Angewandte Hochschulforschung

Hochschuldidaktik, Organisationsentwicklung und Begleitforschung – unser integratives Modell angewandter Forschung.

Forschungsprojekte

Forschung findet in den folgenden Projekten statt:

Teilforschungsprojekt „Studierfähigkeit in Weiterbildungsstudiengängen“

Im Teilforschungsprojekt „Studierfähigkeit in Weiterbildungsstudiengängen“ wird eine von fünf Forschungsfragen im BMBF-Projekt „Weiterbildungscampus Magdeburg“ bearbeitet. Das Drittmittelprojekt „Weiterbildungscampus Magdeburg“ ist in der Förderlinie „Offene Hochschulen: Aufstieg durch Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) angesiedelt und wird in Kooperation der Hochschule Magdeburg-Stendal und der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg durchgeführt.

Ausgangspunkt des Konstrukts Studierfähigkeit ist die Annahme, dass gelingendes Studieren auf der erfolgreichen Integration von eigenen Studienzielen und Studienzielen des institutionellen Angebots aufbaut. Eine wesentliche Grundlage ist der souveräne Umgang mit kritischen Anforderungen im Studium als Grundlage für den gelungenen Integrationsprozess.

Studierfähigkeit wird als ein dynamisches Konzept verstanden, welches die Wechselwirkungen zwischen den spezifischen Rahmenbedingungen des jeweiligen Studienfachs (Studierbarkeit), seinen Lehrinhalten und seinen Kompetenzzielen und den individuellen Dispositionen und Kompetenzen der Studierenden erfasst.

Untersuchungsdesign

  • Rekonstruktion des Orientierungsrahmens der Studienkultur von zwei Pilotstudiengängen (Leitfaden-Interviews, dokumentarische Methode)
  • Entwicklung eines empirischen Erhebungsinstruments der Studierfähigkeit bei Studierenden in der Studieneingangsphase auf der Basis der qualitativen Untersuchung
  • Hochschuldidaktische Beratung der Gestaltung von Studiengängen auf der Grundlage des empirischen Instruments
  • Entwicklung und Implementation eines studienbegleitenden e-Portfolio-Konzepts in Pilotstudiengängen zur Unterstützung des individualisierten Studierens vor dem Hintergrund der Ergebnisse der qualitativen Untersuchung.        

Pilotstudiengänge:
ein Studiengang der Kreativwirtschaft und ein Studiengang der Gesundheitswissenschaft

Laufzeit:
01.08.2014 bis 31.01.2018

Förderung:
Bund-Länder-Wettbewerb "Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen"

Ansprechpartner/in:

  • Prof. Dr. Marianne Merkt

Publikationen:
Merkt, M.; Fredrich, H. (2017). Studierfähigkeit – der Blick aus dem Magdeburger Schwesterprojekt: Studierfähigkeit in Weiterbildungsstudiengängen. In: van den Berk et al. (Hrsg.). Studierfähigkeit - theoretische Erkenntnisse, empirische Befunde und praktische Perspektiven. Universitätskolleg Schriften Band 15. S. 171-189

Merkt, M.; Bechmann, M.; Fredrich, H. (2016): Online-communication as an aspect of student learning competencies; Think CROSS – Change MEDIA 2016, Magdeburg.

Merkt, M.; van den Berk, I. (2016). Bildungsprozesse in Hochschullehre und Hochschuldidaktik mit ePortfolios fördern. In: Ziegelbauer, S.; Gläser-Zikuda, M. (Hrsg.). (2015). Portfolio als pädagogisch‐didaktische Innovation in Schule, Lehrerbildung und Hochschuldidaktik. Klinkhardt-Verlag: Bad Heilbronn.

Merkt, M; Rebenstorf, H. (2016): “Was ist ein gutes Studium? Die Perspektive der Studierenden im BMBF-Projekt USuS”. König, K. (Hrsg.) "Gut studieren? Heute! Spurensuche nach Bedingungen und Möglichkeiten eines gelingenden Studiums in Bologna-Strukturen". AVM.edition: München.

Bechmann et al (2016) Ein Blick auf und in die Magdeburger Weiterbildungsforschung - Forschungsbasierte Projektarchitekturen. In: DGWF – Deutsche Gesellschaft für wissenschaftliche Weiterbildung: Hochschule und Weiterbildung, 2/2016, S. 32-40.

 

Weitere Informationen zum Weiterbildungscampus finden Sie hier:

http://www.weiterbildungscampus.de/

https://www.hs-magdeburg.de/weiterbildung/forschungsprojekt-weiterbildungscampus.html

Begleitforschung der Hochschulinitiative „Integration politischer Flüchtlinge mit akademischen Hintergründen bzw. Ambitionen (IpFaH)“

Die Begleitforschung zum Pilotprojekt der Hochschule Magdeburg-Stendal wird als Teil des Projekts „Integration politischer Flüchtlinge mit akademischen Hintergründen bzw. Ambitionen (IpFaH)“ (Laufzeit des Pilotprojekts: 2015-2018) durchgeführt. Zentrales Angebot im Rahmen des Pilotprojekts ist ein ca. einjähriger studienvorbereitender Intensivkurs in Deutsch als Fremdsprache (DaF). Im Sinne einer angewandten Hochschulforschung ist das Ziel der Begleitforschung zu untersuchen, inwiefern der DaF-Intensivkurs und die komplementären Angebote der Hochschule die Integration der Geflüchteten als eine spezifische Gruppe von 'non-traditional students' in die hiesige akademische Kultur fördern.

Ausgangspunkt ist die Annahme, dass die Integration in die akademische Kultur entscheidend ist für ein gelingendes Studieren. "Integration in die akademische Kultur" wird dabei verstanden als sozio-kulturelles Konzept akademischer und sozialer Integration nach Tinto (1975, 1987) und als ein Konzept der Hochschulsozialisationsforschung mit Rückgriff auf Bourdieu (vgl. Vosgerau 2005).

Herangezogen wird für die Untersuchung das Konstrukt der Studierfähigkeit als Grundlage für eine gelingende akademische Integration. Die Entwicklung von Studierfähigkeit - ein Komplex fachspezifischer und fachübergreifender Kompetenzen – (vgl. Bosse et al. 2014, Merkt 2014) vollzieht sich innerhalb eines wechselseitigen Anpassungsprozesses von Studierenden und Hochschule. Er hängt von individuellen Voraussetzungen auf Seiten der Studierenden ebenso ab wie von institutionellen Rahmenbedingungen. Von großer Bedeutung ist dabei die Studieneingangsphase als kritische Übergangsphase der Studierenden aus unterschiedlichen Herkunftskulturen in eine neue Kultur – die der Hochschulbildung (vgl. Merkt und Fredrich 2017). Zur Studieneingangsphase gehört nach dem Modell des Student Life Cycle auch die Studienvorphase (vgl. Hanft & Brinkmann 2013). Hinzugezogen werden außerdem Erkenntnisse zu Schüler/-innen und Studierenden mit Fluchthintergrund (vgl. McBrien 2005).

Untersuchungsdesign

  • Rekonstruktion der Erlebnisse der Teilnehmenden im Rahmen des DaF-Intensivkurses und der komplementären Angebote der Hochschule  (leitfadengestützte Gruppendiskussionen, Auswertung mittels der Dokumentarischen Methode)
  • Visualisierung der wahrgenommenen Wichtigkeit der Teilangebote zur Vorbereitung auf ein Studium und der Zufriedenheit damit
  • Kurzfragebogen
  • Hochschuldidaktische Hinweise für die Gestaltung zukünftiger Angebote für die Zielgruppe auf Basis der empirischen Erkenntnisse

Pilotstudiengänge:
1. Jahrgang des Pilotprojekts IpFaH (2015/2016) an der Hochschule Magdeburg-Stendal

Laufzeit:
01.04. bis 31.12.2016

Förderung:
Programm „Integra16“ des DAAD und hochschulinterne Mittel

Ansprechpartnerinnen:

  • Prof. Dr. Marianne Merkt

Publikationen:
Tinto, V. (1975). Dropout from Higher Education: A Theoretical Synthesis of Recent Research. Review of Educational Research, 45, 1, S. 89-125.

Tinto, V. (1987). Leaving College: Rethinking the Causes and Cures of Student Attrition. Chicago. Chicago University Press.

Vosgerau, K. (2005): Studentische Sozialisation in Hochschule und Stadt. Theorie und Wandel des Feldes. Frankfurt a.M.

Bosse, E.; Schultes, K. & Trautwein, C. (2014). Studierfähigkeit als individuelle und institutionelle Herausforderung. In: Lenzen, S. & Fischer, H. (Hrsg.). Change: Hochschule der Zukunft. Konferenztag Studium und Lehre, Jahrestagung Universitätskolleg. Universitätskolleg-Schriften, Bd. 3, S. 37-42. Hamburg: Universität Hamburg.

Merkt, M. (2014). Konzepte von Studierfähigkeit. Was die Forschung von der Praxis weiß und was die Praxis von der Forschung wissen kann. In: Lenzen, S. & Fischer, H. (Hrsg.). Universitätskolleg-Schriften, Band. 2, S. 21-30. Hamburg: Universität Hamburg.

Merkt, M.; Fredrich, H. (2017). Studierfähigkeit – der Blick aus dem Magdeburger Schwesterprojekt: Studierfähigkeit in Weiterbildungsstudiengängen. In: van den Berk et al. (Hrsg.). Studierfähigkeit - theoretische Erkenntnisse, empirische Befunde und praktische Perspektiven. Universitätskolleg Schriften, Band 15., S. 171-189. Hamburg: Universität Hamburg.

Hanft, A.; Brinkmann, K. (2013). Offene Hochschulen. Die Neuausrichtung der Hochschulen auf Lebenslanges Lernen. Münster: Waxmann Verlag.

McBrien, J. L. (2005). Educational Needs and Barriers for Refugee Students in the United States: A Review of the Literature. Review of Educational Research, 75, 3, S. 329-364.

In Vorbereitung

Merkt, M.; Eisenächer, K.; Gottschling, M. (2017). Die Angebote von 54 deutschen Hochschulen für Geflüchtete im Wintersemester 2015/16 – eine qualitative Analyse.

Merkt, M.; Eisenächer K. (2017). Akademische Integration Geflüchteter – Ergebnisse aus dem Pilotprojekt der Hochschule Magdeburg-Stendal.

Weitere Informationen zur Begleitforschung der Hochschulinitiative „Integration politischer Flüchtlinge mit akademischen Hintergründen bzw. Ambitionen (IpFaH)“finden Sie hier:

https://www.flucht-forschung-transfer.de/map?o=16655#14/52.1316/11.6593

Begleitforschung „Studierfähigkeit im Entwicklungsprojekt Mathe-Online“

Ziel des Projekts Mathe-Online ist die Entwicklung des vorhandenen Lehr-Lernszenarios der Mathematik-Ausbildung im Ingenieursstudium. Durch die Implementation von stärker individualisierten Assessment- und Feedbackprozessen und spezifischen Mathematik Aufgaben mit Feedback-Schleifen soll eine integrierte Lernumgebung online und offline mit Unterstützung durch studentische Mathematiktutor/innen aufgebaut werden.

Forschungsfragen:

Um die Entwicklung des didaktischen Settings empirisch fundiert begleiten zu können, wurde eine begleitende Forschung durchgeführt, die von folgenden Forschungsfragen geleitet war:

  • Wie kann die Studierendenpopulation unter dem Fokus der Heterogenität der Studierenden in vier Studiengängen in einem ingenieurwissenschaftlichen Fachbereich im ersten Semester deskriptiv beschrieben werden?
  • Können Zusammenhänge zwischen dem (Nicht-)Bestehen der Mathematik-Klausur und hochschulexternen sowie hochschulinternen Einflussfaktoren auf das (Nicht-)Bestehen in den erhobenen Daten als Grundlage für weitere Hypothesen zur Entwicklung des didaktischen Szenarios identifiziert werden?

Forschungsdesign:
Längsschnittliche Untersuchung mit zwei Erhebungen pro Kohorte und drei Erhebungen in drei Kohorten

Erhebungsinstrument:
Standardisierter Fragebogen mit folgenden Dimensionen

  • sozio-demografischer Hintergrund
  • Motivationale Variable
  • Selbstevaluation der Kompetenzen (vgl. Trautwein 2013)
  • Lernerfolg
  • Evaluation der Lehr-Lernumgebung
  • Investierte Zeit in Studium & Nebentätigkeit und
  • offene Fragen

Datenauswertungen

  • Vergleichende Beschreibungen der drei Studierendenkohorten (WiSe 2013/14, WiSe 2014/15, WiSe 2015/16)
  • Vergleich der jeweiligen Kohorten zu Beginn des ersten (t1) und zu Beginn des zweiten Semesters (t2)
  • Vergleich der aggregierten Kohorten unter Einbezug weiterer Einflussfaktoren
  • Weitere untersuchte Zusammenhänge
  • Schulabschluss und Note in der Abschlussklausur
  • Online-Kurs und Selbstregulation in der Erhebung 2013/2014
  • Bestehensquote und institutionelles Angebot

Laufzeit:
01.07.2013 bis 30.09.2016

Förderung:
BMBF-Förderlinie Qualitätspakt Lehre, Förderkennzeichen 01PL11094 und hochschulinterne Mittel

Ansprechpartnerinnen:

  • Prof. Dr. Marianne Merkt

Publikationen:
Merkt, M.; Krauskopf, K.; Breitschuh, C. (in Vorbereitung). Heterogenität in der Mathematik-Ausbildung ingenieurwissenschaftlicher Studiengänge empirisch fundiert fördern.

Merkt, M.; Krauskopf, K.; Breitschuh, C. (2017). Heterogenität empirisch fundiert fördern. Ein Beispiel der Mathematik-Ausbildung in ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen. Vortrag dghd Jahrestagung 2017. TH Köln.

Merkt, M.; Krauskopf, K.; Breitschuh, C. (2016). Discovering the matching patterns. A Design-based Research approach for an Academic Development project in a Math entry course at Engineering faculties. Presentation ICED Conference 2016. Cape Town.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Forschungsprojekt „Industrial eLab“ an der Hochschule Magdeburg-Stendal

„Industrial eLab“ ist ein Verbundprojekt der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und der Hochschule Magdeburg-Stendal, welches die Erforschung von Remote-Laboren zur Unterstützung der Laborausbildung im MINT-Bereich im Fokus hat.

Remote Labore ermöglichen den zeit- und ortsunabhängigen Zugriff auf das reale Labor und sind somit theoretisch ideal an heterogene Lebensumstände der Studierenden angepasst. Die Herausforderungen liegen einerseits in der Berücksichtigung der unterschiedlichen Lernvoraussetzungen der Studierenden, andererseits in der Frage der Übertragbarkeit des Konzepts von einfachen Roboteranwendungen hin zu komplexen Werkzeugmaschinen. Diese Desiderate in Forschung und Lehre adressiert das hier beschriebene Teilprojekt. Zielstellung des Teilprojekts ist einerseits die didaktische Erforschung und Weiterentwicklung eines Remote-Labors hin zu einem adaptiven Lehr-Lern-System, angepasst an die Unterstützungsbedarfe der Studierenden. Daneben steht die Erforschung der Übertragbarkeit des Remote-Labor-Konzepts auf Laboranwendungen im Maschinenbau.

Vorgehen:

  • Wissenschaftliche Evaluation eines bestehenden Remote-Labors an der Informatik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
  • Entwicklung eines Konzepts zur (medien-)didaktischen Gestaltung des Remote-Labors vor dem Hintergrund heterogener Vorwissensstände
  • Entwicklung, Implementierung und Evaluation eines adaptiven Remote-Labor-Systems
  • Erforschung der Übertragbarkeit des Remote-Labor-Konzepts auf industrienahe Werkzeugmaschinen an der Hochschule Magdeburg-Stendal, Implementierung und Evaluation eines Prototypen
  • Erforschung von Bedingungen und Unterstützungsmöglichkeiten für die Nutzung zum Lehren und Lernen
  • Entwicklung von Werkzeugen zur didaktischen Unterstützung der Lehrenden bei der Nutzung

Laufzeit:
01.02.2017 bis 31.01.2020

Förderung:
BMBF („Forschung zur digitalen Hochschulbildung“)

Ansprechpartnerinnen:

  • Prof. Dr. Marianne Merkt

Weitere Informationen zum Verbundprojekt „Industrial eLab“ finden Sie hier:

https://www.wihoforschung.de/de/industrial-elab-1343.php

Studentisches Forschungsprojekt „Studentisches Wohlbefinden als Grundlage für eine langfristig erfolgreiche Studienperformanz“

Angenommen wird, dass das Wohlbefinden der Studierenden, im Englischen unter dem wissenschaftlichen Begriff „student well-being“ bekannt, eine wichtige Grundlage für eine dauerhafte und erfolgreiche Performanz im Studienverlauf ist. Vor dem Hintergrund der Modelle der gesundheitsfördernden Organisationsentwicklung wurde zunächst angenommen, dass sowohl die persönlichen Voraussetzungen der Studierenden als auch die Rahmenbedingungen des Studiums eine Auswirkung auf das Wohlbefinden der Studierenden haben. Von besonderem Interesse ist, im Forschungsprojekt herauszufinden, wie die Rahmenbedingungen des Studiums auf das Wohlbefinden der Studierenden als Grundlage für eine dauerhaft gelingende Performanz Einfluss nehmen und ob sich daraus Hinweise oder Impulse für die Entwicklung von Rahmenbedingungen im Kontext von Studiengangsentwicklungen ableiten lassen.

 

Forschungsdesign:

  • Entwicklung eines theoretischen Modells des "student well-being“ (Wintersemester 2016/17)
  • Qualitative Erhebungen zum "student well-being" (Sommersemester 2017)

Laufzeit:
Wintersemester 2016/17 und Sommersemester 2017

Ansprechpartner/innen:

  • Prof. Dr. Marianne Merkt
  • Wanda Sophie Hellmann
  • Adeline Wissel
  • Alexander Ciecholewski
  • Alexander Fast

Mitarbeit am Promotionsstudiengang „Berufsbildung und Personalentwicklung“

Der Promotionsstudiengang "Berufsbildung und Personalentwicklung" ist an der Fakultät für Humanwissenschaften der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg angesiedelt. Als Lehrende und als Betreuende der Forschungsvorhaben wirken Professor/innen der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und anderer Universitäten und Hochschulen mit. Anlass dieses Studienganges ist sowohl die strukturierte, qualifizierte und engmaschige Betreuung von Doktorand/innen, als auch die Einbindung von Fachhochschulen in die Promotionsverfahren. Die Professur für Lehr-Lern-Forschung, Hochschuldidaktik und Wissensmanagement, die gemeinsam mit zwei Professoren der Universität Magdeburg den Themenbereich Hochschuldidaktik, Hochschulforschung und Erwachsenenbildung verantwortet, betreut innerhalb dieses Studienganges zwei projektbezogene Promotionsvorhaben.

Forschungsprogramm „Studierfähigkeit“

Im Forschungsprogramm „Studierfähigkeit“ liegt der Fokus auf der Frage, wie sich der kulturelle Integrationsprozess der Studierenden in die Hochschulkultur in der Studieneingangsphase gestaltet. Das Konstrukt Studierfähigkeit beruht auf der Annahme, dass gelingendes Studieren einen Integrationsprozess in der Studienvor- und Studieneingangsphase voraussetzt, der sowohl ein fachlicher als auch ein akademischer Sozialisationsprozess ist. Dieser Prozess, der von den Studierenden geleistet werden muss, beinhaltet die Verknüpfung der eigenen Studienziele mit den Studienzielen des institutionellen Angebots. Eine wesentliche Grundlage für das Gelingen dieses Prozesses ist der souveräne Umgang mit kritischen Anforderungen im Studium. Studierfähigkeit wird in diesem Konstrukt als ein dynamisches Konzept verstanden, welches die Wechselwirkungen zwischen den spezifischen Rahmenbedingungen des jeweiligen Studienfachs (Studierbarkeit), seinen Lehrinhalten und seinen Kompetenzzielen und den individuellen Dispositionen und Kompetenzen der Studierenden erfasst.

 

Forschungskooperation zu Studierfähigkeit

Das Projekt Hamburger Modell "Studierfähigkeit" ist Teil des Universitätskollegs der Universität Hamburg, das von 2012 bis 2016 im Rahmen des"Qualitätspakts Lehre" vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird.

Mit dem Teilprojekt besteht ein regelmäßiger wissenschaftlicher Austausch zur Frage, wie sich Studierfähigkeit von Studierenden in der Studieneingangphase aufgrund des institutionellen Kontextes der Hochschule entwickelt.

weitere Informationen

Theoretisches Modell

Im Antrag des Projekts "Qualität2" wurden als wesentliche Entwicklungsfelder der Hochschule Magdeburg-Stendal die Didaktik und die Struktur in Studium und Lehre im Kontext des Bologna-Prozesses identifiziert. Um dem hochschuldidaktischen Aufwand professionell zu begegnen, wurde im Rahmen der Professur am ZHH ein integratives Modell der drei Handlungsfelder Hochschuldidaktik, Organisationsentwicklung, Begleitforschung entwickelt.  

Theoretisches Modell

Dieses Modell versucht den wechselseitigen Abhängigkeiten von Hochschuldidaktik, Organisationsentwicklung und empirischer Forschung gerecht zu werden (siehe Abbildung). Angewandt ist die Forschung in dem Sinn, dass allen Forschungsaktivitäten das Ziel zugrunde liegt, die Didaktik und Struktur in Studium und Lehre an der Hochschule zu optimieren. Eine grundlegende Annahme dabei ist, dass alle an der Hochschule beteiligten Akteursgruppen eingebunden werden müssen, da für die Konstruktion der Studienrealität Studierende, Lehrende, Verwaltung und zentrale Einrichtungen in ihrem Zusammenwirken relevant sind.

Forschungsmethodisches Vorgehen

Um einem solch komplexen Anspruch gerecht zu werden, folgt das ZHH der Idee, mit verschiedenen methodischen Ansätzen auf den verschiedenen Ebenen der Hochachulakteure einzelne tiefgreifene Analysen durchzuführen. Dabei sind sowohl Dokumentenanalysen zur Charakterisierung von strukturell verankerten Eigenheiten einzelner Studiengänge, als auch lokale empirische Erhebungen zu einzelnen Interventionen Teil der Forschungsstrategie. Im Hinblick auf die Teilfragestellungen der empirischen Studien bewegen sich diese zwischen verallgemeinbaren Erkenntnissen zur Entwicklung von Studierfähigkeit in der Studieneingangsphase auf der einen Seite und spezifischen Erkenntnissen, die der Weiterentwicklung der Hochschuldidaktik an der Hochschule Magdeburg-Stendal dienen auf der anderen Seite.

Kontakt

ZHH-Leitung
Prof. Dr. Marianne Merkt

Tel.: (0391) 886 42 78
E-Mail: marianne.merkt(at)hs-magdeburg.de

Besucheradresse: MD, Haus 4, Raum 2.08

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