Katharina Telscher: Studienaufenthalt an der Academy of Design Ljubljana (Slowenien)

 

Vorbereitung

Ehrlich gesagt wusste ich vor meiner Abreise nach Ljubljana nicht viel über Slowenien, geschweige denn über die Stadt. Ich habe mich eher aufgrund der geringen Auswahl von Partneruniversitäten für Slowenien entschieden und habe es nicht bereut.  Natürlich hatte ich mich mit Hilfe der Internets über das Land informiert und war von den ersten Eindrücken sehr angetan. Außerdem lernte ich plötzlich Menschen kennen die schon einmal in Ljubljana waren und davon schwärmten. Über das soziale Netzwerk Facebook bin ich Mitglied in einer Gruppe für alle Erasmus Studenten in Ljubljana geworden und war wirklich erstaunt über die große Anzahl.

Die Kurswahl an der Partnerhochschule fiel mir nicht sehr schwer, denn das Angebot hat mir sehr zugesagt. Es gab auch keine Probleme die gewünschten Kurse zu belegen. Durch die gut strukturierte Checkliste des International Office in Magdeburg lief das Bewerbungsverfahren sehr problemlos ab. Bei Unklarheiten habe ich gefragt und wurde immer gut beraten, sonst habe ich mich einfach an die Liste und Fristen gehalten. So hat alles prima funktioniert. Die Mitarbeiter im International Office haben mir das Bewerbungsverfahren sehr erleichtert. Da ich in dem Semester ein Praktikum in Düsseldorf gemacht habe war ich nicht vor Ort um persönlich Dokumente einzureichen – aber das war kein Problem.

Die Hochschule

Die Betreuung an der  war sehr gut und alle Professoren waren sehr nett und hilfsbereit. Die Slowenen im Allgemeinen sind ein herzliches und freundliches Volk. Auch Petra Bevek vom International Office nimmt sich viel Zeit für Fragen und Organisatorisches.

Da die Kurse bis auf wenige alle auf Slowenisch stattfanden, wurden für uns Erasmus Studenten extra Kurstreffen organisiert. Das heißt, wir waren mit 3-4 Leuten in einem Kurs. So hatten wir eine gute Betreuung und einen flexiblen Stundenplan. Außerdem konnte man jederzeit mit den Lehrkräften sprechen, wenn man Probleme hatte oder etwas wissen wollte. Leider entstand dadurch auch nicht sonderlich viel Kontakt zu den slowenischen Studenten an der Hochschule.

Da die Hochschule aus drei Fakultäten, Mode-Textildesign, Innenarchitektur und Visuelle Kommunikation besteht, gibt es auch ein breit gefächertes Angebot an Kursen, welche man nach Belieben wählen kann. Ich habe aus allen drei Fakultäten gewählt: Materials and Textiles, Photography, Video in Design und Feng Shui, mein absoluter Favorit. In allen vier Kursen gab es eine abschließende Abgabearbeit, welche wir sehr frei gestalten konnten. Zum Beispiel gestalteten wir unser eigenes Feng Shui Hotel oder wir erstellten ein Fotobuch über unsere Erlebnisse in Slowenien.

Für mich persönlich waren die Kurse an der Partnerhochschule eine gute Ergänzung zu den Lehrveranstaltungen in Magdeburg. Zum einen weil ich selber sehr interessiert an Textildesign bin, zum anderen weil es wirklich toll ist, fern vom Industriedesign, Einblicke in andere Designfelder zu bekommen. Und es ist interessant zu sehen wie andere Länder Design machen und wie es gelehrt wird.

Die Hochschule befindet sich in einem neu errichteten Gebäude und ist modern eingerichtet. Sie befindet sich auf einem der Haupt-Campi der Stadt und ist mit dem Bus gut zu erreichen. In Ljubljana ist sowieso alles leicht und schnell erreichbar. Sei es zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit dem Bus oder mit dem Taxi, alles ist günstig, sowohl Taxi als auch Bus.

Man spürt, dass die Hochschule noch sehr jung ist. Bei manchen Dingen hapert es leider an der Organisation. Oder auch Missverständnisse durch die Sprachbarriere stiften leichte Verwirrungen. Es ist einige Male vorgekommen, dass ich in die Akademie gefahren bin mit der Erwartung, es würde eine Vorlesung stattfinden aber das tat es nicht. Aber das war angesichts der guten Kurse und dem Spaß daran nicht so schlimm.

Da wir nur eine kleine Gruppe von Erasmus-Studenten waren, kannten wir uns schnell untereinander. Es wurden auch einige Erasmus-Treffen und Exkursionen organisiert, so dass ich sehr viele Menschen aus verschiedenen Ländern kennenlernte. Mit den einheimischen Studenten kamen wir weniger in Kontakt. Bis auf ein paar Ausnahmen zeigten diese aber auch kein besonders großes Interesse daran, mit den Erasmus-Studenten zu sprechen,.

Die Unterkunft

Da ich vor meiner Abreise über das Internet zahlreiche Wohnungsanzeigen für Ljubljana ausfindig gemacht hatte und viele E-Mails an Vermieter geschrieben hatte, gehörte ich zu den Glücklichen die schon vor Beginn des Semesters eine feste Bleibe hatten. Ich wohnte in einer 5er WG und mit der Wohnung, der Lage und meinen Mitbewohnern hatte ich sehr viel Glück. Ich hatte das einzige Einzelzimmer der Wohnung und bezahlte 220 €. Da die Mietpreise nicht so erschwinglich sind wie man vielleicht meinen mag (vor allem nicht wenn man Magdeburger Mieten gewohnt ist), ist es recht üblich in Doppelzimmern zu wohnen, jedenfalls in den Studentenwohnheimen.

Ich kann jedem nur empfehlen sich vor der Abreise um die Unterbringung zu kümmern, da der Andrang sehr groß war. Natürlich findet man trotzdem immer eine Unterkunft. Die meisten Austauschstudenten wohnen am Anfang in Hostels und suchen sich dann mit Hilfe des International Offices ein passendes Zimmer. Das kann aber auch mal mehrere Wochen dauern. Falls man gerne preiswert in einem Wohnheim wohnen möchte, sollte man sich vorab online um ein Zimmer bewerben.

Slowenien

Sprachprobleme wird niemand in Slowenien haben, es sei denn er spricht kein Englisch. Fast alle Slowenen sprechen sehr gutes Englisch. Viele können aber auch bedingt durch den geschichtlichen Hintergrund Deutsch.

Da in Ljubljana und Slowenien allgemein Mensas nicht üblich sind, gibt es hier den sogenannten študentski bon. Damit kann man als Student in vielen ausgewählten Restaurants für meist nur 3 € essen gehen und bekommt die normalen Menüs, ein sehr gutes System, wie ich finde.

Slowenien ist vielseitig und liegt perfekt um in benachbarte Länder zu reisen. Man sollte auf jeden Fall einen Trip an die Adriaküste von Slowenien unternehmen und sich die wunderschöne Berglandschaft ansehen. Da Slowenien sehr klein ist, kann man zahlreiche Tagestrips machen. Zug- und Busfahrten sind preiswert - auch in andere Länder wie Italien, Österreich, Kroatien, Ungarn, Serbien oder andere Balkanstaaten kann man günstig reisen.

 Ljubljana ist offenherzig, international, hübsch, gemütlich und überschaubar. Durch die zahlreichen Erasmus Partys und den Kontakt zu den eigenen Mitbewohnern hatte ich schnell Leute kennengelernt und habe mit Ihnen viel unternommen - Partys, Ausflüge oder andere Dinge.

Fazit

I feel sLOVEenia!

Kontakt Magdeburg

André Nollmann

Leiter International Office
André Nollmann

Tel.: (0391) 886 44 40
Fax: (0391) 886 42 53
E-Mail: andre.nollmann@hs-magdeburg.de

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