Polina Shenoeva kommt aus Russland

Polina Shenoeva kommt von der Moskauer Staatlichen Linguistischen Universität und war im WS 2017/18 für ein Austauschsemester im Studiengang Fachkommunikation immatrikuliert. 

Ich habe an einem der Austauschprogramme der Hochschule Magdeburg-Stendal teilgenommen und habe im Laufe des Semesters an der Hochschule Magdeburg-Stendal folgende Lehrveranstaltungen belegt: DaF Deutschlandkunde B2, DaF Hörverstehen B2, DaF Grammatik B2, DaF Schriftliche Kompetenz B2, DaF Mündliche Kompetenz B2, Schriftliche Kompetenz Englisch, Mündliche Kompetenz Englisch, Grammatik und Stilistik Englisch, Textanalyse und Textproduktion. In denselben Fächern habe ich auch meine Prüfungen abgelegt. Außerdem besuchte ich als Gasthörerin die Lehrveranstaltung Dialogdolmetschen DE-EN und EN-DE.

Das Niveau der Kurse war sehr angenehm. Die Gruppen, die ich besuchte, z. B. die DaF B2-Gruppe, waren immer so klein, dass gut auf Fragen eingegangen werden konnte. Was ich sehr gut finde, ist, dass wir unsere Lehrveranstaltungen selbst wählen durften. Damit half uns unsere Koordinatorin Frau Schulz. Die Studienberatung im Fachbereich finde ich auch sehr gut. Das Angebot an der Hochschule ist sehr groß. Leider gab es dieses Semester keine Studierenden, die Russisch als 2. Fremdsprache lernten und mit denen wir zusammen aus dem Russischen ins Deutsche und umgekehrt übersetzen bzw. dolmetschen konnten. Ansonsten fand ich die Lehrveranstaltungen sehr interessant.

Was die Ausstattung der Hochschule Magdeburg-Stendal angeht, kann ich sie als sehr gut bewerten. Die Bibliothek ist bestmöglich ausgestattet, den Service finde ich auch ausgezeichnet. In der Bibliothek lässt es sich sehr schön arbeiten, außerdem ist das Personal sehr hilfsbereit. Mir gefällt vor allem, dass der Großteil des Bestandes ausleihbar ist. Die Computerräume des ZKI sind ebenso ausgezeichnet ausgestattet. Es lässt sich da auch sehr gut arbeiten. Zusammen mit der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg bietet die Hochschule Magdeburg-Stendal sehr viele Sportaktivitäten an. Das finde ich auch beispielgebend.

Wenn es um die allgemeine Lebenssituation geht, kann man sich in Magdeburg sehr gut aufgehoben fühlen. Was meine Lebensbedingungen betrifft, mietete ich eine 1-Zimmer-Wohnung im Wohnheim 9 des Studentenwerks Magdeburg. Die Miete beträgt 251 Euro. Ehrlich gesagt, ist meine Miete in Russland ungefähr zehnmal günstiger. Die Preise in Deutschland sind leider viel höher als in Russland. Aber daran muss man sich gewöhnen. Zum Glück haben wir ein Semesterticket und können den öffentlichen Transport benutzen. Ich eröffnete außerdem ein Girokonto bei der Commerzbank und bin mit dem Service durchaus zufrieden. In Deutschland bin ich bei einer gesetzlichen deutschen Krankenkasse versichert. Der Krankenkassenbeitrag macht etwa 84 Euro aus. Die Qualität der Medizin in Deutschland ist beeindruckend. Wenn es sich um das Essen handelt, ist man in Deutschland in guten Händen. In Magdeburg gibt es zahlreiche Cafés, Bäckereien und Restaurants. In der Mensa der Hochschule kann man sich auch sehr ausgewogen und abwechslungsreich ernähren. Den Vegetariern kann die Mensa der Hochschule ebenso viel anbieten. Das ist ja auch vorbildlich.

Was die Freizeit angeht, bietet Magdeburg nicht so viel an, aber man kann trotzdem immer etwas Interessantes finden. Was mir wirklich leid tut, ist, dass die Preise für Kinokarten hier im Vergleich mit Russland sehr hoch sind. Als Kinoliebhaberin finde ich das unerfreulich. Ansonsten kann ich sagen, dass man in Magdeburg viel unternehmen kann. In diesem Zusammenhang ist ja der Hasselbachplatz zu erwähnen, wo es unzählige Kneipen, Bars, Restaurants und Discotheken gibt.

Das International Office der Hochschule und das Buddyprogramm veranstalteten im Laufe des Semesters 3 Exkursionen. In November fuhren wir nach Wolfsburg, in Dezember fuhren wir nach Halle und in Januar fuhren wir nach Braunlage. Die dritte Exkursion gefiel mir am besten. Ich bin wirklich froh, dass es an der Hochschule das Buddyprogramm gibt. Mein Buddy Sarah ist sehr nett und lustig, sie steht mir immer zur Seite und unterstützt mich. Wir feierten zusammen Weihnachten und ich hatte zum ersten Mal in meinem Leben ein richtiges deutsches Weihnachtsfest. Das war eines der besten Erlebnisse des vergangenen Jahres. Ich bin Sarah dafür sehr dankbar. Meiner Meinung nach, waren alle Veranstaltungen des Buddyprogramms einfach Klasse. Es gab drei wunderschöne Partys im Cafe Frösi und eine in der Mensa der OVGU, einen Spaziergang im Elbauenpark und eine sehr spannende Campus-Rallye, außerdem gingen wir Bowling spielen und backten Weihnachtsplätzchen.

Zum Schluss möchte ich sagen, dass ich in Deutschland viele Menschen kennenlernte und viele gute Freunde fand, mit denen ich meine Freizeit verbringen konnte. Ich genoss jede Minute meines Aufenthalts in Magdeburg und bin meiner Heimatsuniversität und der Hochschule Magdeburg-Stendal sehr dankbar, dass ich diese Möglichkeit hatte, mein Austauschsemester hier zu verbringen.

Im Hinblick auf mein bisheriges und das weitere Studium an der Heimathochschule war dieses Auslandssemester sehr relevant. Durch ein solches Semester wird einem die Möglichkeit gegeben, das gesprochene Deutsch zu lernen. Außerdem kann ich sagen, dass sich meine Deutschkenntnisse grundsätzlich verbesserten. Das ist auch im Zusammenhang mit meinen beruflichen Zielen als Übersetzerin bzw. Dolmetscherin sehr wichtig.

Alles in einem war das Auslandssemester eine großartige Erfahrung, die ich jedem weiterempfehlen kann! Rückblickend würde ich aber jedem auch empfehlen noch länger als ein Semester zu bleiben, da man sich nach 5 Monaten gerade erst einlebte und die ersten richtigen Freundschaften schloss. Es wäre ja sehr gut, wenn es so eine Möglichkeit gäbe. Ich würde ja noch gerne länger in der Ottostadt bleiben.                                                      

 

 

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