Bereich Bauwesen

Die Studiengänge in den Studienfeldern "Bauingenieurwesen" und "Sicherheit und Gefahrenabwehr" sind derzeit einmalig in Sachsen-Anhalt.

Wir bieten sowohl Bachelor- als auch Masterstudiengänge an. Interdisziplinäre Lehre und Forschung werden gemeinsam mit den anderen Fachbereichen unserer Hochschule und der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg realisiert.

Bauingenieurwesen

Wer später Häuser, Straßen, Brücken planen und bauen will, wer Großprojekte steuern, Baustellen überwachen, Baumaßnahmen verwalten oder Architekten beraten will, muss Bauingenieurwesen studieren. In Sachsen-Anhalt ist das nur an der Hochschule Magdeburg-Stendal am Standort Magdeburg möglich.

Die zukünftigen Bauingenieure können folgende Studienangebote in Anspruch nehmen:

 

  • Bachelorstudiengang Bauingenieurwesen
  • dualer Bachelorstudiengang Bauingenieurwesen
  • Masterstudiengang Bauingenieurwesen mit den Vertiefungen "Konstruktiver Ingenieurbau" und "Tief- und Verkehrsbau"
  • Masterstudiengang Energieeffizientes Bauen und Sanieren

Die Masterstudiengänge bauen auf den Bachelorstudiengängen auf.

Sicherheit und Gefahrenabwehr

Bei diesem Studiengang handelt es sich um ein gemeinsames Angebot der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und der Hochschule Magdeburg-Stendal. Der Studiengang Sicherheit und Gefahrenabwehr ist ein gemeinsamer Studiengang unseres Fachbereiches und der Fakultät für Verfahrens- und Systemtechnik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.

Im Studiengang werden die notwendigen verfahrenstechnischen und naturwissenschaftlichen Kenntnisse vermittelt, um Katastrophen wirkungsvoll zu bekämpfen. Die Studierenden setzen sich hierfür zum einen mit grundlegenden Aspekten der Mathematik, Physik, Strömungsmechanik, Verfahrenstechnik, der Schadstoffausbreitung u.a. auseinander. Zum anderen erwerben sie Kompetenzen in den Bereichen Brand-, Katastrophen- und Zivilschutz, Umweltschutz, Immissionsschutz, Gewässerschutz, Sicherheitsmanagement, Arbeits- und Betriebssicherheit, Psychosoziale Aspekte der Gefahrenprävention, vorbeugender baulicher Brandschutz, Elektrosicherheit, Brandursachenermittlung und Risikoanalyse. Besonderer Wert wird dabei auf den Komplex „Führung, Management, Notfallplanung, Psychologie und Recht“ gelegt.

Das Studium ist modularisiert und gegliedert in:

 

  • Bachelorstudiengang Sicherheit und Gefahrenabwehr und
  • Masterstudiengang Sicherheit und Gefahrenabwehr (Vertiefungsschwerpunkte: Brandschutz oder Industrielle Sicherheit)
Bilder von der Internationalen Leitmesse für Brand- und Katastrophenschutz, Rettungswesen und Sicherheit "Interschutz"

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Imagefilm Studiengang SGA

Warum SGA studieren ?

Markenzeichen SGA „Sicherheit und Gefahrenabwehr in Magdeburg“

Ziel

In Magdeburg werden Ingenieure mit höchster Sozialkompetenz ausgebildet, die später prädestiniert sind für Führungsfunktionen in Wirtschaft , Behörden sowie in der Forschung in einem der sensibelsten Tätigkeitsfeldern, der zivilen Sicherheit/Industriesicherheit/Brand- und Explosionsschutz, einzunehmen.

Sie sind insbesondere in der Lage, durch die Kombination einer besonders harten Ingenieurausbildung gekoppelt mit spezieller psychologischer und Sprachausbildung Führungsaufgaben in Wirtschaft und Staat besser als Juristen oder Ökonomen auszufüllen, weil infolge dieser Kombination (Ingenieur mit besonders hoher Sozialkompetenz) eine besonders hohe Problemlösungskompetenz erwachsen soll. Gleichzeitig sollen aus dem Studiengang die Forschungseliten auf dem Gebiet der zivilen Sicherheit erwachsen.

Die Regelabschlüsse sind Bachelor of Science (B.Sc.) bzw. Master of Science (M.Sc.).

Ausbildungsmarksteine

Grundlage ist ein 7-semestriger Bachelor, der an sich eine grundständige und vielseitig erweiterbare Ingenieurausbildung  mit einer Spezialisierung auf Sicherheitswissenschaften beinhaltet. Bestandteile sind ein einsemestriges Industriepraktikum, eine psychologische Grundausbildung, verstärkte Englischsprachausbildung und weitgefächertes Spezialisierungsmöglichkeiten durch ein umfangreiches Wahlpflichtangebot.

Der anschließende 3-semestrige Master-Studiengang ist die Basis für die Ausbildung für Führungsfunktionen in Industrie und Gesellschaft sowie für Forschungstätigkeit. Das Curriculum enthält deshalb Bestandteile wie Internationale Sicherheitsforschung, Forschungspraktikum spezielles Krisenstabsmanagement. Ebenso ist eine Spezialisierung in Industrielle Sicherheit oder Brand- und Explosionsschutz möglich, beides ergänzt durch ein besonders hohen Spezialisierungsteil im Rahmen von Wahlpflichtveranstaltungen.

Alle Angebote werden etwa zu je 50% von Hochschule Magdeburg-Stendal und Otto- von Guericke-Universität Magdeburg (Doppelabschluss von beiden Hochschulen)unter Einbeziehung und in enger Zusammenarbeit mit dem Instituts für Brand- und Katastrophenschutz Heyrothsberge sowie dem Institut der Feuerwehr Sachsen-Anhalt in Heyrothsberge bei Magdeburg erbracht.

Neben dem deutschsprachigen Master wird (zukünftig) ein inhaltlich vergleichbarer englischsprachiger gebührenpflichtiger Masterstudiengang „Industrial Safety Management“ eingeführt, der sich speziell an Weiterbildungsstudierende aus Asien, Südamerka, Süd- und Osteuropa richtet und das international anerkannte und weitgehend vorbildhafte sicherheitsingenieurwesen weltweit verbessern helfen soll, um Katastrophen und andere Ereignisse in diesen Ländern verhindern oder Auswirkungen von Katastrophen reduzieren zu helfen.  

Studienplanung

Der Zugang zum Studium erfolgt durch eine Feststellungsprüfung. Diese ist entsprechend Hochschulgesetz für gemeinsame Studiengänge von Hochschulen und Universitäten vorgesehen. Sie beinhaltet eine 3-stündige schriftliche Prüfung in den Gebieten Allgemeinwissen, Physik, Chemie, Mathematik und Soziale Kompetenz. Sie hat sich insbesondere bewährt, um die Zahl der Studienabbrecher drastisch zu reduzieren. Diese liegt mit Hilfe dieses Verfahrens weit unter dem Wert vergleichbarer Studiengänge. Insbesondere wird sie als wesentlich gerechter als NC-Verfahren eingeschätzt.

Die tatsächlichen Anfängerzahlen liegen damit bei etwa 60 bis 75. Sie setzen sich zusammen aus ca. 25…30 % Sachsen-Anhaltiner, ca. 25…35 % restliche östliche Bundesländer und ca. 30…45% alte Bundesländer, wobei letzterer Anteil in den letzten Jahren wachsend ist, was auf einen wachsenden überregionalen Bekanntheitsgrad des Studienganges schließen lässt. Der Anteil weiblicher Studierender liegt bei ca. 15…20 %.

Es ist möglich, den Bachelor- und Master-Studiengang in der Regelstudienzeit zu absolvieren. Durch die Lehrenden wird alles dafür getan. Allerdings zählt der Studiengang infolge besonders anspruchsvoller Module (Thermodynamik, Strömungslehre, Technische Risiken) an der Universität zu einem der schwersten Studiengänge bundesweit, da insbesondere die ingenieurtechnischen Grundlagenfächer an der OvGU im Ruf stehen, auch im Vergleich zu anderen Universitäten das höchste Anspruchsniveau aufzuweisen („wer in Magdeburg eine 4 hat, hätte anderswo eine 2 oder besser“). Deshalb und weil die Studierenden sich als besonders engagiert neben dem Studium erweisen, wie studentische Gremien, Auslandsaktivitäten, Ehrenamt innerhalb von Hilfsdiensten (Feuerwehr, DRK,THW), gemeinsame Industrieprojekte mit Praxispartnern (z.B. Draeger Safety), Engagement für den Studiengang SGA im Rahmen von Messen, Nutzung der Studienangebote über das Curriculum hinaus wird auf eine Einhaltung der Regelstudiendauer auch im Widerspruch zu staatlichen Vorgaben nur ein untergeordneter Wert gelegt. Im Mittelpunkt des Studienganges steht nicht der Schnellstudierende, sondern die individuell spezialisierte Führungspersönlichkeit.

Es wird eine Abbrecherquote unter 10% angestrebt, was durch die Feststellungsprüfung als Zulassung zum Studium unterstützt wird.

Ca. 2/3 der Bachelorabsolventen sollen und wollen den Master geführt erreichen. Im Master werden die Orientierung auf Forschungs- und Führungskräftequalifikation noch ausgedehnt. Hier sind zusätzliche internationale Verknüpfungen und Kooperationen im Rahmen eines Internationalisierungskonzeptes bereits Bestand und im weiteren Ausbau, mit dem Ziel, dass Magdeburg ein international anerkanntes Zentrum der Sicherheitsausbildung und -forschung wird.

So ist auch erklärlich, dass ca. 15% der Masterabsolventen zur Promotion geführt werden, was ca. 10% der Bachelor-Studienbeginner sind. Dieser Wert wird als Zielgröße weiter verfolgt. Die Hochschulen kooperieren dabei mit nationalen und internationalen Forschungseinrichtungen wie Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung (BAM) Berlin, der Physikalisch-technischen Bundesanstalt Braunschweig (PTB), den Fraunhofer-instituten, dem Institut der Feuerwehr Sachsen-Anhalt, dem CERN, dem SP Technical Research Center of Sweden usw.

Es wird angestrebt und es ist durch Erfahrungen der letzten Jahre belegt, dass alle Absolventen des Bachelor- und Masterkurses nach Abschluss eine Vollzeitanstellung finden können. Es wird damit eine Berufseinsteigerquote von 100 % angestrebt.

Berufseinstieg

Als Tätigkeitsfelder sind insbesondere Sicherheitsmanager und Sicherheitsingenieure in Unternehmen aller Branchen, insbesondere aber Chemie, Verkehr, Energie, Maschinenbau, Brandschutz-,/Umweltschutz-,/Katastrophenschutz-/ Baubehörden , Hersteller von Sicherheits- und Brandschutztechnik, Ingenieur- und Planungsbüros, Versicherungen und Banken zu nennen.

Internationale Kooperation

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Studienorganisation

Der Studiengang Sicherheit und Gefahrenabwehr wird von beiden Magdeburger Hochschulen gemeinsam je zu ca. 50% betrieben. Studierende erhalten eine Doppelimmatrikulation sowie einen Studienabschluss von beiden Einrichtungen.

Der Studienbetrieb ist so aufgebaut, dass der Vorlesungs- und Lehrbetrieb an beiden Einrichtungen abgestimmt stattfindet.

Gremien wie Prüfungsausschuss sind paritätisch besetzt.

Studierende können an beiden Hochschulen studentisch mitwirken. Semestergebühren werden nur einmalig erhoben.

Beide Hochschulen sind nur ca. 2 km voneinander entfernt, erreichbar mit Straßenbahn.

Magdeburg als Zentrum der Sicherheitsforschung und –bildung

Magdeburg bietet beste Voraussetzungen für den Ausbau als Zentrum der Sicherheitsforschung. Mit dem zwischen 1968 und 1994 vorhandenem Studiengang Brandschutz an der damaligen TU Magdeburg, der Brand- und Katstrophenschutzschule Heyrothsberge (heute Institut für Brand- und Katastrophenschutz), dem Institut der Feuerwehr Sachsen-Anhalt bestanden auf engstem Raum neben den Beiden Hochschulen verschiedenste Einrichtungen der Forschung und Ausbildung im Sicherheitsbereich, speziell Brandschutz, die in den kommenden Jahren noch enger zusammenarbeiten sollen und ergänzt durch einen internationalen englischsprachigen Master-Kurs, Weiterbildungsveranstaltungen für Praktiker und Absolventen, den Magdeburger Brand- und Explosionsschutztag alle zwei Jahre als zentrale Veranstaltung zur Brandschutzforschung in Deutschland, dem weiteren Ausbau der Forschungskapazitäten durch Graduiertenkollegs bestsanden und kommen weitere Bausteine dazu, die Magdeburg auf dem Gebiet der Sicherheitsforschung zu entwickeln.

Magdeburg zeichnet sich gegenüber anderen Hochschulen und Universitäten durch folgende Besonderheiten aus:

  • Durch die gemeinsame Trägerschaft von Universität und Hochschule  sind im Studiengang SGA sowohl theoretische forschungsorientierte Bestandteile als auch anwendungsorientierte Bestandteile ins Curriculum integriert und ermöglichen ein sehr breites Einsatzspektrum.
  • Der Studiengang SGA ist in Magdeburg ist wie kein anderer „Sicherheitsstudiengang“ in Deutschland sehr auf das Gebiet Brand- und Explosionsschutz und die Anlagensicherheit orientiert, was vor allem Perspektiven in diesem Gebiet eröffnet und auch den Weg in Führungsfunktionen der Feuerwehr und anderer Hilfsorganisationen bzw. in die Sicherheits- und Brandschutzforschung ermöglicht.
  • In der Tradition des ehemaligen Studienganges Brandschutz an der TU Magdeburg stehend wird die Thematik Sicherheit und Brandschutz in Magdeburg nicht nur als eine Weiterqualifikation der Bauingenieure, Elektroingenieure oder Verfahrenstechnikingenieure betrachtet, sondern als ganzheitliche sicherheitstechnische Disziplin, was dazu führt, dass SGA eine Ingenieurdisziplin mit hoher Sozialkompetenz und weniger eine baurechtsbezogene oder sicherheitsmanagementartige Ausrichtung hat.
  • In Magdeburg wird andererseits nicht nur eine explizite Orientierung auf Brandschutz vorgenommen, sondern durch umfangreiche Wahlpflichtangebote auch die komplette breite der zivilen Sicherheit und angrenzender Fachsisziplinen in der Ausbildung berücksichtigt.

Perspektiven

Ein Studium Sicherheit und Gefahrenabwehr in Magdeburg ermöglicht einen idealen Ausbildungseinstieg für alldiejenigen, die ihre Berufung in der Brandschutz- und Sicherheitsforschung, in Führungsfunktionen der Hilfskräfte , in der ingenieurseitigen  zivilen Sicherheitstätigkeit in Unternehmen, Versicherungen und Behörden sehen oder die dazu beitragen wollen, ein hohes Sicherheitsniveau in Industrie und Gesellschaft  mit immer weniger Schäden und Schadensfällen zu erreichen..

Förderverein Sicherheit und Gefahrenabwehr e.V.

Der Förderverein Sicherheit und Gefahrenabwehr e.V. ist ein gemeinnütziger Verein mit der Zielsetzung, den permanenten Wissenstransfer zwischen Studenten, Alumni, Vertretern der Wirtschaft und Forschung sowie Lehrenden im Studiengang Sicherheit und Gefahrenabwehr (SGA) aktiv zu unterstützen.

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Kontakt

Sekretariat

Tel: (0391) 886 42 12
Fax: (0391) 886 42 13
E-Mail: claudia.bellstedt@hs-magdeburg.de
Besucheradresse: Haus 7, Raum 0.10

Sprechzeiten für Studierende:
Mo.-Fr. 8-12 Uhr; Mo.-Do. 14-15 Uhr

Kontakt und Anfahrt

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