Design Thinking: Der Weg ist das Ziel

Das Mindset des Design Thinkings besteht aus drei Bestandteilen: konsequente Kundenorientierung, Teamgeist und eine positive Fehlerkultur.

Ich hätte, könnte, würde – oftmals stehen wir vor Entscheidungen, die wir letztendlich doch nicht treffen. Im Studium Generale der Hochschule Magdeburg-Stendal eröffnet Dozent Andreas Müller Studierenden und Hochschulbeschäftigten, aber auch externen Interessierten Wege, mit denen sie Ideen kreativ entwickeln und Probleme geschickt lösen können.

Text: Sascha Schüler und Adrian Osterburg

Seit dem Wintersemester 2008/09 gibt es das Studium Generale an der Hochschule Magdeburg-Stendal. Studium Generale – das heißt neben dem eigentlichen Studiengang selbstständig in zusätzlichen Kursen den Horizont erweitern. Aktuell nehmen in jedem Semester etwa 300 Studierende das Angebot wahr, davon kommen rund 30 Prozent von anderen Hochschulen wie der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.

Im Zentrum stehen beispielsweise Bewerbungstrainings, Führungskompetenzen und EDV-Kurse. Seine Wurzeln habe das Programm im Career Center der Hochschule, so Ilona Darius, zuständig für die Konzeption der Kurse. Das Angebot sei deshalb stark auf seinen Nutzwert ausgelegt. Es gehe vor allem darum, den Studierenden beim kommenden Berufseinstieg zu helfen, sich weiterzuentwickeln und den richtigen Karriereweg zu finden. Dafür wird das Programm laufend evaluiert und überarbeitet, unter anderem auch in Abstimmung mit Unternehmen hinsichtlich ihrer Erwartungen an Berufsanfängerinnen und -anfänger. So ergibt sich ein umfassendes Angebot, das zu seinen Hochzeiten über 50 Kurse beinhaltet. Zurzeit sind es knapp 40.

Neu ist ein übergreifendes Schwerpunktthema: Innovatives Denken. Der Kniff liege dabei in der doppelten Lesart, so Mario Heller, Leiter des Zentrums für Weiterbildung. „Einerseits soll man auf Innovationen hindenken, zum anderen soll das Denken aber auch selbst innovativ sein.“ Design Thinking ist dabei eine hilfreiche Denk- und Arbeitsweise, mit der viele Unternehmen wie zum Beispiel Airbnb, Bosch oder SAP arbeiten. „Mit Design Thinking werden Organisationen und Unternehmen dazu befähigt, mehr auf die Bedürfnisse von Nutzern zu achten, Neues auszuprobieren und interdisziplinär zu arbeiten“, weiß Design-Thinking-Coach Andreas Mueller. „Im Workshop werden wir ausgehend von einer Fragestellung Interviews führen, Lösungen generieren, Prototypen bauen und diese mit Nutzern testen. Dazu braucht es unter anderem Offenheit und Flexibilität, um unbekannte Menschen zu interviewen sowie vorschnelle Bewertungen zurückzustellen. Das ist auch für eigene Karriereentscheidungen hilfreich“, betont Mueller.

Künftig soll das Weiterbildungsangebot des Studium Generale noch enger mit dem Studienalltag verzahnt werden. Dafür sollen Kurse im Studium angerechnet werden können oder gar fester Bestandteil davon werden. Vor allem im Bereich der Schlüsselkompetenzen sei das von Vorteil, auch um die Fachbereiche zu entlasten, wirbt Mario Heller für die Idee. Zusätzlich soll die bereits bestehende Kooperation mit der ortsansässigen Volkshochschule erweitert und deren Kurse in das Angebot integriert werden.

„Design Thinking – mit Empathie Lösungen aus Kundensicht entwickeln“
10. und 11. Juli von 10 bis 17 Uhr
www.h2.de/studium-generale

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