Per Initiativbewerbung zum Traumjob

Absolventin Yvonne Gase arbeitet heute dank einer Initiativbewerbung als Controllerin bei Mercer Holz. Foto: privat

Aus treffpunkt campus Nr. 94, 02/2017

Nach einer Ausbildung zur Bürokauffrau entschied sich Yvonne Gase für ein Studium der Betriebswirtschaftslehre auf Diplom an der Hochschule Magdeburg-Stendal. Heute ist die 37-Jährige Controllerin bei Mercer Holz. Zu ihrem Traumjob gelangte sie mithilfe einer Initiativbewerbung.

Interview: Lisa Purrio

Was hat Sie motiviert, Betriebswirtschaftslehre an der Hochschule zu studieren?
Bevor ich mich für das Studium entschieden habe, absolvierte ich eine Ausbildung zur Bürokauffrau. Dabei wurde meine Neugier für die Betriebswirtschaftslehre geweckt. Dass ich dann an der Hochschule in Stendal studiere, stand für mich nicht mehr in Frage: Ich verfolgte die Entwicklung der Hochschule am Standort Stendal nahezu von Anfang an. Ein Teil dieser Hochschule zu werden, machte mich stolz – in der Heimat studieren, im Grünen und mit familiärem Flair.

Was waren prägende Eindrücke in Ihren Studienjahren?
Die Hochschule hat mich verändert, mich weiterentwickelt und meine Neugier für den Bereich Betriebswirtschaftslehre verstärkt. Ich wollte aus der Kleinstadt in die Welt hinaus. Das Auslandsemester ist eines meiner Highlights aus den Studienjahren: Die Möglichkeit für eine Weile im Ausland zu leben und zu arbeiten, ist eine unbezahlbare Erfahrung. Das gab Selbstvertrauen, Selbstständigkeit und Lust auf neue Aufgaben. Auch hier unterstützte mich die Hochschule mit großem Engagement.

Nun sind Sie bei Mercer Holz als Controllerin tätig. Was sind dort Ihre Aufgaben?
Ich bin verantwortlich für das interne Reporting der Monats-, Quartals- und Jahresberichte. Budgetplanung und Prognosen inklusive Abweichungsanalysen sowie Unterstützung der Geschäftsführung mittels strategischen Controllings gehören zu meinen Hauptaufgaben. Hinzu kommen die Überwachung der Unternehmens- und Bereichsziele sowie die Leitung und Dokumentation von Inventuren. Die Standardisierung und Optimierung von Analyse- und Reportingprozessen sowie die Optimierung der EDV-gestützten Ablaufprozesse runden mein Aufgabenfeld ab. Controlling in seiner ganzen Vielfalt und darüber hinaus.

Wie sind Sie zu dem Job bei Mercer Holz gekommen?
Über eine Initiativbewerbung, die sich gelohnt hat. Der Wunsch, in der Heimat zu bleiben und sich trotzdem weiterzuentwickeln, war groß. Ich stand kurz vor Abschluss eines Arbeitsvertrags in Köln, als ich die Einladung zum Vorstellungsgespräch bei der Mercer Holz bekam. Die Herausforderung, Forstwirtschaft und Betriebswirtschaft zu vereinen, wollte ich gern annehmen. Und es hat sich gelohnt. Heute arbeite ich nicht nur als Controllerin eng mit der Geschäftsführung zusammen, sondern kann mich immer mal wieder in Neu- und Weiterentwicklungen miteinbringen, mitgestalten und so die Ablauf- und Optimierungsprozesse dieser umfangreichen Einkaufs- und Logistikkette mitgestalten, dabei speziell im IT Bereich.

Inwieweit hat Sie Ihr Studium auf die jetzige Tätigkeit vorbereitet?
Dass ich das breite Controlling-Spektrum leben und ausführen kann, verdanke ich der Komplexität und dem Umfang meines Studiums an der Hochschule. Spezialisierungen von Ökonomie kleiner und mittelständischer Unternehmen, Logistik und SAP sowie Dienstleistungswirtschaft beinhalten heute einen Großteil meines Jobs. Der viel propagierte „Blick über den Tellerrand“ ist einer meiner wichtigsten Arbeitsmittel. Aber auch die Erkenntnisse aus dem Rhetorikseminar und Grundlagen der Personalführung stärkten mein Selbstvertrauen und erleichtern mir heute Präsentationsarbeiten und die Zusammenarbeit mit meinen Kolleginnen und Kollegen.

Welchen Tipp möchten Sie abschließend den heutigen Studierenden mit auf den Weg geben?
Ein Zitat vom Komiker Karl Valentin lautet: „Heute ist die gute alte Zeit von morgen.“ Auch wenn ihr es nicht zum ersten Mal hört: Genießt die schöne Studentenzeit! Seid fleißig, aber packt das Buch auch mal beiseite und erfreut euch am Studentendasein. Was für eine tolle Erinnerung!

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