Dolmetschen und Übersetzen für Gerichte und Behörden

MD

Magdeburg

Studienabschluss
Zertifikat

Studienart
Zertifikatsprogramm

Studienbeginn

Der aktuelle Kurs endet im Februar 2017. Die nächste Matrikel beginnt voraussichtlich im Herbst 2017. Die Termine der nächsten Matrikel werden Sie ab Mai 2017 unter dem Reiter „Termine” finden.


Regelstudienzeit
Die Regelstudienzeit beträgt 2 Semester.

Zulassungsbeschränkung
zulassungsbeschränkt

Bemerkungen
Das Studienprogramm beinhaltet Präsenzphasen und Phasen des Selbststudiums. Das Programm ist gebührenpflichtig, es gelten besondere Zulassungsvoraussetzungen. Das weiterbildende Studium qualifiziert Absolventinnen und Absolventen zum Dolmetschen und Übersetzen bei Gerichten und Behörden. Nach bestandener Prüfung besteht die Möglichkeit, sich vereidigen zu lassen und deutschlandweit tätig zu werden.

Studieninhalte

Im Rahmen des Studienprogramms erwerben die Teilnehmer grundlegende juristische Kenntnisse und werden in Dolmetsch- und Übersetzungstechniken sowohl in sprachübergreifenden als auch sprachbezogenen Gruppen geschult.

Folgende 3 Module mit insgesamt 112 Präsenzstunden und 300 Stunden Selbststudium werden in knapp 2 Semestern gelehrt. Sie umfassen jeweils 5 Credits und werden jeweils mit einer Prüfung abgeschlossen:

Modul 1: Einführung in rechtliche und behördliche Verfahren und Gebiete

  • Öffentliche Verwaltung und Zivilrecht (Institutionen der Rechtspflege und Verwaltung der BRD, Allgemeines Zivilrecht und Gesellschaftsformen, Familienrecht, Arbeitsrecht)
  • Straf- und Strafprozessrecht
  • Polizei- und Gutachterwesen (Polizeiwesen und Verfahren und Vernehmungen, Medizinische Gutachten)
  • Verwaltungsprozessrecht (Verfassungsschutz, Ausländer- und Asylrecht)
  • Notariats- und Standesamtswesen

Modul 2: Einführung in juristische Übersetzungstechniken

  • Einführung in die Terminologieverwaltung
  • Juristisches und Urkundenübersetzen

Modul 3: Dolmetschen

  • Berufsethos und Berufskunde
  • Vom-Blatt-Übersetzen und Konsekutivdolmetschen
  • Konsekutivdolmetschen mit Notizentechnik
  • Simultan- bzw. Flüsterdolmetschen

Studienorganisation

Studienablauf

Das Studienprogramm…

  • ist ein berufsbegleitendes weiterbildendes Studienprogramm über 2 Semester
  • mit insgesamt 112 Präsenzstunden und 300 Stunden Selbststudium
  • verteilt auf 12 Wochenendblöcke  (davon 10 Lehre, 2 Prüfung)
  • im Turnus von ca. 3-5 Wochen
  • jeweils in der Zeit von 17.30-20.45 Uhr am Freitag und von 9.30-17.00 Uhr am Samstag
  • unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Ingrid Fehlauer-Lenz (Fachbereich Soziale Arbeit, Gesundheit und Medien)
  • mit praxiserfahrenen Referenten und Sprachdozenten

Prüfungen und Zertifikatsabschluss

Für die Vergabe des Zertifikats müssen alle drei Modulprüfungen erfolgreich bestanden werden. Anderenfalls wird eine Teilnahmebescheinigung ausgehändigt.

Die Zulassung zur Prüfung setzt eine Anwesenheit von mindestens 80 % an den  Präsenzveranstaltungen sowie das Erbringen der Prüfungsvorleistung, eine Hausarbeit zur Terminologiearbeit, voraus.

Alle Modulprüfungen sind ohne Hilfsmittel abzulegen:

  1. Mündliche juristische Prüfung (15 Minuten)
  2. Schriftliche Prüfung, bestehend aus zwei Aufgaben:
  • Landeskundlicher Aufsatz in der Arbeitssprache (180 Minuten)
  • Übersetzung folgender Texte in beide Sprachrichtungen: allgemeinsprachlicher Text, Urkunde, Text aus dem Zivil- bzw. Strafrecht (300 Minuten)

Dolmetschprüfung in beide Sprachrichtungen (60 Minuten), bestehend aus drei Aufgaben:

  • Übertragung vom Blatt (Stegreifübersetzen)
  • Anspruchsvolles Konsekutivdolmetschen (Verhandlungsdolmetschen)
  • Simultan- bzw. Flüsterdolmetschen (Vortragsdolmetschen)

In die Abschlussnote gehen die Mündliche juristische Prüfung zu 20 %, die Schriftliche Prüfung zu
30 % und die Dolmetschprüfung zu 50 % ein.

Voraussetzungen

Das weiterbildende Studienprogramm Dolmetschen und Übersetzen für Gerichte und Behörden ist geeignet für:

  •  Ausgebildete Dolmetscher und/oder Übersetzer
  •  Juristen und andere Akademiker mit Zweitsprachkompetenz

 

Nach erfolgreicher Teilnahme am Studienprogramm verleiht die Hochschule Magdeburg-Stendal das Zertifikat: „Dolmetschen und Übersetzen für Gerichte und Behörden” für die deutsche und die Arbeitssprache.

Für die Zulassung zum Studium müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:

Qualifikationen

Überdurchschnittliche Beherrschung der Muttersprache und sehr gute Kenntnisse der Fremdsprache. Als Richtwert gelten dabei folgende Niveaustufen des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens:

  • Muttersprache: Niveau C2
  • Fremdsprache: Niveau C1

und

  • ein abgeschlossenes Hochschulstudium an einer deutschen oder ausländischen Hochschule, bevorzugt im Bereich Dolmetschen oder Übersetzen oder Sprachwissenschaften oder
  • eine Hochschulzugangsberechtigung entsprechend dem Hochschulgesetz des Landes Sachsen-Anhalt (HSG LSA) und eine abgeschlossene Berufsausbildung im Bereich Dolmetschen oder Übersetzen  in der gewählten Arbeitssprache und eine mindestens 2-jährige einschlägige Berufspraxis. 

Bewerbungsunterlagen

  • ausgefülltes Bewerbungsformular
  • Motivationsschreiben
  • tabellarischer Lebenslauf mit Foto
  • Kopien von einschlägigen Zeugnissen/Zertifikaten/Urkunden
  • Nachweis des erforderlichen Sprachniveaus in der Fremdsprache
  • Nachweis der einschlägigen Berufspraxis

Eignungsfeststellungsprüfung

Wenn Sie die formalen Anforderungen der Bewerbung erfüllt haben, laden wir Sie zu einer Eignungsfeststellungsprüfung ein. Nach erfolgreichem Bestehen und unter der Voraussetzung, dass Ihre Arbeitssprache eine der angebotenen Arbeitssprachen ist, erhalten Sie die Zulassung zum Studienprogramm.

Wird das Studium zum beantragten Termin nicht begonnen, ist das Ergebnis einer bestandenen Eignungsfeststellungsprüfung auch noch für den nächsten Durchgang gültig, in dem die Arbeitssprache angeboten wird.

Die pro Sprache zur Verfügung stehenden Plätze werden nach der Rangfolge der Prüfungsergebnisse vergeben.

Arbeitssprache wird im aktuellen Programm angeboten

Das Studienprogramm ist auf maximal 30 Plätze begrenzt. Welche Sprachen angeboten werden, hängt von den eingegangenen Bewerbungen ab. Auch die wenig verbreiteten Sprachen werden bei Bedarf angeboten. Deshalb ermutigen wir alle Interessenten, sich zu bewerben.

Perspektiven

Ihnen bietet sich mit dieser Weiterbildung die Möglichkeit der

  • Ausbildung zur Tätigkeit als Gerichts- und Behördendolmetscher
  • Fortbildung für bereits tätige Dolmetscher und Übersetzer
  • Vorbereitung auf die Beeidigung für allgemein beeidigte Dolmetscher und Übersetzer
  • Qualifizierung im Hinblick auf die Anerkennung der fachlichen Eignung zur Beantragung der Berufsbezeichnung „Staatlich anerkannter Dolmetscher und/oder Übersetzer für Gerichte und Behörden” bei den jeweiligen Landesbehörden.

Die beeidigten Dolmetscher und Übersetzer werden in der bundesweiten Datenbank http://www.gerichtsdolmetscherverzeichnis.de aufgelistet.

Termine

Bewerbungsphase 2017

Interessierte können sich für den nächsten Durchgang des Weiterbildungsprogramms ab dem 2. Mai 2017 bewerben.

Präsenzphasen Matrikel 2016

  • 1./2. April 2016 – Präsenzphase 1
  • 29./30. April 2016 – Präsenzphase 2
  • 27./28. Mai 2016 – Präsenzphase 3
  • 24./25. Juni 2016 – Präsenzphase 4
  • 15./16. Juli 2016 – Präsenzphase 5
  • 9./10. September 2016 – Präsenzphase 6
  • 7./8. Oktober 2016 – Präsenzphase 7
  • 4./5. November 2016 – Präsenzphase 8
  • 2./3. Dezember 2016 – Präsenzphase 9
  • 12./14. Januar 2017 – Schriftliche Prüfungen
  • 3./4. Februar 2017 – Präsenzphase 10
  • 24./25. Februar 2017 – Mündliche Prüfungen

Zur Info

  • 12 Präsenzphasen insgesamt
  • davon: 10 Präsenzwochenenden mit 112 Präsenzstunden am Freitag von 17.30 Uhr bis 20.45 Uhr (4 Unterrichtsstunden) und Samstag von 09.30 Uhr bis 17.00 Uhr (8 Unterrichtsstunden)

(Änderungen vorbehalten)

Gebühren

Studiengebühr

Die Teilnahmegebühren sind vor Kursbeginn zu entrichten, die Teilnahme an der Prüfung ist nicht obligatorisch.

  • Teilnahmegebühr: ca. 2.850 €
  • Prüfungsgebühren: ca. 500 €

Informationen zu entsprechenden Fördermöglichkeiten in Sachsen-Anhalt finden Sie hier.

In Fällen sozialer Härte ist die Vereinbarung einer Ratenzahlung möglich. Diese bedarf eines begründeten und belegten schriftlichen (formlosen) Antrags, welcher der Bewerbung beizufügen ist und nicht im Nachhinein gestellt werden kann.

Kontakt

Stefanie Conradi

Programmkoordinatorin
Stefanie Conradi

Tel.: (0160) 990 470 14
Fax: (0391) 557 47 61
E-Mail: DuUe@hs-magdeburg.de

Besuchsadresse: FEZ, Breitscheidstraße 51, Raum 4.02, 39114 Magdeburg

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