Dr. Uwe Wienhold: Gesunde Alternative für Nudelliebhaber

Seine jetzige Gründungsidee ist sicherlich etwas anderes, erklärt der Freiberufler. Dennoch hat sie mit seinem bisherigen Bildungsverlauf zu tun: Nach seiner Promotion in Dresden führte es den 54-Jährigen schnell nach Magdeburg. Dort arbeitete er als Projektleiter am Institut für Lacke und Farben, später dann als Dozent für den Fachbereich Chemie und Pharmatechnik an der Hochschule Magdeburg-Stendal. Derzeit beschäftigt er sich mit einem Forschungsprojekt der Hochschule, für welches er unter anderem mit dem Umweltpreis der Landeshauptstadt 2017 ausgezeichnet wurde.

2006 stand dann der Entschluss zur Freiberuflichkeit. „Ich brauche meine Freiheit für eigene Projekte und Ideen“, erklärt Wienhold. Sein Unternehmen beschäftigt sich mit der Materialentwicklung und vertritt dabei das Motto: „So viel Natur wie möglich, so wenig Chemie wie möglich“.

Jetzt versucht der Chemiker sich in einem neuen Bereich – der Ernährungsbranche. Sein generelles Interesse für Ernährung und Sport in Kombination mit seiner familiären Vorgeschichte in Bezug auf Diabetes gaben den Anstoß für das Projekt. Sein Ziel war es, eine Alternative für alle Nudelliebhaber zu entwickeln, die sich gesund und eiweißreich ernähren wollen. Dr. Wienhold erklärt: „Ich bin Chemiker. Kohlenhydrate und Proteine, das kann ich doch zusammenmischen. So entstand der Gedanke.“ Da er jedoch keine Erfahrung im Bereich Lebensmittel hat, erarbeitet er die Entwicklung der Proteinnudeln zusammen mit einem Lebensmittelinstitut.

Mit dem fertigen Produkt kam auch die Frage, wo denn Interesse an den Proteinnudeln besteht. Der Lokalmarkt (LoMa) am Schellheimer Platz in Magdeburg bot eine erste Möglichkeit, um die Nudeln zu verkaufen und die generelle Nachfrage zu testen. Gleichzeitig kamen mit dem Kontakt zu den Kunden neue Ideen. Der Chemiker könnte sich vorstellen, die Nudeln im Rahmen eines kleinen Unverpackt-Ladens zu verkaufen. Dort könne man lokale Produkte unter dem Motto der Nachhaltigkeit verkaufen und beispielsweise gleichzeitig eine Ernährungsberatung anbieten.

Um diese Idee zu verwirklichen, suchte Dr. Wienhold bei dem Projekt „gründet“ Hilfe. Dort wird er bei der Entwicklung eines Businessplans unterstützt, damit bald mehr Leute von den Proteinnudeln profitieren können.

Für alle Gründungsinteressenten, die nicht wissen, ob sie den Schritt wagen sollen, hat der erfahrene Freiberufler einen Rat: „Man darf keine Angst haben sich in die Selbstständigkeit zu wagen. Geht den Schritt und lasst euch auf jeden Fall bei der Entwicklung helfen. Eben durch solche Projekte, die einen begleiten, unterstützen und anspornen, das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.“

Sozialfonds für Deutschland (ESF) setzt die Hochschule Magdeburg-Stendal ein Programm zur Gründungs- und Transferförderung um.

 

 

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