ERASMUS+ Personalmobilität

Das ERASMUS+ Programm fördert Aufenthalte von Hochschulpersonal an Hochschulen und Unternehmen im europäischen Ausland. Damit wird auch nichtwissenschaftlichem Personal die Möglichkeit gegeben, einen berufsbezogenen Auslandsaufenthalt zu absolvieren.

Im Gegensatz zur ERASMUS+ Dozentenmobilität liegt der Fokus bei der ERASMUS+ Personalmobilität auf der Fort- und Weiterbildung durch Austausch zu guter Praxis bzw. durch Seminare und Workshops.

Rahmenbedingungen

Voraussetzungen

Gefördert werden Aufenthalte zu Fort- und Weiterbildungszwecken an einer aufnehmenden Hochschule mit einer gültigen Erasmus Charta für Hochschulen (ECHE) oder einer sonstigen in einem anderen Programmland ansässigen Einrichtung, die auf dem Arbeitsmarkt oder in den Bereichen allgemeiner und beruflicher Bildung oder Jugend tätig ist.

Der Aufenthalt zu Fort- und Weiterbildungszwecken muss mindestens 2 aufeinanderfolgende Tage und kann maximal 60 Tage umfassen (ohne ausschließliche Reisetage).

Die Mobilität muss in einem Programmland stattfinden (28 EU-Mitgliedsstaaten, Island, Liechtenstein, FYR Mazedonien, Norwegen und die Türkei), welches nicht das Land der entsendenden Hochschule und nicht das Hauptwohnsitzland der betreffenden Person ist.

Grundsätzlich ist eine wiederholte Förderung möglich.

Förderfähiger Personenkreis

Es kann Hochschulpersonal aus allen Bereichen gefördert werden, z.B.

  • –Allgemeine & technische Verwaltung
  • Bibliothek
  • Fachbereiche (auch Lehrende)
  • Finanzen
  • International Office
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Studierendenberatung
  • Technologie & Transfer
  • Weiterbildung

Mögliche Fort- und Weiterbildungsformate

Hospitationen

  • Work Shadowing (individuelle Arbeitsbegleitung)
  • Studienbesuche
  • Staff Weeks (meist 1-wöchiges Fortbildungsprogramm an ERASMUS+ Hochschulen)
  • Workshops und Seminare
  • Sprachkurse

Die Teilnahme an Konferenzen ist nicht förderfähig!

Finanzielle Förderung

Eine Förderung aus dem ERASMUS+ Programm bedarf grundsätzlich einer Beantragung beim und Bewilligung durch das International Office rechtzeitig vor Antritt der Mobilität. Um eine zeitnahe Bearbeitung gewährleisten zu können, bitten wir Sie, sich unter > "Bewerbungsablauf" über die jeweiligen Fristen zu informieren.

Aufgrund der begrenzten Mittelverfügbarkeit kann eine finanzielle Förderung nicht garantiert werden. Eine Auskunft zur Höhe der Förderung erhalten Sie nach Vorlage Ihres Mobility Agreements im International Office.

Förderkriterien

Gefördert werden Aufenthalte zu Fort- und Weiterbildungszwecken an ERASMUS+ Hochschulen und in anderen Unternehmen und Einrichtungen in einem Programmland.

Eine Förderung kann nur für Aufenthaltstage erfolgen, an denen nachweislich gearbeitet wird. Das Fortbildungsprogramm mit den Aktivitäten an den einzelnen Tagen muss daher im Voraus mit der Gasteinrichtung vereinbart werden und ist schriftlich im Mobility Agreement darzulegen.

Förderfähige Tage sind somit Tage, an denen nachweislich Aktivitäten an der Gasteinrichtung im Zusammenhang mit der Personalmobilität zu Fort- und Weiterbildungszwecken stattfinden. Ausschlaggebend sind hier die Programminhalte der Fort- bzw. Weiterbildung.

Der geplante Aufenthalt muss per Fortbildungsantrag genehmigt sein.

Erfüllt die Teilnehmerin/ der Teilnehmer die in der Fördervereinbarung (Grant Agreement) dargelegten Programmvorgaben nicht, sind die Fördermittel zurückzuzahlen.

Teilnehmer mit Behinderung können eine zusätzliche Sonderförderung beantragen. (s. u.)

Berechnung der Fördersumme

Die Berechnung der Fördersumme erfolgt anhand von festgelegten Stückkosten der EU für Aufenthaltskosten und Reisekosten.

Die Stückkosten für die Aufenthaltskosten orientieren sich an den unterschiedlichen Lebenserhaltungskosten in den Zielländern (d.h. Programmländern). Ab dem Projektjahr 2014 gelten für Deutschland folgende feste Tagessätze für vier Ländergruppen bis zum 14. geförderten Aufenthaltstag (vom 15. bis 60. geförderten Aufenthaltstag beträgt die Förderung 70% der genannten Tagessätze):

  • Gruppe 1:    160 Euro am Tag
                        (Dänemark, Großbritannien, Irland, Niederlande, Schweden)
  • Gruppe 2:    140 Euro am Tag
                        (Belgien, Bulgarien, Finnland, Frankreich, Griechenland, Island, Italien, Liechtenstein,
                        Luxemburg, Norwegen, Österreich, Polen, Rumänien, Tschechische Republik, Türkei,
                        Ungarn, Zypern)
  • Gruppe 3:    120 Euro am Tag
                        (Deutschland [Incoming-Perspektive], Litauen, Malta, FYR Mazedonien, Portugal,
                        Slowakei, Spanien)
  • Gruppe 4:    100 Euro am Tag
                        (Estland, Kroatien, Lettland, Slowenien)

Damit mit den vorhandenen Mitteln möglichst viele Mobilitätsvorhaben an der Hochschule Magdeburg-Stendal gefördert werden können, beträgt die maximale Dauer der finanziellen Förderung pro Mobilität 10 Tage. Wenn am Projektende noch Mittel zur Verfügung stehen, können nachträglich weitere Tage aufgestockt werden.

Zu diesen Tagessätzen kommen die Stückkosten für Fahrtkosten in Abhängigkeit von realen Distanzen zwischen Ausgangs- und Zielort der Mobilität, die europaweit einheitlich mit einem Berechnungsinstrument ermittelt werden.

Ausgangspunkt für die Berechnung ist der Dienstort (Magdeburg bzw. Stendal). Sollte ein anderer Abreiseort gewählt werden, sind die Reisebelege als Nachweis für den tatsächlichen An- und Abreiseort aufzubewahren.

Erstattet werden, je Aufenthalt und in Abhängigkeit von der Distanz, folgende Beträge:

  •    100 km -    499 km:    180 Euro
  •    500 km - 1.999 km:    275 Euro
  • 2.000 km - 2.999 km:    360 Euro
  • 3.000 km - 3.999 km:    530 Euro
  • 4.000 km - 7.999 km:    820 Euro
  • 8.000 km und mehr:   1.100 Euro

Teilnehmer mit Behinderung (ab GdB 50) können über einen gesonderten, personenbezogenen Antrag je nach nachgewiesenem Bedarf bis max. 10.000 Euro Sonderförderung erhalten. Bitte melden Sie sich so früh wie möglich beim International Office.

Auszahlung

Die Auszahlung der Mittel erfolgt als Pauschale in einer Summe. In der Regel wird die Förderung nach Vorliegen des vollständigen Mobility Agreements, des Grant Agreements und des Dienstreiseantrags, also im Vorfeld der Mobilität ausgezahlt.

Positive Differenzen zwischen realen Ausgaben und Pauschalen verbleiben bei der Teilnehmerin/ dem Teilnehmer und müssen von dieser/ diesem persönlich versteuert werden. Negative Differenzen sind von der Teilnehmerin/ dem Teilnehmer selbst zu tragen.

Bewerbungsablauf

Interessierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können ihre Anträge für eine Erasmus+ Personalmobilität und einen Mobilitätszuschuss beim International Office am Standort Stendal stellen.

Planen Sie eine entsprechende Vorlaufzeit für Ihre Bewerbung ein. Eine finanzielle Förderung kann dann vor Beginn der Mobilität erfolgen, wenn folgende Bewerbungsunterlagen (siehe Schritt 1-4 „Vor der Mobilität“) spätestens 3 Wochen vor Antritt des Lehraufenthaltes komplett im International Office vorliegen.

Zur groben Übersicht, nutzen Sie bitte auch die Checkliste.

Vor der Mobilität:

Schritt 1: Antragstellung

               Füllen Sie das Antragsformular aus und schicken Sie es frühzeitig unterschrieben an das
               International Office am Standort Stendal (bis 6 Wochen vor Mobilitätsbeginn).

Schritt 2: Mobility Agreement

               Nach Prüfung Ihres Antragsformulars erhalten Sie eine E-Mail mit Erstinformationen und
               Erläuterungen zur sogenannten Mobilitätsvereinbarung (Mobility Agreement)

               Füllen Sie das Dokument inklusive Fortbildungsprogramm vollständig aus und lassen Sie es
               von allen Partnern mit Datum unterzeichnen (Teilnehmer, Dekan, Gastinstitution).
               Originalunterschriften sind nicht zwingend nötig, Scan oder Fax sind ausreichend.

               Hinweis: Bitte beachten Sie, dass sich das Mobility Agreement vom Antragsformular
                              unterscheidet.

               Das vollständig unterschriebene Mobility Agreement reichen Sie bitte spätestens 4 Wochen
              
vor Reisebeginn im International Office am Standort Stendal ein.

Schritt 3: Grant Agreement

               Im Anschluss erhalten Sie eine Rückmeldung des International Office zur möglichen Förderung
               und es kommt - im positiven Fall - zur Zusendung der ERASMUS+ Fördervereinbarung
               (Grant Agreement).

               Das von Ihnen unterschriebene Grant Agreement senden Sie spätestens 3 Wochen vor
               Mobilitätsbeginn im Original an das International Office zurück.

               Nach Unterschrift durch das International Office erhalten Sie eine Kopie des Grant Agreements
               als Förderzusage.

Schritt 4: Fortbildungsantrag und Genehmigung der Fortbildung

               Nach Eingang Ihres vollständigen Grant Agreements, mindestens aber 4 Wochen vor
               Reisebeginn, ist ein Fortbildungsantrag zu stellen. Fügen Sie diesem bitte eine Kopie des Grant
               Agreements und ggf. (z.B. bei Sprachkursen) eine Kostenaufstellung/ ein Preisangebot über
               die Lehrgangsgebühren bei.

               Wurde der Antrag bewilligt, reichen Sie ihn bitte als Nachweis über die Genehmigung der
               Fortbildung
spätestens 3 Wochen vor Reisebeginn in Kopie beim International Office ein.

               Eine Reisekostenabrechnung muss nicht erfolgen, da es sich bei den Fördermitteln um
               Pauschalen handelt. Die Gestaltung der Reise kann unabhängig von den Vorgaben des
               Bundesreisekostengesetzes vorgenommen werden.

               Hinweis: Bitte beachten Sie, dass keine kostenpflichtigen Buchungen vorgenommen werden
                              sollten, bevor das Grant Agreement im International Office vorliegt und der
                              Dienstreiseantrag bewilligt wurde.

Während der Mobilität:

Schritt 5: Letter of Confirmation

               Am Ende Ihres Aufenthaltes zu Fort- und Weiterbildungszwecken ist eine Bescheinigung der
               Gasteinrichtung über den Trainingsaufenthalt (Letter of Confirmation) einzuholen.

Nach der Mobilität:

Schritt 6: Abgabe des Letter of Confirmation

               Spätestens 14 Tage nach Beendigung der Mobilität reichen Sie die Bescheinigung der
               Gastinstitution im Original beim International Office am Standort Stendal ein.

Schritt 7: Teilnehmerbericht

               Alle Teilnehmer einer ERASMUS+ Mobilitätsmaßnahme sind verpflichtet, innerhalb von 30 Tagen
               nach Abschluss der Maßnahme einen Bericht über das Mobility Tool Plus zu erstellen.

               Sie erhalten dazu nach Beendigung der Mobilität eine automatisch generierte Mail mit dem
               Absender "replies-will-be-discarded@ec.europa.eu", die den Link zum Berichtsformular enthält.

Dokumente auf einen Blick

Checkliste

Antragsformular *

Mobility Agreement *

Erläuterungen zum Mobility Agreement

Bescheinigung über den Trainingsaufenthalt (Letter of Confirmation)

 

* Es handelt sich hierbei um ein am PC ausfüllbares PDF-Dokument. Eventuell ist es notwendig, das Dokument vor Verwendung zu speichern, um die Formularoption nutzen zu können.

Haftungsklausel

Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.

Kontakt

Nancy Brosig

ERASMUS-Hochschulkoordinatorin
Nancy Brosig

Tel.: (0391) 886 42 29
Fax: (0391) 886 42 53
E-Mail: nancy.brosig@hs-magdeburg.de

Besucheradresse: Haus 4, Zimmer 2.19

Beratung zum ERASMUS-Auslandsstudium und zum ERASMUS-Auslandspraktikum:

Donnerstag 11.00-13.00 Uhr

sowie nach Vereinbarung

Achtung Änderung:

Am 4.5.2017 findet die Beratung nur in der Zeit von 11.00-12.30 Uhr statt.

 

weitere Ansprechpersonen

Kontakt Stendal

Mandy Mattke

Tel.: (03931) 2187 48 36
Fax: (03931) 2187 48 70
E-Mail: mandy.mattke@hs-magdeburg.de

Besucheradresse: Haus 2, Raum 2.23

Hintergrund Bild