Alexandra Schimske: „Zwischen Alpakas und Straßenkindern – mein Aufenthalt in Bolivien“

 

Ein Monat frei, knapp 2000 Euro und ein 16-Stunden-Flug – Willkommen in Bolivien. Nachdem ich ein halbes Jahr für diese Reise gearbeitet hatte, stand ich plötzlich am anderen Ende der Welt und wurde von meinem Bekannten Alejandro am Flughafen in Cochabamba / Bolivien abgeholt. Er umarmte mich als hätten wir uns jeden Tag gesehen und mein Abenteuer ging los.

Ich habe einen Monat in Bolivien gelebt und gearbeitet. Wer kann das schon von sich sagen? Trotzdem steckt viel mehr hinter diesem prahlerischen Satz.

Wie ich dazu gekommen bin? Ganz einfach, durch einen anderen Auslandsaufenthalt, damals in den Niederlanden. Dort lernte ich Alejandro, den Geschäftsführer der Kinderhilfsorganisation „Yo voy a Ti – Chochabamba“ kennen. Er benötigte unbedingt öffentlichkeitswirksames Foto- und Filmmaterial für seine Organisation und da fragte er mich, ob ich dies nicht für ihn übernehmen könnte. Und schwupps ein Jahr später stehe ich am Flughafen in Bolivien.

Ganz so einfach war es nicht ... ich hatte mehrere Panikattacken auf dem Weg dort hin, da ich erst einen falschen Flug gebucht und dann mein Ticket verlegt hatte. Hinzu kam, dass sich meine Spanisch-Kenntnisse auf Null beschränkten.

Was ich dort getan habe und warum es sich für jeden lohnt in ein südamerikanisches Land wie Bolivien zu reisen: Ich begleitete fünf Tage die Woche das Projekt „Yo voy a Ti“, welches sich um Straßenkinder in Cochabamba kümmert. Meine Hauptaufgabe bestand darin, die einzelnen Projekte zu filmen und kleine Videos zu schneiden. Diese findet ihr jetzt bei Youtube unter „Yo voy a Ti“.

Außerdem arbeitete ich in einem Kindergarten für arme Familien. In Worte zu fassen, was ich während meiner Arbeit, vor allem mit den Kindern erlebt habe, überschreitet diese Zeilen. Es ist unvergesslich, atemberaubend und hat meine Sicht auf viele Dinge verändert. Ich habe neue Freunde gefunden, angefangen Spanisch zu lernen und ein Land von der Seite eines Einheimischen entdecken dürfen. Schon das Essen ist eigentümlich, eigentlich gibt es nur Fleisch mit Kartoffeln und Reis, aber diese Kombination ist ursprünglich.

Dieses Land ist ehrlich und völlig unwestlich. Ich hatte das Glück in einer sehr netten bolivia-nischen Gast-WG zu wohnen. Ich wurde herzlich aufgenommen, auch trotz meiner fehlenden Spanisch-Kenntnisse. Auch die Organisation „Yo voy a Ti“ hat sich wunderbar um mich gekümmert. Es gab kaum Probleme. Außer das wir zwei Tage mal ohne Wasser da standen, weil die Bolivianer am Titikakasee den Hahn abgedreht haben.

Ich könnte noch Stunden lang über meine Erlebnisse weiter schreiben. Fakt ist, dass es sich für jeden lohnt ins Ausland zu gehen und dort zu leben, auch wenn es nur für einen Monat ist. Man muss nur seine Ängste ablegen und einfach loslegen. Was kann einem schon passieren – man sammelt Erfahrungen! Und das ist das Wichtigste, denn nur das bringt uns weiter.

PS: Ich habe ein neues Lieblingstier für mich entdeckt, ratet mal welches?

 

 

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