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Karrierewege

Absolventinnen und Absolventen der Hochschule Magdeburg-Stendal haben viel erreicht und sind in verschiedenen Bereichen tätig.

In kurzen Filmen berichten ehemalige Studierende über ihre Erfahrungen im Studium und gewähren spannende Einblicke in ihre jetzigen Berufsfelder.

Zu den Filmen

Weiterbildung

Neben den beiden Säulen grundständiges Studium und Forschung begreift die Hochschule die wissenschaftliche Weiterbildung als gleichberechtigte dritte Säule ihres Angebotsspektrums. Beleg dafür ist ein breitgefächertes und über viele Jahre kontinuierlich ausgebautes Programm von Weiterbildungsangeboten, v.a. weiterbildenden Studiengängen. Ein fachlicher Schwerpunkt der Weiterbildung liegt im Bereich Gesundheitsmanagement.

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„Nachgefragt - Ehemalige berichten“

Jonas Strunk - Betriebswirtschaftlehre

Foto: privat

 

 

Jonas Strunk studierte bis 2015 Betriebswirtschaftslehre und daran anschließend den Masterstudiengang Risikomanagement – Management von unternehmerischen Risiken, den er 2018 erfolgreich absolvierte.

In seiner Freizeit spielt der 28-jährige Fußball, interessiert sich für Geschichtsdokumentationen und schaut gern Filme an. Ein weiteres Hobby ist das Surfen im Meer und auf stehender Welle.

 

Warum haben Sie sich für ein Studium an der Hochschule Magdeburg-Stendal, und im Speziellen für den Studiengang Betriebswirtschaftslehre entschieden?

Schon während der Schulzeit wollte ich in Richtung Wirtschaft studieren. Da ich meinen ursprünglich angestrebten Studienplatz in meiner Heimatstadt nicht bekommen habe, hatte ich dann nur noch zwei Möglichkeiten, wo die Anmeldefrist noch nicht abgelaufen war. Wie das Leben so spielt, bin ich während der Bewerbungsphase für ein Wochenende im Sommer 2011 mit dem Zug nach Berlin gefahren, wobei ich auch durch Stendal gekommen bin und aufgrund der Verkehrslage nach Hause sofort Stendal als Favorit für meine Studienortswahl getroffen habe, da es weit genug weg von Zuhause war, um auch einen gesunden Abstand zur Heimatstadt zu haben, ich aber auch jederzeit zügig wieder zurückkommen könnte. Darüber hinaus hat mir die Größe der Hochschule zugesagt, da ich lieber in einem kleineren dafür aber engeren Umfeld studieren wollte, als an einer „Massenuniversität“. Diese Entscheidung habe ich bis heute nicht bereut.

Was haben Sie aus Ihrer Studienzeit mitgenommen?

Natürlich die sozialen, gesellschaftspolitischen und vor allem fachlichen Fähigkeiten, die für einen Job in der Wirtschaft benötigt werden. Darüber hinaus aber auch viele gute Erinnerungen an den Campus und die Stadt, sowie die Leute, die ich glücklicherweise über die ganzen Jahre kennen lernen durfte. Aber besonders die studentischen Projekte an denen ich mitgewirkt habe, wie zum Beispiel die Organisation des Hochschulballs, haben mich geprägt, da ich dort wichtige Lektionen gelernt und Erfahrungen für mein berufliches, wie auch privates Leben gemacht habe.

1.     Hat das Studium Sie auch menschlich geprägt?

Definitiv. Über die sieben Jahre Studium, habe ich mich menschlich sehr weiterentwickelt. Gerade die Menschen, mit denen ich die Jahre zusammen studiert, in Gremien gearbeitet und in Stendal Zeit verbracht habe,  haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Würden Sie zurückblickend auch einige Dinge anders gestalten? Und wenn ja, welche?

Natürlich hätte ich retrospektiv einige Dinge vielleicht anders machen oder gestalten können, trotzdem bin ich für jede eventuell nicht komplett richtige Entscheidung oder jeden Umweg froh, denn aus allem konnte ich meine positiven Schlüsse ziehen und alles hat mich menschlich weitergebracht. Vielleicht hätte ich mich im ersten Semester ein bisschen schneller einleben können. Auch hätte ich gerne neben meinem Auslandspraktikum auch noch ein Semester im Ausland studiert.

Gibt es aus Ihrer Studienzeit auch eine kleine Anekdote, die Sie uns erzählen möchten?

In sieben Jahren in Stendal sind so einige verrückte Sachen passiert. Neben der Tatsache, dass ich am Tag meiner Bachelorverteidigung morgens noch ein Bewerbungsgespräch für meine HiWi-Stelle im International Office hatte, wo ich während meines Masterstudiums dann tätig war und ich eher darüber nervös war als das Kolloquium, fällt mir ein, dass ich während unserer Projektfahrt in die USA mit Prof. Herzog eine Postkarte zu meiner Stammkneipe, dem Herbsthaus, geschrieben habe und mich entschuldigt habe, dass ich drei Wochen nicht kommen konnte.

1.      Wie verlief Ihr Einstieg ins Berufsleben und wo kann man Sie beruflich derzeitig antreffen?

Der Einstieg ins Berufsleben verlief eher schleppend. Ich habe zwar viele Bewerbungen verschickt, trotzdem hat es erst nicht geklappt und ich bin ein, zwei Male knapp an einem Job vorbei geschrammt. Zwar habe ich mich jahrelang an der Hochschule in den unterschiedlichsten (hochschulpolitischen) Gremien, Projekten und bei Veranstaltungen für die Hochschule, die Stadt und den Campus Stendal engagiert und während meines Masterstudiums auch im International Office der Hochschule gearbeitet, die wirklich berufsspezifische Praxis aber war nur gering, sodass mir Mitbewerber knapp vorgezogen wurden.
Über persönliche Kontakte, bin ich dann bei meinem jetzigen Arbeitgeber gelandet. Ich arbeite jetzt als „Prüfungsassistent - Bereich Banken“ beim Genossenschaftsverband – Verband der Regionen e.V. Dies der größte genossenschaftliche Prüfungsverband Deutschlands, dessen Kernfelder die gesetzliche Prüfung und Beratung von (Kredit-)Genossenschaften, darüber hinaus aber auch die politische Interessenvertretung und Bildungspartner für die Genossenschaften ist.
Zusammengefasst ist es mein Job Volks- und Raiffeisenbanken zu prüfen. Darunter fällt die gesetzlich festgeschriebene Prüfung des Jahresabschlusses, aber auch Geldwäsche-, Wertpapier- oder Sonderprüfungen. Bis Ende 2021 werde ich dort zum Verbandsprüfer ausgebildet, sodass ich dann auch Prüfungen nicht nur assistieren, sondern auch selbst verantworten könnte.

Können Sie unseren zukünftigen Absolventinnen und Absolventen einen Rat mit auf den Weg geben?

Engagiert euch am Campus, in den Seminaren und vor allem in der Stadt, da ihr so einen positiven Mehrwert nicht nur für euch selbst, sondern auch für die nachfolgenden Studierendengenerationen schaffen könnt und den Campus in einem besseren Zustand verlasst als ihr ihn selbst vorgefunden habt. Beschränkt euch dabei nicht nur auf den Campus, sondern integriert euch auch im Studienort und bezieht die Leute aus der Stadt mit ein in das Campusleben, sodass die Grenzen zwischen Campus und Stadt verschwimmen. Gerade im studentischen Engagement auf dem Campus könnt ihr weitere wichtige Erfahrungen für euer weiteres Berufsleben sammeln.

Aber mein wichtigster Rat ist: Wenn die Dozenten während der Vorlesungen und Seminare merken, dass ihr euch wirklich bemüht, euch engagiert und aktiv studieren und lernen wollt, werdet ihr ihre volle Unterstützung bekommen, euch fachlich und vor allem persönlich weiterentwickeln und euer Studium mit Bravour meistern.

Haben Sie noch Kontakt zu Ihren damaligen Kommiliton*innen?

Durch die Sozialen Netzwerke ist die Aufrechterhaltung des Kontaktes schon ein bisschen einfacher geworden, auch wenn man sich eben nicht häufig sehen kann. Als ich noch im Master studiert habe, war zum Beispiel der Hochschulball in Stendal immer ein Anlass alte Studienkollegen aus dem Bachelor wieder zu treffen und ein paar Leute wenigstens für einen Abend zusammenzutrommeln. Auch nach Abschluss meines Studiums war ich jetzt schon ein paar Mal wieder zurück in Stendal, um alte Freunde vom Campus oder aus der Stadt wieder zu treffen. Gerade hatten wir ein Treffen mit ein paar Kumpels aus dem Studium in Magdeburg und fassen gerade den nächsten Termin ins Auge.

1.      Würden Sie sich über Ehemaligen-Treffen bzw. über einen Austausch mit Ihren ehemaligen Kommiliton*innen freuen? Und wenn ja, welche Formate würden Sie sich wünschen?

Ja, natürlich würde ich mich über die Möglichkeit von organisierten Ehemaligen-Treffen freuen. Für den Standort Stendal fallen mir zwar die beiden „Großveranstaltungen“ des Hochschulballs im Wintersemester und das Sommerfest im Sommersemester ein, aufgrund der begrenzten Kartenanzahl beim HSB und des Termins mitten in der Woche beim Sommerfest, aber nicht ideal für uns Ehemalige.  Gerne würde ich dann Formate bevorzugen, wo nicht nur das Netzwerken und Zusammenkommen der Alumni geschieht, sondern auch die derzeitigen Studierenden mit eingebunden sind und auch hier ein Austausch erfolgt. Mit Blick auf die Zukunft, sehe ich das 30-jährige Jubiläum der Hochschule als guten Anlass das alles im richtig großen Rahmen, zum Beispiel mit einem abendfüllenden Festakt, aufzuziehen und die Ehemaligen wieder zum Campus zu bekommen.

Rebecca Mahnke - Angewandte Kindheitswissenschaften

 

 

Rebecca Mahnke hat 2016 den Bachelorstudiengang Angewandte Kindheitswissenschaften absolviert. Ihr Weg führte die 25-jährige in den vergangenen Jahren an viele tolle Orte, aber am liebsten ist sie in Wald und Wiese unterwegs. Ihr Wunsch für die Zukunft ist die Möglichkeit, die Naturverbundenheit auch beruflich leben zu können.

 

Warum haben Sie sich für ein Studium an der Hochschule Magdeburg-Stendal und im Speziellen für den Studiengang Angewandte Kindheitswissenschaften entschieden?

Ich bin durch einen sehr glücklichen Zufall an der Hochschule Magdeburg-Stendal gelandet. Im Jahr 2013 habe ich mich an verschiedenen Orten für Soziale Arbeit, Sozialpädagogik, Sonderschulpädagogik und auch Angewandte Kindheitswissenschaften beworben. Stendal war die erste Zusage in meinem Briefkasten und mein damaliger Hauptwunsch Sonderschulpädagogik hat nicht geklappt. Ich bin also dem Ruf der Hochschule Stendal gefolgt. Zwei Wochen nach Studienbeginn bekam ich noch eine Zusage von Sonderschulpädagogik im Nachrückverfahren - aber da wollte ich schon nicht mehr weg aus Stendal.

Was haben Sie aus Ihrer Studienzeit mitgenommen?

Für mich war der interdisziplinäre Blick auf Kindheit, Jugend und Familie sehr wertvoll. Der Studiengang ermöglichte mir, das Kind als Subjekt und Akteur wahrzunehmen und diesen Ansatz in die Praxis zu bringen.

1.    Hat das Studium Sie auch menschlich geprägt?

Das Studium hat mich ganz besonders menschlich geprägt. Zum einen hat sich mein Blick auf Kindheit, Jugend und Familie verändert und zum anderen bin ich selbst gewachsen in dieser Zeit. Ich habe Positionen und Sichtweisen zu gesellschaftlichen und politischen Fragen entwickelt und gelernt, diese auch zu vertreten. Dafür ist Selbstreflexion eines der wichtigsten Instrumente, welches mir das kindheitswissenschaftliche Studium an die Hand gegeben hat.

1.    Wie verlief Ihr Einstieg ins Berufsleben und wo kann man Sie beruflich derzeitig antreffen?

Mein Berufseinstieg war sehr intensiv. Ich habe mich sehr darauf gefreut meine Vorstellungen und Ideale umsetzen und meine Rolle in der Berufswelt finden zu können. Das erste Berufsjahr hat mich dabei so an meine eigenen Grenzen geführt, dass ich einen wichtigen Break machte und ins Masterstudium "Beratung und Intervention" an der Fachhochschule Erfurt ging. Dort bin ich derzeit noch im Schreibprozess der Masterarbeit, räumlich kann man mich allerdings wieder in Stendal antreffen. Neben der Masterarbeit ist für mich derzeit die Aus- bzw. Weiterbildung zur Wildnispädagogin besonders wichtig und wegweisend für meinen weiteren beruflichen Weg.

Haben Sie noch Kontakt zu Ihren damaligen KommilitonInnen?

Ja, sogar sehr engen und dafür bin ich dankbar. Die Studienzeit in Stendal hat mir viele beste und enge Freunde geschenkt, die mich seit Abschluss stets begleiten.

1.    Würden Sie sich über Ehemaligen-Treffen bzw. über einen Austausch mit Ihren ehemaligen KommilitonInnen freuen? Und wenn ja, welche Formate würden Sie sich wünschen?

Der Austausch mit ehemaligen Kommiliton*innen ist mir sehr wichtig. Neben selbstorganisierten Möglichkeiten, die wir jetzt schon nutzen, würde ich mich über KiWi-Alumni-Treffen freuen, die attraktiv gestaltet sind, so dass sich viele ehemalige Studis auf den Weg nach Stendal machen.

Siyana Dimitrova - Journalistik/Medienmanegement

 

 

Siyana Dimitrova absolvierte 2016 den Bachelorstudiengang Journalistik/Medienmanagement.

Direkt nach ihrem Schulabschluss kam die gebürtige Bulgarin zum Studium nach Magdeburg. 2015 wurde sie mit dem DAAD-Stipendium für besonders begabte Absolventen deutscher Sprachdiplomschulen geehrt und ist seit Dezember 2017 Studienbotschafterin der Hochschule für Bulgarien.

Die 26-jährige wohnt mit ihrem Freund in Magdeburg und interessiert sich für Fremdsprachen, neue Kulturen, Reisen und Handarbeit.

Warum haben Sie sich für ein Studium an der Hochschule Magdeburg-Stendal, und im Speziellen für den Studiengang Journalismus/Medienmanagement entschieden?

In Bulgarien habe ich an einem Fremdsprachengymnasium gelernt, wo ich das Deutsche Sprachdiplom II (DSD II) erworben habe. Es ist nicht selten, dass die Absolventinnen und Absolventen von den verschiedenen Deutschen Schulen im Ausland (DAS, DSD oder FITS Schulen usw.) nach Deutschland für ihr Studium gehen. Am Ende der zwölften Klasse wurde ich mit dem „DAAD-Stipendium für besonders begabte Absolventen deutscher Sprachdiplomschulen“ für mein ganzes Studium (Bachelor und Master) in Deutschland  ausgezeichnet. Das war auch mein „Ausweis“ nach Deutschland. Für die Hochschule im Speziellen habe ich mich deswegen entschieden, weil es sehr praxisorientiert ist, weil es kleinere Seminargruppen gibt und ich der Meinung bin, dass man dadurch viel besser lernt. Außerdem fand ich Magdeburg als Stadt sehr schön – weder zu klein, noch zu groß, sehr nah an Berlin und vor allem sehr günstig für Studierende. Mittlerweile ist die Elb-Stadt mein zweites Zuhause geworden.

Da ich bereits in der Schule aktiv an vielen Medienprojekten, zum großen Teil auch in Deutschland durchgeführt, teilgenommen habe, war genau dieser Bereich von großem Interesse für mich. Ich fand es total toll, dass so viele Lehrredaktionen im Studium integriert sind und dass auch einige Dozenten direkt aus dem Berufsleben kommen und uns ihre ganzen Erfahrungen geben können. Ausschlaggebend war für mich auch das Pflichtauslandssemester während des Studiums, dass ich als Videojournalistin in der Kulturabteilung vom Goethe-Institut Barcelona, Spanien absolvierte.

Was haben Sie aus Ihrer Studienzeit mitgenommen?

Aus kleinen Ideen große Projekte zu realisieren und währenddessen stark zu arbeiten, bis ich zu dem gewünschten Endergebnis komme. Ich habe viel fachliches Wissen sowie soziale Kompetenzen erworben und das alles bringt mich jeden Tag ein Stück weiter als gestern.

1.     Hat das Studium Sie auch menschlich geprägt?

Auf jeden Fall! Ich bin selbstsicherer und offener geworden. Ich habe neue Blickwinkel erhalten und nicht zuletzt bin ich erwachsen geworden, allein dadurch, dass meine Familie 2.000 Kilometer weit weg von hier wohnt und ich fast allein mit diesem neuen Lebensabschnitt klar kommen sollte.

1.     Würden Sie zurückblickend auch einige Dinge anders gestalten? Und wenn ja, welche?

Alles, was ich hier gemacht, gelernt und erlebt habe, hat mir eine große Menge von Chancen ermöglicht, heute so weiter zu kommen. Als ich 2012 zum Studium nach Magdeburg kam, habe ich mir nicht einmal sogar vorgestellt, dass ich fünf Jahre später so viel erreichen können hätte.

1.     Gibt es aus Ihrer Studienzeit auch eine kleine Anekdote, die Sie uns erzählen möchten?

Oooh, ja! Das war bereits in der ersten Woche an der Hochschule. Wir saßen alle im Hörsaal und es war am Ende der Lehrveranstaltung, dann haben sich alle in ihren Terminkalendern die Aufgaben zum nächsten Mal und generell über die Vorlesung. Dann habe ich mir gedacht „O Gott, was machen sie denn alle, können sie sich das nicht einfach merken, warum sollen sie sich alles notieren?!?!“ Die Terminkalender waren davor für mich was komplett Unbekanntes und vor allem in der Form, dass man sich alles genauer aufschreibt bis wann und wo usw. Sowas haben wir in Bulgarien einfach nicht. Naja, eine Woche später hatte ich selber einen Terminkalender und ohne das kann ich jetzt mehr leben, da steht alles Wichtige drin. Sogar meine Familie macht schon ab und zu Scherze, ob ich mir dies und das notiert habe. :-)

1.     Wie verlief Ihr Einstieg ins Berufsleben und wo kann man Sie beruflich derzeitig antreffen?

Nach dem Bachelorstudium studierte ich an der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg Medienbildung: audiovisuelle Kultur und Kommunikation im Master. Neben dem Studium war ich in den Bereichen Internationalisierung und Deutsches Auslandsschulwesen sehr aktiv, wo ich auch meine eigenen Projekte zusammen mit dem Auswärtigen Amt leitete. Fast drei Jahre lang arbeitete ich als studentische Mitarbeiterin im International Office der Hochschule und seit Dezember 2017 wurde ich auch als Werbe- und Studienbotschafterin der Hochschule in Bulgarien tätig.

Seit 2018 hat die Hochschule sogar ein extra Programm dafür, so können internationale Studierende Studienbotschafter in ihrem Heimatland werden: www.h2.de/bids .

Nach dem Studium absolvierte ich ein Praktikum im Auswärtigen Amt in Budapest. Derzeit arbeite ich in der Deutschen Botschaft in Sofia.

1.     Können Sie unseren zukünftigen Absolventinnen und Absolventen einen Rat mit auf den Weg geben?

Immer aktiv zu sein, sich zu engagieren, möglichst viele Erfahrungen zu sammeln und möglichst viele Kontakte zu knüpfen, weil auch durch Austausch und Vernetzung großartige Projekte entstehen können. Wenn man das alles hat, dann hat man richtig viel erreicht und das wissen dann auch die Arbeitsgeber sehr zu schätzen.

1.     Haben Sie noch Kontakt zu Ihren damaligen KommilitonInnen?

Ja, ich treffe mich ab und zu mit meiner Freundinnen aus dem Bachelor. Einige sind in Magdeburg geblieben, andere doch nicht, deswegen ist es nicht immer einfach, einen Termin zu finden, an dem alle können, aber wir versuchen, uns mindestens einmal im Jahr zu sehen. Es ist dann immer sehr schön, weil jede von uns neue Eindrücke gewonnen hat, viel zu erzählen hat, manchmal erinnern wir uns auch an die Zeiten an der Hochschule. Es ist einfach toll! Mit vielen anderen bin ich in den sozialen Netzwerken befreundet und sehe ab und zu, wo der eine oder andere ist.

1.    Würden Sie sich über Ehemaligen-Treffen bzw. über einen Austausch mit Ihren ehemaligen KommilitonInnen freuen? Und wenn ja, welche Formate würden Sie sich wünschen?

Auf jeden Fall! Ich finde es sehr wichtig, wenn weitere Möglichkeiten geschaffen werden, damit sich die Leute wieder treffen, sich vernetzen und sich austauschen können. Ein jährliches Treffen auf dem Hochschulcampus wäre toll!

Christian Sehagen - Angewandte Kindheitswissenschaften

 

 

Christian Sehagen hat 2016 den Bachelorstudiengang Angewandte Kindheitswissenschaften absolviert. Er ist 38 Jahre und glücklich verheiratet. Seine vielfältigen Interessen liegen in den Bereichen Politik, Zeitgeschehen, Scientists- und Fridays-For-Future-Bewegung, Bekämpfung von Rechtsextremismus, Bildung sowie Retro (80er und 90er Jahre Musik, Filme, Lifestyle, Youngtimer) etc.

 

Warum haben Sie sich für ein Studium an der Hochschule Magdeburg-Stendal, und im Speziellen für den Studiengang Angewandte Kindheitswissenschaften entschieden?

Ich habe mich erst in fortgeschrittenem Alter (Anfang 30) dazu entschieden doch noch ein Studium anzufangen, nachdem ich jahrelang darüber nachgedacht, jedoch den Mut und das nötige Selbstvertrauen nicht hatte. Ausschlaggebend war das Bewusstsein, dass ich arbeitsbedingt sowie sozial nicht aufsteigen werde, sollte ich diesen Schritt nicht gehen. Bestärkt wurde ich durch meine damalige Partnerin und heutige Ehefrau und deren Familie, insbesondere meiner Schwägerin, die ebenfalls Angewandte Kindheitswissenschaften in Stendal studiert hatte. An besagtem Studiengang haben mich die abwechslungsreichen und auf mehrere wissenschaftliche Disziplinen beruhenden Inhalte interessiert.

Was haben Sie aus Ihrer Studienzeit mitgenommen?

Neben fachlichen Fähigkeiten habe ich vor allem eine gestärkte Haltung und ein erhöhtes Selbstvertrauen in mich selbst mitnehmen können, da ich der erste aus meiner Familie bin, der ein akademisches Studium absolviert hat. Nach der Arbeiterkinddefinition von Andreas Kemper, falle ich nämlich in diese Kategorie. Zudem habe ich zu schätzen gelernt, was Wissenschaft bedeutet und mich während des Studiums und auch danach anderen Wissenschaften geöffnet und nahezu eine Leidenschaft dafür entwickelt, Wissen regelrecht aufzusaugen und zu sammeln.

Würden Sie zurückblickend auch einige Dinge anders gestalten? Und wenn ja, welche?

Wenn sich die Frage auf das Studium bezieht, würde ich nicht viel anders machen. Ich denke, die ein oder andere Hausarbeit könnte auch mal lange vor dem Abgabetermin erledigt sein, jedoch zählt am Ende, dass alle Anforderungen für den angestrebten Abschluss erfüllt sind.

Wie verlief Ihr Einstieg ins Berufsleben und wo kann man Sie beruflich derzeitig antreffen?

Der berufliche Einstieg verlief schnell und unkompliziert. Mein Studium habe ich im Oktober 2016 beendet und trat meinen ersten Job am 01.11.2016 an. Ich begann meine kindheitswissenschaftliche bzw. sozialpädagogische Laufbahn in der Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, die in einer Wohngruppe zur Verselbständigung lebten. Nachdem das Projekt auslief, wechselte ich unternehmensintern in eine Wohngruppe mit sog. herausfordernden Kindern im Alter von 7 bis 16 Jahren, wo ich zugegebenermaßen zum ersten Mal an meine Grenzen stieß. In dieser Zeit habe ich viel darüber nachgedacht, wie mir meine fachlichen Grundlagen im Umgang mit diesen Kindern helfen können, fand allerdings keine dauerhaft gute Lösung. Zudem war diese Arbeit für mich alsbald sehr unbefriedigend, da ich keine Fortschritte erkennen konnte. Weder bei mir, noch bei den zu betreuenden Kindern. Eine ehemalige Kollegin formulierte es sehr schön: „Wir machen hier satt und sauber.“ Hier wurde mir klar, dass ich meinen beruflichen Fokus in Zukunft auf ältere Kinder, bzw. Jugendliche legen möchte, da mir der Zugang zu dieser Altersgruppe leichter fällt. Dennoch ist die Arbeit mit schwierigen jüngeren Kindern enorm wichtig und es gibt zum Glück gute Menschen, die in diesem Bereich hervorragende Arbeit leisten. Somit wechselte ich zu einem Bildungsträger, der im Auftrag des Jobcenters Projektarbeit für erwerbslose junge Erwachsene, bzw. langzeitarbeitslose ältere Erwachsene initiierte. Hiermit habe ich mich immer weiter von kindheitswissenschaftlichen Inhalten entfernt, dennoch hat mir diese Tätigkeit weitere wichtige Erfahrungen im Umgang mit Menschen beschert. Aufgrund einer schlechten wirtschaftlichen Lage musste mein Arbeitsverhältnis zum 01.11.2019 betriebsbedingt beendet werden. In wenigen Tagen beginne ich eine Tätigkeit in einem Internat, womit ich auch zu meinen kindheitswissenschaftlichen Wurzeln zurückkehren werde. Darüber hinaus hoffe ich, dass mir mein neuer Job ermöglicht berufsbegleitend einen Masterabschluss in Soziologie zu machen um irgendwann in Forschung und Lehre zurückkehren zu können.

Können Sie unseren zukünftigen Absolventinnen und Absolventen einen Rat mit auf den Weg geben?

Machen Sie sich keine Sorgen. Der Arbeitsmarkt für Kindheitswissenschaftler ist vorhanden. Es gibt eine Fülle an Möglichkeiten. Was am Ende der „richtige“ Beruf ist, stellt sich in der Praxis heraus. „Verkaufen“ Sie sich nicht unter Wert und tragen Sie den Studiengang selbstbewusst nach draußen in die Arbeitswelt. Nach wie vor ist dieser noch immer recht unbekannt, jedoch reagierten nach meiner Erfahrung stets alle Arbeitgeber*innen und Kolleg*innen sehr interessiert. Nehmen Sie alles an Fort-und Weiterbildung mit, was Sie interessiert bzw. was Ihnen angeboten wird. Verfolgen Sie dem Prinzip des lebenslangen Lernens.

Haben Sie noch Kontakt zu Ihren damaligen KommilitonInnen?

Vereinzelt

Würden Sie sich über Ehemaligen-Treffen bzw. über einen Austausch mit Ihren ehemaligen KommilitonInnen freuen?

Über ein Wiedersehen würde ich mich selbstverständlich freuen. Mich interessiert durchaus in welche Bereiche es meine KommilitonInnen verschlagen hat und von welchen Erfahrungen sie berichten.

Zum Format braucht es nur ein Wort: Herbsthaus. ;)

Antje Weisheit-Lewis - Architektur

Frau Weisheit-Lewis ist im Mai 2007 nach Neuseeland geflogen um dort ein Jahr mit einem work & holiday visa in Neuseeland rumzureisen. Dabei hat sie ihren australischen Mann kennengelernt. Seit 12 Jahren lebt sie nun in West Australien, ist seit 7 Jahren glücklich verheiratet und hat zwei wunderbare Töchter. Leider spielt sie derzeit kein Wasserball mehr, aber findet einen Ausgleich zwischen Familie, Business und Arbeit im Bauamt mit Laufen, Lesen und beim Paddle Boarding mit ihren Girls.

Warum haben Sie sich für ein Studium an der Hochschule Magdeburg-Stendal, und im Speziellen für den Studiengang Architektur entschieden?

Als ich meine Lehre als Stuckateurin angefangen habe, wusste ich, dass ich noch etwas mit Konstruktion studieren wollte, um nicht ewig auf dem Bau arbeiten zu müssen. Zu der Zeit wusste ich aber noch nicht, dass es Architektur sein würde, da mich Entwürfe nicht allzu sehr interessiert haben. Aber vor allem wusste ich nicht, ob es in Magdeburg oder einer anderen Stadt sein würde. Aber als ich die Zusage von Magdeburg erhalten hatte, habe ich mich dann doch gefreut, dass ich in meiner Heimatstadt bleiben kann.

Was haben Sie aus Ihrer Studienzeit mitgenommen?

Tolle Freundschaften, zu denen ich auch heute noch sehr guten Kontakt habe und natürlich eine Menge Wissen und Erinnerungen.

Hat das Studium Sie auch menschlich geprägt?

Auf jeden Fall! Durch vielen verschiedenen Leuten, deren unterschiedlichen Charakteren und Ansichten. Aber auch den vielen Diskussionen und Gesprächen mit meinen Dozenten.

Würden Sie zurückblickend auch einige Dinge anders gestalten? Und wenn ja, welche?

Mein Studium war die richtige Entscheidung aber ich habe es doch etwas bereut den angebotenen Studienplatz für ein Aufbaustudium in Denkmalpflege in Bamberg nicht angenommen zu haben. Was mich auch heute noch sehr interessiert, aber mir wiederum hier in Australien nichts genutzt hätte, da ich mein Wissen in der Denkmalpflege hier nicht benötige, geschweige denn anwenden könnte.

Gibt es aus Ihrer Studienzeit auch eine kleine Anekdote, die Sie uns erzählen möchten?

Och…da gibt es bestimmt einige…aber ich habe es immer genossen meiner chinesischen Freundin Jiayu Chen das deutsche Baugesetzbuch und deren Anwendungsbeispiele zu erklären. Das war manchmal sehr anstrengend aber auch wahnsinnig witzig und aus dieser gemeinsamen Zeit, ist eine meiner besten Freundschaften entstanden.

Wie verlief Ihr Einstieg ins Berufsleben und wo kann man Sie beruflich derzeitig antreffen?

Nicht so schnell wie vielleicht gehofft, aber ich habe einen Job in Bremerhaven/Bremen in einem Yacht Design Unternehmen angenommen und später bin ich nach Neuseeland und habe dann dort in meinem gelernten Beruf als Stuckateur gearbeitet. Dann bin ich meinem jetzigen Mann nach Port Hedland/West Australien gefolgt und habe dort im öffentlich Dienst - Bauamt gearbeitet. Dort habe ich dann auch alles über den australischen building code (Baugesetz) und Cyclonic Konstruktion Standards gelernt, da Port Hedland in einer der höchsten Cyclonic Wind Regionen in Australien liegt und alle Konstruktionen für diese Region speziell designed und zertifiziert sein müssen, dies muss durch einen Structural Engineer eingereicht werden. Nach fast 4 Jahren habe ich dann meine australische Anerkennung als Building Surveyor Level 2 bekommen und damit habe ich dann im privaten Engineering Unternehmen gearbeitet und danach in einem anderen Bauamt in Perth. 

Vor zwei Jahren habe ich mich selbständig gemacht und meine Firma “Baumhaus Building Services” gegründet. (baumhaus.com.au) NEIN, ich baue keine Baumhäuser =) Ich wollte etwas deutsches mit in meinen Firmennamen bringen und meine Girls halfen mit dem Namen. Ich assistiere mit allen benötigten Unterlagen für alle Bauanträge, was hier von einem einfachen Wintergarten, Pool oder industriellen Workshop bis hin zu illegalen Gebäuden (die es hier zu genüge gibt) beinhaltet. Hier in Australien kann ein Building Surveyor diese Dokumente zertifizieren/unterschreiben und den Bauantrag im Bauamt einreichen. Somit beträgt der Bearbeitungszeitraum nur 10 Arbeitstage(!). 

Nebenbei arbeite ich noch zwei Tage die Woche in unserem local Bauamt und helfe dort als Building Surveyor aus, somit bleibe ich mit den Australischen Standards, Regulations und Building Act immer auf dem neuesten Stand.

Können Sie unseren zukünftigen Absolventinnen und Absolventen einen Rat mit auf den Weg geben?

Am Anfang meines Studiums war ich mir nicht sicher, ob es die richtige Entscheidung war Architektur zu studieren aber nach dem Grundstudium habe ich dann einen besseren Überblick gehabt und mich schnell in einigen Gebieten festgefangen, die mich auch heute noch interessieren. Einfach Ruhe bewahren und step by step durch die Kurse gehen und dann kommt man schon zu dem, was einem Spaß macht und fesseln wird. Um ehrlich zu sein, ich mag bis heute kein Städtebau und würde auch nie hier als Planning officer (Stadtplaner) arbeiten. ; )

Haben Sie noch Kontakt zu Ihren damaligen KommilitonInnen?

Über soziale Plattformen habe ich noch Kontakt zu einigen Ehemaligen aber am meisten zu denjenigen, die auch Magdeburg verlassen haben.

Würden Sie sich über Ehemaligen-Treffen bzw. über einen Austausch mit Ihren ehemaligen KommilitonInnen freuen? Und wenn ja, welche Formate würden Sie sich wünschen?

Ein Treffen wäre super und interessant aber ich kann mir nicht vorstellen, wie man das zeitlich planen könnte, da so viele im Ausland wohnen und arbeiten. 

 

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