Erasmus+ Praktikum

Im EU-Mobilitätsprogramm Erasmus+ kann nicht nur ein Studienaufenthalt an einer Partnerhochschule gefördert werden, sondern auch ein Praktikum in einem EU-Land sowie in Norwegen, Island, Liechtenstein, Mazedonien oder der Türkei.

Ziel des Programms ist, dass Studierenden und Absolventen Arbeitserfahrung in einem internationalen Umfeld sammeln und die Erfordernisse eines EU-weiten Arbeitsmarktes kennen lernen. Darüber hinaus können Sie ihre Schlüsselqualifikationen wie Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit, Offenheit und Kenntnisse über andere Kulturen und Märkte erweitern.

Studierende aller Nationalitäten können in jedem Studienzyklus (Bachelor, Master sowie Promotion) jeweils bis zu 12 Monate mit Erasmus+ gefördert werden. (Erasmus+ Studium oder Erasmus+ Praktikum oder Erasmus+ Studium + Erasmus+ Praktikum). Dies beinhaltet auch die Möglichkeit von Absolventenpraktika in Erasmus+.

Es können sowohl Pflichtpraktika als auch freiwillige Praktika gefördert werden.

Die im Ausland erbrachten Leistungen müssen gemäß Learning Agreement anerkannt werden (z.B. Eintrag in das Diploma Supplement, ECTS, EUROPASS).

Christian Rathmann ging für ein Praktikum nach Schweden.
Für drei Monate ging Christina Balsam an die Costa Blanca in Spanien und machte dort ihr Praktikum.
Die Dolce Vita erlebte Janet Pinnow während ihres Praktikums in Rom.
In die britische Hauptstadt London zog es Jan Polei für sein Praktikum.
Kathrin Ahlers absolvierte ihr Praktikum in Nizza.
Ein Semester studierte Marthe Wolther in Riga, Lettland.

Vorteile eines Praktikums

  • EU-Praktikumsvertrag zwischen Hochschule, Unternehmen und Studierendem
  • akademische Anerkennung des Praktikums
  • Begleitung während des Praktikums durch je einen Ansprechpartner an der Heimathochschule und im Unternehmen
  • Förderung auslandsbedingter Mehrkosten
  • Unterstützung bei der Vorbereitung (kulturell, sprachlich, organisatorisch)
  • Sonderzuschüsse für Studierende mit Behinderung

Voraussetzungen

  • reguläre Immatrikulation an einer deutschen Hochschule
  • Heimat- und Gasthochschule (wenn das Praktikum an einer Hochschule stattfindet) besitzen eine gültige Erasmus+ Universitätscharta (ECHE)
  • nicht förderbar sind Praktika in europäischen Institutionen bzw. Organisationen, nationalen diplomatischen Vertretungen sowie Organisationen, die EU-Programme verwalten

Suche nach einem Praktikumsplatz

Die Studierenden suchen sich den Praktikumsplatz meist selbst.

Gelegentlich kann das Leonardo Büro Sachsen-Anhalt unterstützen, indem Adressen von Praktikumsstellen zur Verfügung gestellt werden.

Weitere Informationen zur Praktikumsplatzsuche finden Sie hier (Tab "Auslandspraktikum").

Förderung

Die finanzielle Förderung von Erasmus+ Aufenthalten von Studierenden orientiert sich an den unterschiedlichen Lebenshaltungskosten in den Zielländern („Programmländer“).

Es gelten europaweit die folgenden Mindesthöhen für drei Ländergruppen für Praktikumsaufenthalte (SMP):

  • Gruppe 1 (monatlich 350 Euro): Dänemark, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Liechtenstein, Norwegen, Österreich, Schweden.
  • Gruppe 2 (monatlich 300 Euro): Belgien, Griechenland, Island, Kroatien, Luxemburg, Niederlande, Portugal, Slowenien, Spanien, Tschechien, Türkei, Zypern.
  • Gruppe 3 (monatlich 250 Euro): Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Malta, ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Polen, Rumänien, Slowakei, Ungarn.

Genaue Informationen zur Höhe der Förderung  finden Sie auf den Seiten des Leonardo Büros Sachsen-Anhalt, das als Konsortium die Erasmus+ Praktika aller Studierenden und Absolventen in Sachsen-Anhalt betreut.

Die Beantragung der Förderung erfolgt direkt beim Leonardo-Büro Sachsen-Anhalt, wo Sie auch alle nötigen Vordrucke finden.

Sprachenförderung

Die Europäische Kommission stellt voraussichtlich ab Oktober 2014 einen Online-Sprachtest für die fünf großen Sprachen (DE, EN, ES, FR, IT, NL) zur Verfügung. Dieser ist von allen Studierenden/Graduierten (gilt nicht für Muttersprachler) sowohl vor Beginn der Mobilität als auch nach Beendigung des Aufenthalts verpflichtend in der Arbeitssprache zu absolvieren.

Der Test ist kein Auswahlkriterium für die Förderung im Programm Erasmus+. Er soll nach der Auswahl der in Erasmus+ zu fördernden Teilnehmer als Einstufungstest zur Dokumentation ihres aktuellen Sprachstandes dienen bzw. nach Abschluss des Aufenthaltes um erzielte Fortschritte beim Spracherwerb zu erfassen.

Die EU Kommission vergibt zudem Lizenzen für Online-Sprachkurse in den o.g. Sprachen an die Hochschulen, die einem bestimmten Prozentsatz der Teilnehmer auf Grundlage der Testergebnisse zur Verfügung gestellt werden.

Außerdem können vorbereitende Sprachkurse im Gastland zusätzlich zum eigentlichen Aufenthalt finanziell gefördert werden.

Möglichkeiten zur sprachlichen Vorbereitung in Magdeburg finden Sie hier (Tab "Sprachliche Vorbereitung").

Rechte und Pflichten

Die Rechte und Pflichten der Studierenden im Erasmus+ Programm sind in der „Erasmus+ Studierendencharta“ geregelt, die jedem Studierenden vor Beginn des Auslandsaufenthalts ausgehändigt wird.

Die Studierendencharta finden Sie auch hier:

Erasmus+ Studierendencharta

So sind bspw. alle Teilnehmer an einer Erasmus+ Mobilitätsmaßnahme verpflichtet, nach Abschluss der Maßnahme einen Bericht über das Mobility Tool Plus zu erstellen und zusammen mit entsprechenden Nachweisen (z. B. zur Aufenthaltsdauer) einzureichen.

Neuerungen in der aktuellen Programmgeneration Erasmus+ 2014-2020

  • Studierende können in jedem Studienzyklus (Bachelor, Master, Doktorat) mehrfach gefördert werden.
  • Je Studienzyklus können zwölf Monate gefördert werden.
  • Praktika können ab zwei Monaten* (bislang drei Monate) während und nach Abschluss des Studiums gefördert werden.
  • Praktika innerhalb eines Jahres nach Abschluss einer Studienphase (Graduiertenpraktika) können gefördert werden, falls die Bewerbung innerhalb des letzten Jahres der Studienphase erfolgt ist.
  • Studierende, die im Vorgängerprogramm LLP-Erasmus gefördert wurden, können in Erasmus+ erneut eine Förderung erhalten, sofern sie noch nicht die Maximaldauer von 12 Monaten im betreffenden Studienzyklus ausgeschöpft haben.

*Jeder Monat wird mit 30 Tagen gerechnet. Praktikumsaufenthalte können also mindestens 60 und maximal 360 Tage lang sein.

Haftungsklausel

Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.

Kontakt

Nancy Brosig

Erasmus+ Hochschulkoordinatorin
Nancy Brosig

Tel.: (0391) 886 42 29
Fax: (0391) 886 42 53
E-Mail: nancy.brosig@hs-magdeburg.de

Besucheradresse: Haus 4, Zimmer 2.19

Beratung zum Erasmus+ Auslandsstudium und zum Erasmus+ Auslandspraktikum:

Im Dezember 2017

Dienstag 13.30-15.30 Uhr

Donnerstag 11.00-13.00 Uhr

Bitte beachten Sie, dass das International Office vom 25.12.2017 bis 01.01.2018 geschlossen bleibt.

Im Januar 2018

Dienstag 13.30-15.30 Uhr
(außer Dienstag, 02.01.2018)

Donnerstag 11.00-13.00 Uhr

Ab Februar 2018

Dienstag 11.00-13.00 Uhr

sowie nach Vereinbarung

weitere Ansprechpersonen

Kontakt Stendal

Mandy Mattke

Tel.: (03931) 2187 48 36
Fax: (03931) 2187 48 70
E-Mail: mandy.mattke@hs-magdeburg.de

Besucheradresse: Haus 2, Raum 2.23

weitere Ansprechpersonen

Ferndurst & Wissensweh

Das studentische Projekt "Ferndurst und Wissensweh" bietet regelmäßig Infoabende von Studierenden für Studierende rund um das Thema Auslandsaufenthalt an.

mehr erfahren

Facebook-Seite "Hochschule Magdeburg-Stendal international"

Die Facebook-Seite der Hochschule rund ums Thema Internationales – hier sind alle willkommen, die sich über internationale Veranstaltungen und Projekte der Hochschule informieren möchten, internationale Studierende der Hochschule kennenlernen sowie Infos zu Aktionen und internationalen Aktivitäten erhalten wollen. Viel Spaß!

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