Mit "tacpic" und "Inflotec" zur Marktreife: Hochschule Magdeburg-Stendal erhält 340.000 Euro zur Umsetzung von Gründungsideen

Finanziert aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) werden fortan gleich zwei Gründungsideen an der Hochschule Magdeburg-Stendal für achtzehn Monate mittels des Förderprogramms „ego.-Gründungstransfer“ unterstützt. Die Übergabe der Fördersummen in Höhe von insgesamt über 340.000 Euro erfolgte vor kurzem im Rahmen der Eröffnung der Werkschau der Hochschule Magdeburg-Stendal vor über 300 Gästen. Eingeworben wurde das Geld durch das Team der Gründer- und Transferförderung unter der Leitung von Prof. Dr. Christian Meisel, welches die jungen Start-ups auch weiterhin im Gründungsprozess begleitet.

Deutschlandweit einzigartig werden die kurzen Wege am Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Industriedesign (IWID) der Hochschule Magdeburg-Stendal für interdisziplinäre und praxisnahe Projektarbeiten zwischen den Instituten Maschinenbau, Elektrotechnik und Industriedesign genutzt. Jeweils zum Ende des Semesters zeigen die angehenden Akademikerinnen und Akademiker unter der Federführung des Instituts für Industrial Design in einer Werkschau die komplette Bandbreite ihres Könnens. Bereits zum dritten Mal nutzten sie dafür am vergangenen Freitag unter dem Titel „Step across the border“ die Räume des Forum Gestaltung in der Brandenburger Straße als Ausstellungsfläche. Neben der Neugestaltung von Produkten – bspw. von Asphaltprüfgeräten, Fahrradanhängern oder Automobilen – begeisterten die Studierenden u.a. auch mit Ideen zur medialen Vermittlung von Religiosität, die durch die Auseinandersetzung mit dem Magdeburger Dom entstanden sind.

Auch die Interaction-Studierenden Laura Evers, Florentin Förschler und Robert Wlcek stellten ihr Projekt „tacpic“ (kurz für „Ertastbare Bilder“) 2016 in einer Werkschau vor und erhalten seitdem durch das Team der Gründer- und Transferförderung – kurz gründet – bei dessen Realisierung Rückenwind. „Bei unserer Recherche für die Semesterarbeit fanden wir heraus, dass es keine erschwinglichen, individuellen Produkte für Sehbehinderte zur Bewahrung ihrer persönlichen Erinnerungen gibt. Daran wollen wir etwas ändern“, erklärt das junge angehende Start-up unisono. Die Welt ein kleines Stückchen besser machen, möchte auch der Maschinenbau-Absolvent Martin Drewes und die Alumna des Studiengangs Betriebswirtschaft Regina Martina Findling von „Inflotec“ mit ihrem Produkt „WaVer“. Ausgezeichnet mit dem ersten Platz des BESTFORM-Award des Landes begeisterte die mobile und vollständig autarke Trinkwasseraufbereitungsanlage, die mittels Wasserkraft und eines patentierten fünfstufigen Filtersystems aus Oberflächenwasser Trinkwasser gewinnt, bereits im Sommer 2017 die Öffentlichkeit.

Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt, übergab im Rahmen der Vernissage der Werkschau und im Beisein der Rektorin der Hochschule Magdeburg-Stendal, Prof. Dr. Anne Lequy, die Zuweisungsbescheide mit den Fördersummen in Höhe von insgesamt 340.000 Euro an die beiden Gründungsteams, die nun ihre Gründungsideen in den kommenden achtzehn Monaten zur Marktreife entwickeln können.

„Kluge und kreative Köpfe sind unser Potenzial, welches wir ausschöpfen müssen", betonte auch Dr. Lutz Trümper, Oberbürgermeister der Stadt Magdeburg, wie seine Vorredner Willingmann und Lequy die Wichtigkeit der Unterstützung von Gründungsaktivitäten aus der Hochschule. Anschließend dankte der Institutsdirektor für Industriedesign, Prof. Dominik Schumacher, dem gründet-Team für die Unterstützung der Veranstaltung und insbesondere den Studierenden und Mitarbeitern für einen gelungenen Auftakt in die vorlesungsfreie Zeit. Die nächste Werkschau der Hochschule Magdeburg-Stendal findet im Juli 2018 statt.

Mit Unterstützung des Landes Sachsen-Anhalt und kofinanziert mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds für Deutschland (ESF) setzt die Hochschule Magdeburg-Stendal ein Programm zur Gründungs- und Transferförderung um.

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Projektassistenz und Öffentlichkeitsarbeit
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