Dr. Heike Kanter

Werdegang

seit 12/16
Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt Qualitätspakt Lehre, Qualität², im Fachbereich Angewandte Humanwissenschaften der Hochschule Magdeburg-Stendal

2015 - 2016
Projektmitarbeit: "Die kommunikative Konstruktion des sozialen Imaginären in Kunst und Alltag der Gesellschaft - untersucht am Beispiel des Konzepts Nachhaltigkeit", Leuphana Universität Lüneburg, Prof. Dr. Regine Herbrik

2015
Promotion: "Ikonische Macht. Zur sozialen Gestaltung von Pressebildern" bei Prof. Dr. Erhard Stölting / Prof. Dr. Dr. Ralf Bohnsack

2012 - 2013
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Arbeitsbereich: "Qualitative Bildungsforschung" Freie Universität Berlin, Prof. Dr. Dr. Ralf Bohnsack

2008 - 2011
Bildredakteurin taz. die tageszeitung

2007 - 2008
Bildredakteurin Berliner Zeitung

1999 - 2006
Studium Soziologie, Kunstgeschichte und Geschichte an der Universität Potsdam, Humboldt-Universität zu Berlin, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i.Br. sowie Universidad de Sevilla, Spanien.

Publikationen

aktuell:

  • Kanter, Heike/Koltermann, Felix (i.E.). Astro-Alex auf dem Weg zur ISS: Kontextwandel bildjournalistischer Kommunikation im digitalen Journalismus. In: Brantner, Cornelia/Götzenbrucker, Gerit/Lobinger, Katharina/Schreiber, Maria Vernetzte Bilder. Visuelle Kommunikation in Sozialen Medien. Köln: Halem.
  • Kanter, Heike /Herbrik, Regine (2019). Gespräche über Nachhaltigkeit - nachhaltige Gespräche? Die kommunikative Konstruktion der sozialen Fiktion Nachhaltigkeit. In: FQS 20(1), Art. 5.

Monographie:

  • Kanter, Heike (2016). Ikonische Macht. Zur sozialen Gestaltung von Pressebildern. Opladen/Berlin/ Toronto: Budrich.

Beiträge in Zeitschriften, Sammelbänden & Lehrbüchern:

  • Kanter, Heike (2018). Analysing Press Pictures with the Documentary Method. Methodological Aspects and Steps of Interpretation. In: Photographs and History. Interpreting Past and Present Through Photographs. Kleemola Olli, Pitkänen Silja (Ed). Turku, University of Turku. 37-61.
  • Kanter, Heike/Pilarczyk, Ulrike (2018). The Wasted Youth. Bilder von Jugend/lichkeit im 21. Jahrhundert. In: Zeitschrift für Pädagogik. 64 (3), S. 290-306
  • Kanter, Heike (2018) Die Dokumentarische Methode: methodologische Grundlagen und interpretative Forschungspraxis am Beispiel der Analyse 'öffentlicher Bilder'. In: Akremi, L./ Baur, N./Knoblauch, H./Traue, B.. Interpretativ Forschen. Ein Handbuch für die Sozialwissenschaften. Weinheim/München: Juventa, S. 315-341.
  • Kanter, Heike (2018). Ikonische Macht. Zum Verhältnis von Ikonizität und Sozialität in der Gestaltung von Pressebildern. In: Stoellger, P. (Hg.). Bildmacht - Machtbild. Zur Deutungsmacht des Bildes. Würzburg: Königshausen und Neumann, S. 149-172.
  • Kanter, Heike (2017). Soziologische Kurzsichtigkeit? Was Bilder zum Erforschen von Gesellschaft beitragen können. In: https://soziopolis.de/verstehen/was-tut-die-wissenschaft/artikel/soziologische-kurzsichtigkeit/
  • Kanter, Heike/Herbrik, Regine (2016). Nachhaltigkeit - eine mächtige, normative, soziale Fiktion. In: Swissfuture 4(1), S.12-14.
  • Kanter, Heike (2016). Ästhetisches Agieren und die Auslegung von Welt - ikonische Macht in der Gestaltung von Pressefotografien. In: Breckner, R./Pribersky, A. (Hg.). Themenheft: "Bildhandeln und Visuelle Politik". 02/2016, Österreichische Zeitschrift für Soziologie, S. 187-211.
  • Kanter, Heike et al (2015). Die 'rechte Mitte' im Bild - Eine rekonstruktive Bildanalyse zum NSU. In: sozialersinn. Zeitschrift für hermeneutische Sozialforschung, 16(1), S. 3-25.
  • Kanter, Heike (2015). Vom fotografierten Körper zum veröffentlichten Bild - Zur Rekonstruktion von Pressefotografien in Tageszeitungen. In: Bohnsack, R./Michel, B./Przyborski, A. (Hg.) (2015) Dokumentarische Bildinterpretation. Methodologie und Forschungspraxis. Opladen/Berlin/Toronto: Budrich, S.147-167.
  • Kanter, Heike (2014). Aufklärerische Begierde. Auch kritische Bücher sind vor dem kolonialen Blick nicht gefeit. In: iz3w, 344/2014, S.40-41.
  • Kanter, Heike (2012). Die Macht in Bildern - Habitus, Bildakt & ikonische Macht. In: Lucht, P./Schmidt, L.-M./ Tuma, R. (Hg.): Visuelles Wissen und Bilder des Sozialen. Aktuelle Entwicklungen in der visuellen Soziologie. Wiesbaden: VS Verlag, S.107-122.

Rezensionen:

  • Kanter, Heike (2015). Rezension: Aglaja Przyborski/Günther Haller (Hg.) (2014). Das politische Bild. Situation Room: ein Foto - vier Analysen [15 Absätze]. Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research, 16(1), Art. 10, http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0114-fqs1501102.
  • Kanter, Heike (2013). Rezension: Daniel Hornuff. Bildwissenschaften im Widerstreit. Belting, Boehm, Bredekamp und Burda. In: Zeitschrift für qualitative Forschung,14.Jg./1.2013.

Vorträge & Workshops

Vorträge

aktuell:

  • Podiumsteilnahme: "Besondere Herausforderungen didaktischer Konzepte zur Vermittlung von Forschungs- und Schlüsselkompetenzen vor dem Hintergrund komplexer Dynamiken globaler und lokaler Entwicklungen" im Rahmen der Adhoc-Gruppe "Die Lehrmethoden der Forschungsmethoden. Lehrforschungsprojekte, digital unterstütztes Lernen und mehr", 39. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, https://www.conftool.pro/dgs2018/sessions.php 24.-28.September 2018, Göttingen"

  • Zwischen den Bildern? Zur Rolle von Ikonizität in der visuellen Soziologie, Vortrag 39. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, https://www.conftool.pro/dgs2018/sessions.php 24.-28.September 2018, Göttingen
  • Wenn Kindheitsbilder ins Wanken geraten - wie die Fotografie des toten Aylan Kurdis nicht nur die "Flüchtlingskrise" sichtbar macht, Vortrag Sektionstagung Soziologie der Kindheit, www.soziologie.de/sektionen/sektionen/soziologie-der-kindheit/veranstaltungen-der-sektion/ 11.-13.Oktober, Stendal

Weitere Vorträge (Auswahl)

  • Das Format der "Reflexionstage" - Möglichkeiten und Grenzen einer partizipativen Hochschuldidaktik oder: was können wir der 'Bologna-Lähmung' entgegensetzen? Vortrag, dghd-Jahrestagung, 28.2.-2.3.2018, Karlsruhe, weiterlesen
  • Qualitatives Forschen im peer-to-peer - Methodenlehre an der Hochschule Magdeburg-Stendal. Posterpräsentation, HoC-Tagung "Professionalisierung von Schlüsselqualifikationsangeboten: Woher wissen wir, was wir tun?" 8.-10.10.2017, Karlsruhe.
  • Kanter, Heike (2018). Doing iconic politics. Wie Tageszeitungen unser Bild von der Politik prägen. SFU Wien.
  • Kanter, Heike (2016). Imaginäre Welten? Zur empirischen Rekonstruktion von Weltanschauungen in Schulbüchern mit Fokus auf Migration und Geschlecht. Gender Studies Kolloquium: Heterogene Vorstellungswelten - Didaktische Imaginationen pluralisierter Gesellschaften, HU Berlin.
  • Kanter, Heike (2015). Ästhetisches Agieren in Fotografien: Zur Analyse der bildlichen Gestaltung sozialer Verhältnisse. 1. Sektionskongress der Wissenssoziologie, Universität Koblenz-Landau.
  • Kanter, Heike (2015). Habitus und ikonische Macht. Zur sozialen Gestaltung von Bildern. Bildmacht - Machtbild, Universität Rostock, Kooperationstagung des DFG-GRK Deutungsmacht mit der GIB (Gesellschaft für interdisziplinäre Bildwissenschaft), Rostock.
  • Kanter, Heike (2014). Image and Imagination - implicit knowledge in the formation of the image and the continous modus operandi of image makers. Fifth International Conference on the Image. FU Berlin.
  • Kanter, Heike (2014). Ikonische Macht - Bildlichkeit in sozialen Beziehungen. Adhoc-Gruppe "Das Bild in der Soziologie - Relevanzen und Relationen von Ikonizität und Sozialität ". 37. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, Trier.
  • Kanter, Heike (2013). Macht durch Bilder. Auswahlprozesse von Pressefotografien. Symposium: "Zwischen Theorie und Praxis: Bildredaktion - Selektionsprozesse im digitalen Zeitalter", Neue Schule für Fotografie, Berlin.

Leitung von Workshops (Auswahl)

  • Workshop "Visualisierung und qualitative Bildforschung" beim 14. Berliner Methodentreffen 2018, http://www.qualitative-forschung.de/methodentreffen/angebot/ws/2018.html
  • Workshop (2016, AG Körperbilder). Bilder von Menschen auf der Flucht. Ihr Affizierungspotential und ihre soziale Funktion, Tagung "Flüchtige Bilder: Affekt // Repräsentation", Universität Hamburg
  • Forschungswerkstatt (2016, AG Körperbilder). Reale und imaginäre Momente in Bildern von Flucht, Berlin.
  • Workshops zu Triangulation sowie zur Typenbildung, Bild- und Filminterpretation und Videographie mit der Dokumentarischen Methode (laufend für das ces - Centrum für qualitative Evaluations- und Sozialforschung) http://ces-forschung.de/index.php/workshop-termine/bild-und-filminterpretation-mit-der-dokumentarischen-methode-2018
  • Forschungswerkstatt (2015, mit M. Schreiber) Dokumentarische Methode, 11. Berliner Methodentreffen, 17.-18.7. 2015, Freie Universität Berlin.
  • Adhoc-Gruppe (2014, AG Körperbilder) Das Bild in der Soziologie - Relevanzen und Relationen von Ikonizität und Sozialität. 37. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, Trier.

Projekte

"Transformative Bildlichkeit. Zum Spannungsfeld von Bild und Gesellschaft", DFG-Netzwerk

Projektbeschreibung

Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Netzwerk ist ein transdisziplinärer Zusammenschluss von Kolleg*innen aus der Soziologie, der (historischen) Erziehungswissenschaft sowie der Medien- und Kommunikationswissenschaft, das aus einem bereits bestehendem Arbeitszusammenhang entwickelt wurde. Wir beschäftigen uns mit (erkenntnis-)theoretischen, methodologischen und methodischen Aspekten qualitativer Bildforschung. Obschon es in den Sozialwissenschaften bereits seit einigen Jahren sowohl konzeptuelle Überlegungen als auch methodisch ausgearbeitete Ansätze zur Analyse des Spannungsfeldes von Bild und Gesellschaft gibt, erscheinen uns viele Fragen noch ungelöst und das Begriffsspektrum ausbaufähig.

Unser Netzwerk stellt daher eine transdisziplinäre Theorieerarbeitung in Aussicht. Hierzu beziehen wir Konzeptionen, Methodologien sowie Methoden aus den verschiedenen Disziplinen stets aufeinander. Der Zusammenhang von Bild und Gesellschaft wird nicht nur grundlagentheoretisch diskutiert, sondern in enger Anbindung an den empirischen Gegenstand, der einen besonderen wissenschaftlichen Zugang erfordert. Wir verstehen Bilder als Phänomene, die etwas abbilden und sich zugleich selbst auf einem spezifischen materiellen Grund zeigen. Darüber hinaus sind Bilder stets mit anderen Medien (etwa Sprache oder Musik) verknüpft und werden somit in einem medialen Kontext sichtbar. Unser Zugang zum Bild versucht daher insbesondere die Übergänge zwischen (Ab-)Bildern, Materialitäten und Medien in den Blick zu nehmen ohne dabei die Bildlichkeit selbst in den Hintergrund zu rücken. Für eine transformative Theorie der Bildlichkeit erscheint uns die Intermedialität des Bildlichen als geeigneter Ausgangspunkt, um das Wechselverhältnis von Bild und Gesellschaft zu begreifen.

Gemeinsames Ziel ist es, die verschiedenen Relationen von Bildlichkeit und Gesellschaft aus transdisziplinärer Perspektive systematisch zu beschreiben. Unsere analytische Auseinandersetzung ist auf die genuine Wirkweise der bildlichen Wirklichkeitskonstitution und deren gesellschaftlich-kulturellen Effekte gerichtet. Das Netzwerk schließt damit an den bisherigen sozialwissenschaftlichen Diskurs über die Bedeutung von Bildern für die Gestaltung sozialer Wirklichkeiten an und reagiert zugleich auf die nach wie vor bestehende Forschungslücke zur gesellschaftlichen Wirkung von Bildern.

Unser Schwerpunkt ist, Bildlichkeit zu einem konstitutiven Element sozial- und kulturwissenschaftlicher Theoriebildung und Forschung zu machen, wobei wir uns auf bisherige materiale Analysen beziehen (siehe dazu auch die bisherigen Veröffentlichungen der Netzwerk-Mitglieder am Ende des Textes). Denn bei aller Unterschiedlichkeit der disziplinären Zugänge besteht der Tenor des Netzwerkes darin, Bilder in ihrer materiellen Ausdrucksform als Ausgangspunkt zu setzen, um die Potenziale sowie die spezifischen Wirkungsweisen des Bildlichen in ihren sozialen Kontexten nachzeichnen zu können. Es gilt, die enge Relation zwischen Bild und Gesellschaft in den Blick zu nehmen und dabei stets Bild-Präsenz und (sozial-historische) Bild-Kontexte in ihrem Spannungsverhältnis zu beschreiben.

Das Netzwerk Transformative Bildlichkeit fokussiert nach bisherigem Arbeitsstand auf drei theoretische Transformationen:

I. Synästhetik: hier wird für eine Rückbesinnung auf die Affektivität von Bildern bei ihrer Wahrnehmung plädiert, die nicht im Sehsinn aufgeht, sondern weitere Sinne (z.B. Hören, Fühlen) einschließt.

II. Imaginäres: dabei wird das Wechselverhältnis von Bild, Medialität und Potenzialität als wesentlicher Wirkungszusammenhang etabliert und untersucht.

III. Macht: hier soll verstärkt die Wirkmacht der Bildlichkeit als konstitutiver Teil von Machtverhältnissen in sozialen Kontexten verstanden und analysiert werden.

Die theoretische Fokussierung erfolgt im empirisch gesättigten Kontext. Damit soll es gelingen, eine gegenstandsadäquate Theoriesprache zu entwickeln, die der Dimension der Bildlichkeit bzw. Bildern möglichst nahe kommt. Der empirische Zugriff erfolgt:

a) themenzentriert, indem Bild-Praktiken im Kontext von Flucht und Migration untersucht werden und

b) medienzentriert, was die Analyse von Bild-Praktiken in sozialen Medien einschließt.

Weitere Informationen: heike.kanter@h2.de

Literatur:

  • Dreke, Claudia (2016): Educators' imaginations as triggered by photographs of pre-school children. In: Esser, Florian/Baader, Meike S./Betz, Tanja/Hungerland, Beatrice (Hrsg.): Reconceptualising Agency and Childhood: New Perspectives in Childhood Studies, S. 227-242.
  • Flasche, Viktoria (2017b): Jugendliche Bricolagen - Eine Spurensuche zwischen digitalen und analogen Räumen. In: Pietraß, Manuela/Fromme, Johannes/Grell, Petra (Hrsg.): Jahrbuch der Medienpädagogik 14. Der digitale Raum - Medienpädagogische Untersuchungen und Perspektiven, Wiesbaden, VS: S. 35-54.
  • Kanter, Heike (2016): Ikonische Macht: zur sozialen Gestaltung von Pressefotografien, Opladen, Verlag Barbara Budrich.
  • Marent, Johannes (2016a): Die Rückeroberung der Vergangenheit: Istanbuls visuelle Kommunikation zum Europäischen Kulturhauptstadtjahr 2010. In: Österreichische Zeitschrift für Soziologie 41(2), S. 165-185.
  • Mietzner, Ulrike (2014): Bild. In: Wulf, Christoph/Zirfas, Jörg (Hrsg.): Handbuch Pädagogische Anthropologie, Wiesbaden, Springer VS: S. 465-474.
  • Philipps, Axel (2016): Das Problem des Bildsinns und der bildlichen Vielfalt in der Soziologie. Zur Bedeutung von materialen und medialen Gestaltungsmöglichkeiten fürVerfahren rekonstruktiver Bildinterpretation. In: Soziale Welt 67(1), S. 5-22.
  • Pilarczyk, Ulrike (2014): Drinnen und Draußen. Ein bildanalytischer Rückblick auf Jugend in den 1980er Jahren. In: Te Heesen, K. (Hrsg.): Pädagogische Reflexionen des Visuellen, Münster, Waxmann: S. 115-130.
  • Prieto Blanco, Patricia (2016): (Digital) Photography, Experience and Space in Transnational Families. A Case Study of Spanish-Irish Families living in Ireland. In: Gomez-Cruz, Edgar/Lehmuskallio, Asko (Hrsg.): Digital Photography and Everyday Life: Empirical Studies on Material Visual Practices. Studies in European Communication Research and Education, New York, Routledge: S. 122-141.
  • Schlechtriemen, Tobias (2014): Bilder des Sozialen. Das Netzwerk in der soziologischen Theorie, Paderborn, Wilhelm Fink.
  • Schönemann, Sebastian (2016): Repräsentation der Abwesenheit. Visualisierungen des Holocaust im sozialen Gedächtnis am Beispiel des Fotos vom Torhaus Auschwitz-Birkenau. In: Zeitschrift für qualitative Forschung 17(1+2), S. 41-57.
  • Schreiber, Maria (2017): Audiences, Aesthetics and Affordances Analysing Practices of Visual Communication on Social Media. In: Digital Culture & Society 3(2), S. 143-164.

Teilprojekt Inhouse-Fortbildung und Lehrerweiterentwicklung

 

im Rahmen des hochschulweiten Qualitätspakt Lehre-Projekt "Qualität hoch 2" (2016-2020; Förderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung)

Projektbeschreibung

Im Rahmen des hochschulweiten Qualitätspakt Lehre-Projektes "Qualität hoch 2" werden in diesem Teilprojekt insbesondere zwei Arbeitsbereiche verfolgt: zum einen die Etablierung von fachgebietsübergreifenden Forschungswerkstätten mit Schwerpunkt auf qualitative Methodologie und Methoden, zum anderen der Ausbau von Reflexionsformaten zu Lehr-Lern-Arrangements unter Berücksichtigung von hochschul- und bildungspolitischen Fragen.

Arbeitsbereich I: Qualitative Forschung
Vorrangiges Ziel ist die Vernetzung von Lehrenden, die mit qualitativen Methoden arbeiten, um Möglichkeiten der Kooperation auszuloten, insbesondere mit Blick auf die Gestaltung der Ausbildung und Verwendung in Forschungszusammenhängen. Angestrebt ist der Aufbau von (peer-to-peer)-"Forschungswerkstätten", um den Austausch und die Zusammenarbeit zu fördern. Die Forschungswerkstätten sollen zunächst fachgebietsübergreifend am Fachbereich Angewandte Humanwissenschaften am Campus Stendal etabliert werden, sukzessive aber fachbereichsübergreifend und auch standortübergreifend organisiert werden. Integriert sind zudem Arbeitstreffen zu spezifischen Themen im Lehr- und Forschungskontext sowie Diskussionen mit externen Expertinnen und Experten der qualitativen Sozialforschung

Um die Ausgangslage zur "Verbreitung qualitativer Methoden in Forschung & Lehre an der Hochschule Magdeburg-Stendal" zu ermitteln, wurde eine hochschulweite Online-Befragung aller Professuren und wissenschaftlichen Mitarbeitenden durchgeführt sowie in Einzelgesprächen der Bedarf an kollegialem Austausch zu Fragen der Forschung mit und Lehre von qualitativen Methoden ermittelt.

Poster (KIT-Tagung, 10/2017)

Arbeitsbereich II: Reflexionsformate
Ausgangspunkt dieses Teilprojektes bilden die "Reflexionstage". Sie sind ein innovatives Format, das seit 2010 am Campus Stendal etabliert wurde, um den Dialog zwischen Studierenden, Lehrenden und Verwaltung zu fördern. An zwei lehrfreien Tagen bieten die Reflexionstage jährlich die Möglichkeit zum Austausch über Themen aus Studium & Lehre sowie zu hochschul- und bildungspolitischen Fragen. Zudem besteht ganzjährig die Möglichkeit, sich in dem aus dem Reflexionstagen hervorgehenden "RedeDenkHandlungRaum" zu treffen, um aktuelle, mit Studium/Lehre verbundene Themen zu diskutieren oder Themenkomplexe vorzubereiten, die dann auf den Reflexionstagen weitergehend erörtert werden.

Ziel des Teilprojektes ist es, die Potenziale von bestehenden Reflexionsformaten einzuschätzen, diese weiter zu entwickeln und andere Formate anzuregen. Als evaluativ angelegte Begleitforschung werden sowohl die thematische Bandbreite als auch darin zum Vorschein kommende Akteurs-Perspektiven auf Lehr-/Lern-Arrangements untersucht und Fragen einer "partizipativen Didaktik" verfolgt. Als Datengrundlage dienen vorliegende Dokumente (insb. Protokolle), ergänzt durch Ergebnisse aus teilnehmenden Beobachtungen und Gruppendiskussionen.

Fachbereichsprojekte

Teil-Projektleitung
Prof. Dr. Günter Mey, Angewandte Humanwissenschaften, Hochschule Magdeburg-Stendal

Mitarbeiterin
Dr. Heike Kanter (Angewandte Humanwissenschaften, Hochschule Magdeburg-Stendal)

Studentische Mitarbeitende
Markus Jürisch, Angewandte Humanwissenschaften, Hochschule Magdeburg-Stendal

Förderung
Bundesministerium für Bildung und Forschung, Förderkennzeichen 01PL16094, Laufzeit 2016-2020.

Kontakt

Dr. Heike Kanter

Tel.: (03931) 2187 3833
Fax: (03931) 2187 4870
E-Mail: heike.kanter(at)h2.de

Besucheradresse: Osterburger Straße 25

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