"Jugendkultur Stendal 1950-1990"

Projektbeschreibung

 

Die Studie "Jugendkultur in Stendal 1950-1990" dient der Aufarbeitung lokaler jugendkultureller Geschichte und trägt in zweifacher Hinsicht zu einer Korrektur der Jugendkulturgeschichtsschreibung bei. Denn bislang ist die Jugendkulturforschung vornehmlich auf westdeutsche Entwicklungen ausgerichtet und beschränkt sich zudem überwiegend auf (groß-)städtische Milieus.

Im Zentrum der Studie stehen Gespräche mit "Zeitzeugen", die über ihre "Jugend(kultur-Geschichte)" in Stendal zu Zeiten der DDR berichten. In den Interviews geht es um persönliche Erlebnisse und Erfahrungen aus der "Jugendzeit", insbesondere um - Orte, an denen die Jugend verbracht wurde (z.B. Jugendzentren, Cafés, Kneipen, öffentliche Plätze), - Veranstaltungen (z.B. Konzerte, Tanz- und Sportfeste), - Musik, Kleidung und Jugendstile.

Es geht in den Interviews schließlich aber auch um Einstellungen gegenüber Jugendlichen in der jeweiligen Zeit und deren Interessen und Engagement sowie deren Positionierung durch die Gesellschaft. Die Interviews werden mit HD-Kamera im Studio des Offenen Kanals aufgenommen sowie ergänzt um "Stadtspaziergänge". Zudem sollen möglichst viele Dokumente (Fotos, Filmaufnahmen, Plakate, Zeitungsberichte, Ton-/Musikaufnahmen etc.) aus der jeweiligen Zeit gesammelt und als weitere Informationsquellen hinzugezogen werden. Die in einem qualitativen Forschungsdesign angelegte Studie wird nach der Datenaufbereitung (Globalanalyse, Grounded-Theory-Methodologie) mit Präsentationskonzepten der performativen Sozialwissenschaften verknüpft, um die Ergebnisse breit zugänglich zu machen.

Bericht Volkstimme [6/2015]

Bericht Volksstimme [4/2016]

Projektleitung

Prof. Dr. Günter Mey (Angewandte Humanwissenschaften, Hochschuhe Magdeburg-Stendal)

Kooperation

Offener Kanal

Studentische Mitarbeiterinnen

Imke Ahlers, Henrike Krause, Aileen Piechocki

Teilnehmende der Projektgruppe (2015): Imke Ahlers, Ariane Böckh, Leonie Goebel-Künnecke, Viktoria Hahnefeld, Katharina Hummel, Anna-Maria Klaus, Henrike Krause, Karola Mühlberg, Aileen Piechocki, Linus Rupp, Marleen Schröer

Förderung

Förderkreis für den Standort Stendal der Hochschule Magdeburg-Stendal e.V. und Kaschade-Stiftung

 

 

Kontakt

Entwicklungspsychologie
Prof. Dr. habil. Günter Mey

Tel.: (03931) 2187 3820
Fax: (03931) 2187 4870
E-Mail: guenter.mey(at)hs-magdeburg.de

Besucheradresse: Osterburger Straße 25, Haus 3, Raum 0.20

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