FEM POWER Projekt der Hochschule Magdeburg-Stendal

Die Hochschule Magdeburg-Stendal sieht die Gewährleistung von Chancengleichheit als strategische Aufgabe der Hochschulleitung an. Daher wurde ein Gleichstellungskonzept verabschiedet und ein Maßnahmenplan aufgestellt, den die Hochschule im Rahmen des Audits familienfreundliche Hochschule zu erfüllen hat. Das übergeordnete Ziel besteht darin, mittels Gleichstellungsinitiativen einen Beitrag dazu zu leisten, eine ausgewogene Repräsentation von Frauen und Männern in allen wissenschaftlichen Qualifikationsstufen – angefangen von den Studierenden über den Mittelbau bis hin zur Professur – herzustellen.

Landesweites Projekt FEM Power

Im Rahmen von FEM POWER setzen die Universitäten und Hochschulen des Landes Sachsen-Anhalt jeweils eigene Gleichstellungsmaßnahmen um. Die Laufzeit des Programms bis Ende 2022 ermöglicht dabei die Planung und Realisierung nachhaltiger und längerfristiger Projekte und Instrumente zur Verbesserung der Chancengleichheit in Wissenschaft und Forschung in Sachsen-Anhalt. Hierzu gehört auch die verstärkte strukturelle Verankerung und Professionalisierung von Gleichstellungsarbeit mit dem Ziel ihrer Nachhaltigkeit, die nicht zuletzt auch durch die intensive Vernetzung und den regelmäßigen Austausch innerhalb des FEM POWER Netzwerkes befördert wird. 

Als konkrete Zielvorgaben des Gesamtprojektes gelten:

  • Personalmaßnahmen zur Netzwerkbildung und Koordination von Gleichstellungs- und  Gendermaßnahmen im Land Sachsen-Anhalt.
  • Verstärkung der Frauenanteile durch Forschungsstellen und/oder -stipendien für Frauen zur Verbesserung der Berufungsfähigkeit für Professuren,
  • Förderung von kooperativen Promotionen von Frauen an Fachhochschulen.
  • Förderung von Veranstaltungen, die der Chancengleichheit dienen.
  • Steigerung der Anzahl der Frauen im MINT-Bereich

Chancengleichheit stärken - MINT-Karrieren fördern

In Umsetzung ihres Gleichstellungskonzeptes hat die Hochschule Magdeburg-Stendal unter dem Projekttitel "Chancengleichheit stärken – MINT-Karrieren fördern" Fördermittel zur Finanzierung von zwei Qualifikationsstellen für Wissenschaftlerinnen zur Durchführung kooperativer Promotionsvorhaben und eine wissenschaftliche Mitarbeiterinnenstelle zur Etablierung eines Gleichstellungsbüros bewilligt bekommen. Das Projekt hat eine Laufzeit bis Ende 2021.

Die Qualität der Gleichstellungsarbeit an der Hochschule soll gefestigt und die Fachbereiche in der Umsetzung ihres Gleichstellungsauftrages unterstützt werden.

Leiterin des Projektes ist die Gleichstellungsbeauftragte Angret Zierenberg.

Gleichstellungsbüro

Etablierung eines Gleichstellungsbüros zur Umsetzung des Gleichstellungsauftrages, MINT-Nachwuchsförderung und Networking

Für die Unterstützung der Gleichstellungsarbeit wird ein Gleichstellungsbüro etabliert, dass folgende Ziele verfolgt:

  • Gleichstellungsarbeit der Hochschule Magdeburg-Stendal qualitativ stärken und bestehende Strukturen festigen,
  • Wissenschaftskarrieren von Frauen fördern und verbessern,
  • Weiterentwicklung des Gleichstellungskonzeptes, 
  • Maßnahmen zur Erhöhung des Frauenanteils im MINT-Bereich entwickeln und umsetzen,
  • Gewinnung von Studentinnen für ein Studium im MINT-Bereich sowie
  • Netzwerkbildung.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin FEM POWER:

Carolin Flux
E-Mail: carolin.flux@h2.de

koop. Promotion WUBS

Kooperative Promotion im Fachbereich Wasser, Umwelt, Bau und Sicherheit

Förderung der wissenschaftlichen Karriere einer Absolventin in Kooperation mit der Universtität Kassel.

Verantwortliche Professorin:

Prof. Dr. Kati Jagnow

E-Mail: kati.jagnow@hs-magdeburg.de

Wissenschaftliche Mitarbeiterin:

Katharina Gebhardt

E-Mail: katharina.gebhardt@hs-magdeburg.de

Die Promotion von Katharina Gebhardt wird von 2018 bis 2021 von Prof. Dr.-Ing. Kati Jagnow, FG Technische Gebäudeausrüstung, Energiebilanzierung, Energetische Sanierung am FB Wasser, Umwelt, Bau und Sicherheit der Hochschule Magdeburg-Stendal und Univ.-Prof. Dr.-Ing. Anton Maas, FG Bauphysik am FB Architektur, Stadt- und Landschaftsplanung der Universität Kassel betreut.

Thema des Promotionsvorhabens:

„Nutzerzufriedenheit und Funktionalität von Tagungs- und Konferenzräumen unter Berücksichtigung der Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit“

Die Nutzer*innenzufriedenheit in einem Gebäude ist eines der Kernziele guter Architektur. Neben Energie- und Kostenkennwerten spielt sie zunehmend eine Rolle bei der Betrachtung der Gebäudeperformance und der Nachhaltigkeit. Grundlegende Idee des Promotionsprojektes ist eine Untersuchung der Nutzer*innenzufriedenheit und Funktionalität von Tagungs- und Konferenzräumen bis 100 Sitzplätzen, wie sie insbesondere im Bereich der berufsständischen Fortbildung genutzt werden.

Tagungsräume sollten durch ihre Behaglichkeit, Nutzer*innenfreundlichkeit und durchdachte Funktionalität den Fokus auf das Seminargeschehen reibungslos zulassen, die psychischen Ressourcen der Nutzer*innen schonen und den Wissensaustausch fördern. Stellen unkomfortable Eigenschaften des Raumes wie mangelnde Luftqualität, fehlendes Tageslicht, Zugerscheinungen, schlechte Raumakustik oder mangelnde Flexibilität einen Stressor dar, kommt es zu einem erhöhten Anteil Unzufriedener, zu Beschwerdevorgängen und Optimierungsversuchen, die schlimmstenfalls vom eigentlichen Seminargeschehen ablenken.

Diese Situation soll im Rahmen des Projektes verbessert werden, indem aus den ggf. aufgetretenen Planungsfehlern oder getroffenen Fehlentscheidungen für künftige Entwürfe Planungsgrundregeln abgeleitet werden. Geplant sind Nutzer*innenbefragungen (Fragebögen), Messungen und ggf. Expert*inneninterviews in ca. 50 Tagungsräumen in Hotels, Schulungszentren und berufsständischen Kammern.

koop. Promotion IWID

Kooperative Promotion im Studiengang Industrial Design

Förderung der wissenschaftlichen Karriere einer Absolventin in Kooperation mit der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.

Verantwortliche Professorin:

Prof. Steffi Hußlein

E-Mail: steffi.husslein@hs-magdeburg.de

Wissenschaftliche Mitarbeiterin:

Mareike Gabele

E-Mail: mareike.gabele@hs-magdeburg.de

Der Studiengang Interaction Design im Institut Industrial Design, Fachbereich IWID hat in Kooperation mit dem Studiengang Computervisualistik, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg eine Wissenschaftliche Mitarbeiterin Interaction Design/Computervisualistik zur kooperativen Promotion eingestellt.

Interaction Design / Institut Industrial Design

Die Promotion von Mareike Gabele wird von 2017-2021 von Prof. Steffi Hußlein Interaction
Design, Institut Industrial Design, IWID Fachbereich der Hochschule Magdeburg -Stendal und
Jun.-Prof. Dr. Christian Hansen, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Fakultät für
Informatik, Institut für Simulation und Graphik betreut.
Innerhalb des Projektes besteht eine Schnittstelle zwischen Interaction Design und
Computervisualistik. Daraus soll langfristig ein interdisziplinäres Netzwerk aus
Anwendungsbereichen und Forschung gebildet werden um zukünftige Verbindungen und
Entwicklungen zu stärken.


Topic // Medical Interaction Design

-Forschung, Entwicklung und Gestaltung innovativer Interaktionsformate und -methoden im
medizinischen Raum


Die Rehabilitationszeit nach einem Unfall oder einer Krankheit ist nicht nur körperlich, sondern
auch psychisch belastend. Für den Erfolg der Rehabilitation ist jedoch ein hohes Maß an
persönlichem Einsatz und ein langanhaltendes Durchhaltevermögen der Betroffenen nötig, da
entsprechende Behandlungen Monate bis Jahre dauern können.


Im Rahmen des Projektes werden Interaktionsformate entwickelt und reflektiert, die die Motivation
der Betroffenen zur Therapie und die Übertragung der in der Therapie gelernten Elemente in den
persönlichen Alltag fördern. Diese werden in vernetzten interaktiven Produkten [ IoT´s, Digital
Analog Surface, Mobile ] für den medizinischen Raum erarbeitet, die aktiv den
Rehabilitationsprozess erweitern sollen und weiterführend Raum zur Bildung und Förderung von
sozialen und gesellschaftlichen Verbindungen schaffen.


Die Basis dafür wird aus einer Kombination aus zu vermittelnden Informationen und geschaffener
User Experience gebildet. Der Fokus liegt innerhalb dieses Rahmens auf der wirksamen
Übertragung der Therapie in die physische Welt, individuellem Bezug zu persönlichen Interessen
und Bedürfnissen und der erfolgreichen Anwendung der Prototypen durch die Zielgruppe.

Veröffentlichungen

Arrambinde, K., Gabele, M., Freiman Cormier, L., Wagner, S., Wehbe, R. R., Hansen, C., Nacke, L. E. (2019). The Development Of “Orbit” - The Collaborative BCI Game For Children With AD(H)D. Proceedings of the 2019 Annual Symposium on Computer-Human Interaction in Play, ACM.

Gabele, M., Thoms, A., Schumacher, D., Husslein, S., Hansen, C. (2019). Light as a Long-term Visualization Method of the Training Status for Patients in Hometraining in Rehabilitation. International Conference on Interfaces and Human Computer Interaction (IHCI), Porto, Portugal. Ausgezeichnet mit dem Encouragement Award

Batz, V., Riess, H., Gabele, M., Schumacher, D., Herzog, M. (2019). Cuckoo – Facilitating Communication for People with Mental and Physical Disabilities in Residential Communities. International Conference on Interfaces and Human Computer Interaction (IHCI), Porto, Portugal.

Gabele, M., Schroeer, S., Husslein, S., Hansen, C. (2019). An AR Sandbox as a Collaborative Multiplayer Rehabilitation Tool for Children with ADHD. Proceedings of Mensch & Computer 2019, Workshop Virtual and Augmented Reality for Health and Wellbeing, Hamburg.

Wagner, S., Joeres, F., Gabele, M., Hansen, C., Preim, B., Saalfeld, P. (2019). Difficulty Factors for VR Cognitive Rehabilitation Training - Crossing a Virtual Road. Computers & Graphics.

Gabele, M., Thoms, A., Alpers, J., Husslein, S., Hansen, C. (2019). Non-player Character as a Companion in Cognitive Rehabilitation for Adults - Characteristics and Representation. Proceedings of International GamiFIN Conference, pp. 130-141.

Gabele, M., Thoms, A., Alpers, J., Husslein, S., Hansen, C. (2019). Effects of Interactive Storytelling and Quests in Cognitive Rehabilitation for Adults. Proceedings of International GamiFIN Conference, pp. 118-129.

Kontakt

Angret Zierenberg
Projektleiterin FEM POWER
Gleichstellungsbeauftragte der Hochschule

Tel.: (03931) 2187 4843
Fax: (03931) 2187 4870
E-Mail: angret.zierenberg(at)h2.de

Besucheradresse: Haus 4, Raum 1.04.1 Campus Magdeburg, Haus 2, Raum 1.02. Campus Stendal

Bild Carolin Flux

Carolin Flux
Referentin für Chancengleichheit
FEM POWER

Tel.: (0391) 886 45 07
E-Mail: carolin.flux@h2.de

Besucheradresse: Haus 4, Raum 1.04.1 - Campus Magdeburg

Malica Christ
wissenschaftliche Hilfskraft

Tel.: (0391) 886 45 07
E-Mail: malica.christ@gast.hs-magdeburg.de

Besucheradresse: Haus 4, Raum 1.04.1 - Campus Magdeburg

Aktuelles

(F)EMPOWERing Sachsen-Anhalt

3 Jahre FEM POWER in Wissenschaft und Forschung: Zwischenbilanz & Zukunftsperspektiven am 23. Oktober in Magdeburg

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