshop-Protokoll mit Ergebnissen

Präsentation

Workshop X So wird aus der Idee ein erfolgreiches Projekt!

In diesem 90-minütigen Workshop lernen Sie, wie Sie in nur drei Schritten strukturiert an ein Projektvorhaben herangehen.

Ausführliches Workshop-Protokoll mit Ergebnissen

2015

Workshop I Auf dem Weg zur Inklusiven Hochschule

Mit dem Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention (BRK) im Jahr 2009 steht das Bildungssystem insgesamt vor neuen Aufgaben. Als gesellschaftliches Ziel bestimmt die BRK „die volle und wirksame (…) Einbeziehung in die Gesellschaft“ (Artikel 3). Unter anderem verpflichten sich die Vertragsstaaten, die Barrierefreiheit des öffentlichen Raums zu gewährleisten und gemeindenahe Unterstützungsdienste bereitzustellen.

Unter Berufung auf die BRK konstatiert die Hochschulrektorenkonferenz (2009): „Die besonderen Belange von Studierenden mit Behinderung/chronischer Krankheit werden in den Hochschulen häufig nicht ausreichend berücksichtigt. Es liegt in der Verantwortung der Hochschulleitung, sich dieser Thematik anzunehmen und zusam-men mit den Beauftragten für die Belange der behinderten Studierenden, deren Interessenvertretungen sowie weiteren Kooperationspartnern die Barrieren abzubauen.“ Es gehe darum, eine „Hochschule für Alle“ zu entwickeln.


Der Workshop möchte ausgehend von einem Impulsvortrag verschiedene Handlungsfelder im Hinblick auf eine Inklusive Hochschule weiterentwickeln. Es soll in gemeinsamer Diskussion eine Prüfung stattfinden, ob die vorgeschlagenen Handlungsfelder so stimmig und ausreichend sind. Darüber hinaus sollen sie mit Leben gefüllt werden.

Ausführliches Workshop-Protokoll mit Ergebnissen

Workshop II Betriebswirtschaftslehre dual studieren (lassen). Was bringt mir das? - Nutzenbetrachtungen aus der Sicht von Unternehmen, Studierenden und Lehrenden

Insbesondere in den Landkreisen des nördlichen Sachsen-Anhalts ist die Akademikerquote in den Unternehmen niedriger als im Bundes- sowie Landesdurchschnitt. Gerade das duale Studium stellt für Unternehmen ein interessantes und leicht zu etablierendes Instrument dar, um Wissens-Praxis-Transfer zwischen Hochschulen und Unternehmen zu realisieren und gleichzeitig auch für Fach- und Führungskräftenachwuchs zu sorgen.

In einem Impulsvortrag wird Prof. Dr. Volker Wiedemer in das Thema einführen, anhand von Erfahrungsberichten von Studierenden und kooperierenden Unternehmen werden die Möglichkeiten und Grenzen des Instruments beleuchtet.

Ausführliches Workshop-Protokoll mit Ergebnissen

Workshop III KiTas im ländlichen Raum - regionale Vernetzung & Kooperation

In den letzten Jahren sind die Anforderungen an pädagogische Fachkräfte und die Aufgaben von Kindertageseinrichtungen kontinuierlich gestiegen. Spätestens seit der Einführung des Bildungsprogramms Bildung: elementar – Bildung von Anfang an erfüllen Kitas nicht mehr nur einen Betreuungsauftrag, sondern sind als eigenständiger Lebensraum zu verstehen, in dem Bildung, Erziehung und Betreuung gleichermaßen stattfinden. Dabei steht die individuelle Entwicklung eines jeden Kindes im Fokus, die von den pädagogischen Fachkräften kompetent begleitet und unterstützt sein will. Sie sollen subjekt- und ressourcenorientiert arbeiten, Kinder als aktive Gestaltende wahrnehmen und sie in die Entscheidungen des Kita-Alltags einbinden.
In diesem Workshop soll gemeinsam erörtert werden, wie dieser Prozess speziell für Kindertageseinrichtungen im ländlichen Raum gelingen kann. Anhand von aktuellen Praxis(forschungs)projekten wird diskutiert, inwieweit die Qualitätsentwicklung in Kitas durch gezielte Kooperationen und den Input von außen positiv gestaltet werden kann.

Ausführliches Workshop-Protokoll mit Ergebnissen

Workshop IV Kommunikationswege

Die Altmark wird, auch in gedanklicher Verbindung mit dem Motto der "grünen Wiese mit Zukunft", oft als verschlafene Region wahrgenommen. Tatsächlich gibt es aber eine Vielzahl sozialer Projekte, innovativen Engagements und kreativer Ideen. Die verschiedenen Projekte und Initiativen suchen sich jeweils eigene "Szenen" und Informationskanäle. Immer wieder werden neue Verteilerlisten für Rundmails erstellt. Schon innerhalb der Hochschule ist es schwierig, grundlegende Informationen zu vermitteln und einen gemeinsamen Wissensstand zu erreichen. Noch schwieriger wird es in der Kommunikation außerhalb des Campus, geschweige denn für Nicht-Studierende durchzublicken, wer an der Hochschule überhaupt in welchen Arbeitsbereichen und an welchen Projekten tätig ist. So wird Wissen zu wenig gebündelt, viele Infos und insgesamt der Überblick gehen verloren, die Potenziale der Studierenden und der Mitarbeiter_innen der Hochschule werden in und für die Region zu wenig genutzt.
Im Workshop soll eine Bestandsaufnahme als grobe Orientierung vorgenommen werden, welche Informationskanäle in der Altmark bestehen. Darauf aufbauend soll diskutiert werden, wie diese besser miteinander verknüpft werden könnten und auch, wie sich die Hochschule mit ihren vielen (studentischen und beschäftigten Gesichtern) hier besser einbringen, integrieren und vernetzen kann.

Workshop V Regionale kulturelle Zusammenarbeit

Die Altmark bietet eine Vielzahl an interessanten kulturellen Angeboten, die jedoch nicht immer wahrgenommen werden. Ein Blick in den Veranstaltungskalender zeigt zudem, dass Veranstaltungen für eine bestimmte Zielgruppe nicht selten parallel laufen und somit unmittelbar in Konkurrenz treten. Vielfach könnten diese Konkurrenzsituationen jedoch durch veränderte Austauschmöglichkeiten über geplante Vorhaben vermieden oder zumindest reduziert werden. In diesem Jahr soll es darum gehen, auf die Erfolge seit der letzten Altmärkischen Netzwerkkonferenz zurück zu blicken und gemeinsam daran zu arbeiten, wie die kulturelle Situation in der Altmark noch weiter verbessert werden kann. Um die Verbundenheit der Studierenden mit der Stadt Stendal und der Region zu erhöhen, geht es auch darum, wie Studierende in bereits existierende Projekte eingebunden werden können und welche Angebote bereits durch Studierende geschaffen wurden bzw. zukünftig ins Leben gerufen werden könnten.

Ausführliches Workshop-Protokoll mit Ergebnissen

Workshop VI Zukunftsstadt Stendal

Die Hansestadt Stendal hat es sich zum Ziel gemacht, Visionen für ein KINDER- UND JUGENDFREUNDLICHES Stendal zu entwickeln und freut sich dabei auf IHRE Ideen und Anregungen. Seit Juli 2015 beschäftigen sich - neben Kinder und Jugendlichen selbst - engagierte Menschen in den vier Themenfeldern „Bürger_innen & Vereine“, „Leben & Arbeit“, „Bildungsinstitutionen (Kita, Schule, Berufsschule, Hochschule …)“ und „Politik & Verwaltung“ damit.
IHRE Meinungen, Wünsche, Träume und Ideen sind gefragt! Denken Sie mit uns darüber nach, was Stendal kinder- und jugendfreundlich macht, wodurch sich Strukturen, Institutionen, Verkehrs- oder Bildungslandschaften, Wohnhäuser, Arbeits- und Berufswelten, Einkaufsmöglichkeiten, Gesundheits- und Freizeitangebote sowie Kommunikationsstrukturen auszeichnen müssen, um dieses Prädikat zu verdienen.

Ausführliches Workshop-Protokoll mit Ergebnissen

2014

Am 5. November 2014 fand in der Hochschule Magdeburg-Stendal zum dritten Mal die "ConnectYou – Regionale Messe der Sozialwirtschaft" statt. Das erfolgreiche Konzept wurde in diesem Jahr durch Unternehmen aus dem Wirtschaftssektor sowie durch die erste "Altmärkische Netzwerkkonferenz" erweitert.

Regionale Zusammenarbeit Hochschule und Wirtschaft

Moderation: Prof. Dr. Wolfgang Patzig, Prof. Dr. Volker Wiedemer

Andreas Bosse, Geschäftsführer der Stendaler Landbäcker GmbH, und Gerd Wetzig, Geschäftsführer der Städtischen Wohnungsgesellschaft Tangerhütte mbH, stellten zu Beginn des Workshops ihre bisherige Zusammenarbeit mit der Hochschule dar und betonten ausdrücklich den dadurch erzielten Mehrwert für ihre Organisationen. Gleichzeitig bedauerten sie, dass viele Unternehmen der Region von der potenziellen Unterstützung seitens der Hochschule und ihrer Beschäftigten kaum Gebrauch machen und somit mögliche Entwicklungschancen nicht ausreichend nutzen. Nach einer kurzen Vorstellung des Angebotsprofils der Hochschule seitens der Hochschulvertreter wurden die Anwesenden dazu eingeladen, ihre Erfahrungen in der Zusammenarbeit einzubringen. Darüber hinaus wurden die Gründe diskutiert, die Unternehmer von einer Zusammenarbeit eventuell abhalten und Ideen dahingehend gesammelt, wie Kooperationen gestaltet sein könnten oder müssten, um sowohl den Unternehmen als auch der Hochschule einen Mehrwert bieten zu können.

 

Ergebnisse des Workshops (Förderliche und hinderliche Bedingungen für die Zusammenarbeit)

Als förderlich wurden folgende Punkte genannt:

  • Veranstaltungen wie „ConnectYou“, Wirtschaftsbeirat etc. ermöglichen Wissenstransfer nach außen
  • Bereits durchgeführte Projekte unterstreichen den Wert der Zusammenarbeit
  • Sofern das Unternehmen sich auf die Zusammenarbeit einlässt und einen Einblick in das Unternehmenermöglicht, entsteht eine Vielzahl an Möglichkeiten der Kooperation

Als hinderlich wurden folgende Punkte genannt:

  • Die Hemmschwelle auf wissenschaftliche Einrichtungen zuzugehen, ist auf Seiten der Unternehmen hoch
  • Bislang nutzen nur wenige Unternehmen die Angebote und das Know-how der Hochschule
  • Die Öffentlichkeitsarbeit spricht Unternehmen bislang unzureichend an

Wünsche an Zusammenarbeit:

  • Abbau der Hemmschwellen
  • Öffentlichkeitarbeit und Marketing könnten ausgebaut werden
  • Ausbau der Kommunikation zwischen Unternehmen und Hochschule
  • Erkennen und nutzen des Hochschulpotenzials (Wissenstransfer)
  • Ausbau von Veranstaltungsformaten wie „Unternehmen hautnah“

Strukturelle Aspekte:

  • Steigerung der Einbeziehung vorhandener Strukturen wie Wirtschaftsbeirat, Förderkreis, BIC Stendal etc.
  • Nutzung von Instrumenten wie Bachelor-/Master-Arbeiten, Projektarbeiten, duales Studium

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Regionale Zusammenarbeit Hochschule und Sozialwirtschaft

Moderation: Prof. Dr. Raimund Geene, Prof. Dr. Michael Klundt, Prof. Dr. Christian Meisel

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde berichteten die anwesenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Sozialwirtschaft, die Studierenden und die Hochschullehrenden über ihre bisherigen Erfahrung der Zusammenarbeit im Rahmen von Praktika, Abschlussarbeiten und Berufseinstiegssituationen. Es konnten hinderliche und förderliche Aspekte sowie neue Ideen der Zusammenarbeit erkannt und diskutiert werden. Immer wieder zeigte sich, dass fehlende Kenntnisse über die jeweiligen Arbeitsbedingungen der Partner (Stichworte: Transparenz, eindeutige Strukturen, Anlässe zur Kommunikation) zu Missverständnissen führen, die eine Zusammenarbeit erschweren.

 

Ergebnisse des Workshops (Förderliche und hinderliche Bedingungen für die Zusammenarbeit)

Als förderlich wurden folgende Punkte genannt:

  • Angebote der Hochschule wie Ringvorlesungen, Senior-Campus oder Kinder-Uni sollten möglichst langfristig vorangekündigt werden; ggf. auch Verknüpfungen mit anderen Aufgabenstellungen (z. B. Fortbildungsbedarfen)
  • Kontinuierliche und verbindliche Angebote
  • Kommunikation über Fachexpertisen der Hochschulangehörigen und Bedarfe der Praxis

Hinsichtlich studentischer Praktika wurde angemerkt:

  • Die Arbeit der Student/innen könnte honoriert werden (Anerkennungen, Übernachtungs- und Fahrtkostenzuschuss)
  • Verbesserung des Informationsflusses auf beiden Seiten. Beide Seiten sollen wissen, was gewollt ist und gekonnt wird.
  • Es sollte sich gegenseitig besser auf dem Laufenden gehalten werden.
  • Beide Seiten sollten sich auf neue Situationen einlassen und offen sein für Überraschungen.
  • Angebote der Institutionen sollten attraktiv gestaltet sein und die Studierenden direkt ansprechen.
  • Es sollte noch mehr Transparenz über Kooperationsbedingungen und -erfahrungen geschaffen werden.

Als hinderlich wurden folgende Punkte genannt:

  • „Nicht alles, was in der Theorie zählt, ist auch für die Praxis richtig“ versus „Es gibt nichts Praktischeres als eine gute Theorie“
  • Aus Intransparenz folgt Verunsicherung: Es besteht eine Berührungsangst, wenn man nicht weiß,was die Einrichtung macht und machen will oder was die Studierenden können und wollen
  • Zeiträume für Praktika sind durch die Begrenzung auf die Semesterferien zu kurz

Wünsche an Zusammenarbeit

  • Noch bessere und intensivere Zusammenarbeit bei Praktika
  • Mithilfe der Sozialwirtschaft bei der Berufsvermittlung
  • Institutionen sollten aktiver auf Studierende zugehen
  • Studierende wünschen sich eine „Willkommenskultur“, bzw. alle sollten eine „Zusammenhaltskultur“ leben
  • Klare Formulierung von Praktikumsmöglichkeiten und Kompetenzen sowie Profilen der Studierenden

Strukturelle Aspekte

  • Netzwerke verknüpfen
  • Mobilität im Landkreis
  • Förderung z. B. durch Aktion Mensch
  • Aus Projekten Reales werden lassen
  • Erfolgreiche Beispiele kommunizieren
  • Sozialbereiratssitzung zum Thema Zusammenarbeit (Praktika)
  • „Börse“ von Projektanbietern
  • Niedrigschwelliger Kostentopf

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Regionale Zusammenarbeit von Städten, Verbandsgemeinden und Hochschule

Moderation: Prof. Dr. Jürgen Maretzki, Hertha Schnurrer, Doreen Falke

Im Anschluss an die Begrüßung erfolgte eine Vorstellungsrunde der Teilnehmenden. Beispielhaft für die Möglichkeiten der Zusammenarbeit der Hochschule Magdeburg-Stendal mit regionalen Partnern wurde u.a. die Kooperation mit dem LOK Stendal im Rahmen einer Bachelor-Arbeit vorgestellt. Es wurde deutlich, dass betriebswirtschaftliche Themen im Vergleich zu humanwissenschaftlichen Themen seltener an die Hochschule herangetragen werden. Weiterhin konnte herausgestellt werden, dass das Interesse der Studierenden insbesondere bei praktischen Themen höher ist, da diese meist greifbarer sind. Insgesamt sind einige Themen für die Bearbeitung durch einzelne Studierende zu groß angelegt oder werden zu einem ungünstigen Zeitpunkt an die Hochschule herangetragen. Hierbei kann die Hochschule jedoch auf Wunsch bei der Ausgestaltung möglicher Themen behilflich sein. Ein beliebtes Instrument ist das Projektstudium, das bereits frühzeitig zu einer Verknüpfung von Hochschule und Praxis führt. Weitere Formate können je nach Praxispartner individuell gestaltet werden. Ein besonderes Beispiel der praktischen Arbeit im wissenschaftlichen Kontext ist das An-Institut KinderStärken e.V., das nach seiner Gründung von vielen Akteuren sehr genau beobachtet wurde und sich durch die gute Arbeit für die und mit der Region etablieren konnte.

Ergebnisse der Workshops (Förderliche und hinderliche Bedingungen für die Zusammenarbeit)


Als förderlich wurden folgende Punkte genannt:

  • An-Institute und In-Institute als niedrigschwellige Zugangswege zur Hochschule
  • Anlaufstelle für Praxiskontakte in Stendal vorhanden
  • Fachtagungen und Ringvorlesungen an der Hochschule
  • Unterstützung der Träger / AG

Als hinderlich wurden folgende Punkte genannt:

  • Geografische Großflächigkeit des ländlichen Raumes ––> Wirkung in der Fläche
  • Zu umfangreiche Themen / Problemstellungen
  • Regionale Zusammenarbeit von Städten, Verbandsgemeinden und Hochschule

Wünsche an die Zusammenarbeit:

  • Hilfestellung bei der Aufteilung von komplexen Themen zur Bearbeitung in Form von Abschlussarbeiten
  • „Ein offenes Ohr haben“
  • Weiterbildungsangebote lokal / regional
  • An-Institute haben Know-how in der Formulierung von Fördermittelanträgen, dies sollte weiter ausgebaut werden

Strukturelle Aspekte

  • Kompetenzzentrum Frühe Bildung bündelt und ermöglicht mit regelmäßig stattfindenden Tagungen und Veranstaltungen einen Zuwachs an Angeboten.
  • Bislang sind viele Aktivitäten eher im Raum Stendal zentriert, die Ausweitung der Hochschulaktivitäten auf das gesamte nördliche Sachsen-Anhalt ist erwünscht.

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Regionale kulturelle Zusammenarbeit

Moderation: Prof. Dr. Günter Mey, Prof. Dr. Nicola Wolf-Kühn

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde der Teilnehmenden wurden zunächst einige Projekte vorgestellt, bei denen die Hochschule mitwirkt(e); z. B. „KinderUni“ gemeinsam mit dem Winckelmann-Museum; „Angst(frei)“- und „Heimatperspektiven“-Ausstellungen/Events mit dem Theater der Altmark (TdA);
Theaterabende mit anschließenden Diskussionen unter Beteiligung der Hochschule; Einbindung von
Kulturvertreterinnen und -vertretern in die Ringvorlesungen an der Hochschule, u.a. TdA, Kunstplatte,
Musikerfabrik Frank Wedel; Poetryslam vom StuVE und TdA. Hieraus wurde deutlich, welche Potenziale die Kulturlandschaft Stendals bietet, gleichzeitig wurde aber auch deutlich gemacht, dass es letztlich oft eine Frage der Finanzierung ist, ob die Projekte weitergeführt oder sogar auf den Landkreis ausgeweitet werden können (hierbei scheitert es meist schon an den Fahrtkosten bis hin zu fehlenden Mitteln für Projektassistenz etc.). Zudem mangelt es z. T. aber auch an Kenntnis und Austauschmöglichkeiten über geplante Vorhaben; hier könnte beispielsweise durch die Schaffung eines „Kulturbüros“ (verstanden als „Schnittstelle“) Abhilfe geschaffen werden. Eine Frage, die ebenfalls beschäftigte, ist die der weiteren Einbindung und der Erreichbarkeit der Studierenden, um über bestehende Projekte und Initiativen hinaus Angebote für und mit ihnen zu schaffen, die auch eine stärkere Verbundenheit mit der Stadt Stendal und der Region eröffnen. Hierzu wurden sowohl von den regionalen Vertreterinnen und Vertretern als auch von Seiten der Hochschule interessante Vorschläge eingebracht.

 

Ergebnisse der Workshops (Förderliche und hinderliche Bedingungen für die Zusammenarbeit)

Als förderlich wurden folgende Punkte genannt:

  • Akteure sind motiviert, etwas für die Region Stendal zu machen
  • Themenbezogene Kooperation
  • Anknüpfen an Themen, die die Bürgerinnen und Bürger in der Region interessieren
  • Bereits existierende Netzwerke (s. Kulturstammtisch)

Als hinderlich wurden folgende Punkte genannt:

  • Materielle und personelle Ressourcen fehlen
  • Fehlende Infrastruktur für die Kooperation → z. B. „Kulturbüro“

Wünsche an die Zusammenarbeit:

  • Stadtprojekte
  • Kulturförderung (Lebenskultur, Willkommenskultur)

Strukturelle Aspekte

  • Vernetzung der Akteure
  • Kontinuierlicher langfristiger Austausch/Planung
  • „Schnittstellen“ definieren

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Refugees Welcome

Moderation: Franziska Buddy, Julian Kirsching, Dr. Katrin Reimer

Ganz Deutschland beschäftigt sich momentan eingehend mit der Aufnahme von geflüchteten Menschen aus
Krisengebieten wie Syrien, dem Irak oder Afghanistan. Der Workshop „Refugees Welcome“ im Rahmen der
Altmärkischen Netzwerkkonferenz hatte zum Ziel, den Beteiligten die Ausgangslage bzw. die erwartete Lage
der nächsten Monate zu verdeutlichen, um davon ausgehend die anstehenden Herausforderungen für Stadt und Landkreis zu diskutieren. Mit welchem Aufkommen an geflüchteten Menschen rechnet der Landkreis Stendal und wo sehen die Beteiligten Bedarfe, die Menschen nach ihrer Ankunft in Stendal zu unterstützen? Diese Frage und auch die Bestandsaufnahme bereits existierender regionaler Unterstützungsangebote standen im Mittelpunkt dieses Workshops. Eingeladene Teilnehmerinnen und Teilnehmer wie bspw. das DRK und der Kinderschutzbund berichteten von bisherigen Erfahrungen in der Arbeit mit Flüchtlingen und verdeutlichten Anknüpfungspunkte für die Initiative „Refugees Welcome“, die sich an der Hochschule gegründet hat. Die Initiative hat inzwischen Arbeitsgruppen zu einzelnen Schwerpunkten wie Deutschunterricht und Hausaufgabenhilfe gegründet, in denen nun konkrete Vorhaben zur Unterstützung von Flüchtlingen geplant werden.

Ergebnisse des Workshops:
Ausgangslage Landkreis Stendal
- 2011: 184 Personen in Gemeinschaftsunterkunft
- Bis Ende 2014: 500 Asylsuchende
- Bis Ende 2015: 1000 Asylsuchende
- Hauptsächlich Familien, 50 -60 Prozent Kinder
- Hauptsächliche Herkunftsländer: Syrien, Irak, Afghanistan, Tschetschenien
- Asylverfahren 6-12 Monate
Bekannte Bedarfe
- Unterbringung
- Verlässliche Patenschaften
- Hausaufgabenbegleitung
- Fragen zum Bildungssystem
- Fragen zur Gesundheitsversorgung
- Dolmetschen
- Erwerb von Deutschkenntnissen
- Sachbedarf
- Aufklärung, Akzeptanz und Bewusstsein
- Öffentlichkeitsarbeit
Refugees Welcome Zukünftiges Vorgehen:
- 08.12.2014 Begegnungstreffen an der Hochschule
- Abstimmung zu zukünftigen Sammelaktionen und anderen Unterstützungsvorhaben unter den
Beteiligten des Workshops
- Teilnahme der Hochschule am Arbeitskreis Migration der Stadt und des Landkreises
- Verstetigung der Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren
- Bildung von konkreten Arbeitskreisen an der Hochschule, z. B. Arbeitskreis Hausaufgabenhilfe
Aspekte der Zusammenarbeit
- Um erfolgreiche Arbeit und Unterstützung gewährleisten zu können, ist ein Austausch von Informationen
über Angebote und Aktivitäten zwischen den Akteuren notwendig.
Fazit des ersten Begegnungstreffens:
- Das erste Begegnungstreffen fand großes Interesse bei lokalen Akteuren, Studierenden und Lehrenden
der Hochschule sowie Flüchtlingskindern, die das Angebot des Kinderschutzbundes wahrnehmen

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Kontakt

Prof. Dr. Matthias Morfeld

Tel.: (03931) 2187 48 47
Fax: (03931) 2187 48 70
E-Mail: connectYou@hs-magdeburg.de

Anja Funke

Anja Funke

Tel.: (03931) 2187 48 94
Fax: (03931) 2187 48 70
E-Mail: connectYou@hs-magdeburg.de

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