Service-Bereich

Hier in unserem Service-Bereich finden Sie Informationen und Tipps für Bewerber*innen, Fachbereiche und Gutachter*innen sowie den Welcome Service für Neuberufene. 

Wenn Sie Fragen haben, helfen wir Ihnen gerne weiter.

Wir bieten Ihnen hier einen umfassenden Wegweiser zum Thema Berufungsverfahren an der Hochschule Magdeburg-Stendal. Foto: h2
Wir freuen uns über Ihr Interesse und heißen Sie an der Hochschule Magdeburg-Stendal herzlich willkommen. Foto: iStock
Wir beraten Sie in Berufungsverfahren und beantworten gerne Ihre Fragen zu Ihrer Bewerbung auf eine freie Professur! Foto: iStock
Wir bieten Ihnen Unterstützung für barrierefreie Berufungsverfahren und begleiten Sie auf Ihrem Weg zur Professur an der Hochschule Magdeburg-Stendal. Foto: h2
Regelmäßig im Jahr bieten wir Einführungsveranstaltungen für unsere neuberufenen Professor*innen an, um ihnen den Start an der Hochschule zu erleichtern und sie willkommen zu heißen. Foto: h2

Bewerber*innen

Was ist das Besondere am Berufsbild der HAW-Professur?

Die Aufgaben von Professor*innen richten sich nach den ihrer Hochschule obliegenden Aufgaben. Dem Hochschultyp der Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW, häufig noch als Fachhochschulen bezeichnet) obliegt die Aufgabe, durch anwendungsbezogene Lehre auf berufliche Tätigkeiten, die die Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden oder die Fähigkeit zur künstlerischen Gestaltung erfordern, vorzubereiten. In diesem Rahmen nehmen die HAW Forschungs- und Entwicklungsaufgaben und künstlerisch-gestalterische Aufgaben wahr.

Sie sind mit diesem besonderen Anwendungsbezug Partner ihrer Hochschulstädte und der gesamten Region, insbesondere der dort ansässigen Unternehmen und Dienstleister. Das Wirkungsfeld strahlt zudem in den internationalen Raum, wo mit internationalen Partner*innen an wissenschafts- und anwendungsorientierten Fragestellungen gearbeitet wird. Damit steht die Anwendungsorientierung im Fokus von Studium und Forschung. Aus diesem spezifischen Aufgabenprofil der HAW leitet sich das Berufsbild der HAW-Professur ab. Drei wesentliche Punkte machen die Professur an HAW zunehmend interessant:

  1. Berufungsvoraussetzungen: Um den direkten Bezug zur Praxis zu sichern, sollen Professor*innen an einer HAW neben der wissenschaftlichen Qualifikation über mehrjährige Erfahrung in der beruflichen Praxis verfügen. Eine Habilitation ist nicht erforderlich.
  2. Stellenwert der Lehre: Professor*innen an HAW können sich auf die Lehre konzentrieren, die mit einem Lehrdeputat von 16 Semesterwochenstunden einen hohen Stellenwert besitzt. Wichtig sind die Freude am Lehren und am Umgang mit Studierenden sowie das Interesse am Ausbau der eigenen pädagogischen Kompetenzen. Hinzu kommt der Anwendungsbezug, der durch die praxisorientierte Lehre gewährleistet wird.
  3. Promotionsrecht an HAW für forschungsstarke Fachrichtungen: Der Wissens- und Technologietransfer von Hochschulen in die berufliche Praxis spielt ebenso eine große Rolle wie die Lehre. Die Forschungsaktivitäten werden oftmals in direkter Zusammenarbeit mit Unternehmen und Institutionen durchgeführt. Das Berufsbild wird für all diejenigen, die neben dem Interesse an der Lehre forschungsaktiv sein wollen, attraktiver, weil forschungsstarken Fachrichtungen künftig das Promotionsrecht verliehen werden kann. Auch die Möglichkeit, Promovend*innen in Kooperation mit einer Universität zu betreuen, besteht weiterhin fort. An unserer Hochschule befinden sich derzeit zwei Promotionszentren im Aufbau.

Damit wird das Berufsbild der HAW-Professur zunehmend für junge Wissenschaftler*innen sichtbar und ist für alle attraktiv, die gerne ihr Wissen weitergeben, Spaß an der akademischen Lehre haben und ihr Forschungsgebiet mit einem hohen Grad an freier Gestaltung weiterentwickeln wollen.

Wie gestaltet sich das Berufungsverfahren?

Aufgrund der verfassungsrechtlichen Vorgaben sind Berufungsverfahren äußerst komplexe Prozesse mit externer Begutachtung, an denen verschiedene Hochschulgremien, Personen in unterschiedlichen Funktionen sowie das zuständige Ministerium mitwirken.

Wir optimieren stetig unser Verfahrensmanagement, um möglichst schnell zu einer Auswahlentscheidung zu gelangen. Wir räumen Berufungsverfahren jedoch ausreichend Zeit ein, um ein mit der gebotenen Sorgfalt geführtes Auswahlverfahren zu garantieren. Ein Berufungsverfahren kann bis zu 12 Monate und in Einzelfällen mehr als 12 Monate in Anspruch nehmen.

Berufungsverfahren unterliegen der besonderen Verschwiegenheit und der Beachtung des Datenschutzes. Sie werden als nicht öffentliche Verfahren geführt. Davon ausgenommen ist die Probelehrveranstaltung. Diese findet hochschulöffentlich statt.

Für das Auswahlverfahren wird eine Berufungskommission eingesetzt, die einen Berufungsvorschlag mit in der Regel drei Namen vorschlägt. Wie die Berufungskommission zusammengesetzt ist, finden Sie weiter unten unter "Welche Akteur*innen wirken am Berufungsverfahren mit?". Über den Ablauf des Berufungsverfahrens können Sie sich gerne hier informieren: Das Berufungsverfahren.

Welche Berufungsvoraussetzungen müssen erfüllt werden und wie ist das jeweilige Anforderungsprofil?

Die Berufungsvoraussetzungen gemäß § 35 Abs. 2 Hochschulgesetz des Landes Sachsen-Anhalt (HSG LSA) sind:

  1. ein abgeschlossenes Hochschulstudium

  2. pädagogische Eignung

  3. besondere Befähigung zur wissenschaftlichen Arbeit, die in der Regel durch die Qualität einer Promotion nachgewiesen wird, oder besondere Befähigung zur künstlerischen Arbeit und

  4. darüber hinaus je nach Anforderungen der Stelle

a) zusätzliche wissenschaftliche (Absatz 3) oder künstlerische Leistungen oder

b) besondere Leistungen bei der Anwendung oder Entwicklung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden in einer beruflichen Praxis, von der grundsätzlich drei Jahre außerhalb des Hochschulbereichs ausgeübt werden sollen.

Die Anforderungen der HAW-Professur leiten sich ab aus den besonderen Aufgaben zur anwendungsbezogenen Lehre. Daher sind die Anforderungen an eine Professur in der Regel mit Nr. 4 b) definiert. Demnach müssen neben dem Hochschulstudium, der pädagogischen Eignung und der wissenschaftlichen Befähigung auch besondere Leistungen bei der Anwendung oder Entwicklung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden in einer beruflichen Praxis, nachgewiesen werden. Grundsätzlich sollen diese besonderen Leistungen innerhalb und außerhalb des Hochschulbereiches erbracht werden, wovon die Zeit außerhalb des Hochschulbereichs drei Jahre umfassen soll.

Bei künstlerischen Professuren muss die besondere Befähigung zur künstlerischen Arbeit und darauf aufbauende besondere Leistungen in der beruflichen Praxis erbracht werden.

Darüber hinaus sind im Anforderungsprofil der jeweiligen Professur weitere zwingende oder wünschenswerte Anforderungskriterien genannt. So kann z.B. der Hochschulabschluss oder auch die Promotion einen fachlichen Bezug zur Denomination fordern oder die besonderen Leistungen sind in einem für die Professur relevanten Praxisgebiet zu erbringen.

Eine Habilitation ist in der Regel nicht erforderlich. Im Einzelfall kann jedoch eine Professur auch besonders wissenschaftlich geprägt sein. In diesen Fällen können neben dem Hochschulstudium, der pädagogischen Eignung und der Qualität der Promotion als Berufungsvoraussetzung zusätzliche wissenschaftliche Leistungen (Habilitation, Nr. 4 a) gefordert werden. Auch hier sind weitere fachspezifische Anforderungskriterien möglich.

Das genaue Anforderungsprofil, in der Regel mit den o.g. besonderen Leistungen in der beruflichen Praxis, ist im Ausschreibungstext der jeweiligen Professur genannt.

Was sollte bei der Bewerbung beachtet werden?

Bewerbungsunterlagen

Wir bedanken uns für Ihr Interesse an einer Professur an der Hochschule Magdeburg-Stendal und geben Ihnen Hinweise für Ihre Bewerbung. Aus den Bewerbungsunterlagen gewinnt die Berufungskommission sehr wichtige Erkenntnisse über Ihren Werdegang und Ihr Potential. Verwenden Sie daher die notwendige Sorgfalt beim Zusammenstellen Ihrer Unterlagen und gehen Sie im Bewerbungsanschreiben auf Ihre Motivation für die Bewerbung auf eine Professur ein. Lesen Sie sehr genau die Stellenausschreibung und ziehen Sie aus dem Anforderungsprofil der Stelle die wesentlichen Informationen, um der Berufungskommission ein ausführliches Bild über Ihre Eignung, Befähigung und fachliche Leistung zu vermitteln.

Besondere Leistungen in der beruflichen Praxis

Um den Wissenschaftsbezug unserer Hochschule zu sichern, ist der Nachweis der besonderen Leistungen in der beruflichen Praxis sehr wichtig. Die schriftliche Bewerbung sollte daher eine ausführliche Darstellung des beruflichen und wissenschaftlichen Werdegangs erkennen lassen. Stellen Sie insbesondere die besonderen Leistungen, die Sie bei der Anwendung oder Entwicklung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden in Ihrer beruflichen Praxis erbracht haben, heraus. Die besonderen Leistungen in der beruflichen Praxis sollen wissenschaftsbezogenen Charakter aufweisen.

Ihre Bewerbung sollte folgende Unterlagen enthalten:

  • ein individuelles auf die Ausschreibung zugeschnittenes Anschreiben
  • tabellarischer Lebenslauf mit Darstellung des beruflichen und wissenschaftlichen Werdegangs
  • Nachweise der Lehrqualifikation
  • Publikationsverzeichnis mit Nennung der fünf wichtigsten Publikationen
  • Zeugnisse und Referenzen oder ggf. weitere Nachweise der wissenschaftlichen und beruflichen Praxis
  • Kopien der Zeugnisse und Urkunden über Hochschulabschlüsse und weitere akademische Grade (Doktorgrad, ggf. Habilitation)
  • in der Ausschreibung für die Stelle erwartete spezifische Dokumente oder Konzepte, z.B. Lehrkonzept, Forschungskonzept, Verzeichnis der eingeworbenen Drittmittel

Diese Checkliste kann Ihnen bei der Zusammenstellung Ihrer Bewerbungsunterlagen hilfreich sein:

Checkliste für Ihre Bewerbungsunterlagen

 

Hinweis zur aktiven Gewinnung

Die Hochschule Magdeburg-Stendal nutzt zunehmend die Möglichkeit, neben der Stellenausschreibung qualifizierte Personen anzusprechen und auf die Stellenausschreibung aufmerksam zu machen. Die direkte Ansprache entbindet jedoch nicht von dem Einreichen einer Bewerbung und dem Auswahlverfahren.

Stellenausschreibungen

Hier finden Sie unsere aktuellen Stellenausschreibungen. Wenn Sie Fragen zur Bewerbung haben, beraten wir Sie gern.

Wie werden Bewerber*innen über den Verfahrensstand informiert? (Berufungsmonitor)

Nach Einreichen Ihrer Bewerbung erhalten Sie eine Eingangsbestätigung. So können Sie sicher davon ausgehen, dass Ihre Bewerbungsunterlagen eingegangen sind.

Im weiteren Verlauf informieren wir Sie, im Sinne einer zuvorkommenden und wertschätzenden Berufungskultur, über den Verfahrensstand des jeweiligen Berufungsverfahrens. Das kann entweder durch eine Zwischennachricht der*des Vorsitzenden der Berufungskommission oder durch die Einsicht in unseren Berufungsmonitor erfolgen.

Der Berufungsmonitor befindet sich derzeit im Aufbau. Sobald er fertig gestellt ist, können Sie sich autark über den aktuellen Verfahrensstand des Berufungsverfahrens informieren.

Hier geht es in Kürze zum Berufungsmonitor

Welche Akteur*innen wirken am Berufungsverfahren mit?

Zentrale Beteiligte im Berufungsverfahren sind die Mitglieder der Berufungskommission, die Berufungsbeauftragte, die Gleichstellungsbeauftragten und die Mitglieder der jeweiligen Hochschulgremien. Die wesentlichen Gremien sind der jeweilige Fachbereichsrat, in dem die Professur angesiedelt ist und der Akademische Senat.

Der Fachbereichsrat

Der Fachbereichsrat, in dem die Stelle zu besetzen ist, beantragt die Freigabe der Professur. Es beschließt den Ausschreibungstext und bestellt die Berufungskommission. Nach Durchführung des Auswahlverfahrens beschließt er auf Vorschlag der Berufungskommission den Berufungsvorschlag.

Der Akademische Senat

Im Berufungsverfahren nimmt der Senat Stellung zur Freigabe einer Professur und entscheidet abschließend über den Berufungsvorschlag des jeweiligen Fachbereiches.

Die Berufungskommission

Die Berufungskommission ist die eigentliche Trägerin des Auswahlverfahrens und erarbeitet den Berufungsvorschlag.

Der Berufungskommission sollen mit Stimmrecht angehören:

  • der*die Dekan*in des Fachbereiches oder ein*e andere*r Professor*in als Vorsitzende*r,
  • vier Professor*innen der Hochschule,
  • mindestens ein*e weiter*e Professor*in aus einer anderen Hochschule,
  • zwei wissenschaftliche Mitarbeiter*innen nach § 33a Abs. 1 Satz 1 Nrn. 2 und 3 HSG LSA,
  • zwei Studierende und
  • die*der Gleichstellungsbeauftragte des Fachbereiches nach § 72 Abs. 4 Satz 1.

Die interdisziplinäre und im Idealfall paritätische Besetzung sowie das Mitwirken externer Professor*innen sichert eine hohe Objektivität im Auswahlprozess. Zudem können weitere Personen beratend der Berufungskommission angehören.

Die Gleichstellungsbeauftragten

Die Gleichstellungsbeauftragten der Fachbereiche sind stimmberechtigte Mitglieder in den jeweiligen Berufungskommissionen. Sie wirken auf die Durchsetzung der Chancengleichheit für Frauen und Männer hin und achten darauf, dass die gleichstellungsfördernden Aspekte und die gesetzlichen Regelungen im Berufungsverfahren eingehalten werden. Dabei unterstützen sie die*den Vorsitzenden und die Mitglieder der Berufungskommission darin, die Standards für Chancengleichheit von Frauen und Männern zu beachten. Ihr Votum wird dem Listenvorschlag beigefügt.

Die*der Gleichstellungsbeauftragte der Hochschule ist am gesamten Verfahren gem. § 72 Abs. 1 HSG LSA beteiligt. Sie*er ist berechtigt, an den Sitzungen der Berufungskommission teilzunehmen. Als stimmberechtigtes Mitglied des Senats ist die*der Gleichstellungsbeauftragte der Hochschule an der beschlussfassung über den Berufungsvorschlag beteiligt.

Die Schwerbehindertenvertretung

Die Schwerbehindertenvertretung hat die Aufgabe, die Eingliederung schwerbehinderter Personen sowie diesen gleichgestellte zu fördern und entsprechende Rechte im Auswahlverfahren wahrzunehmen. Sofern die Bewerbung einer schwerbehinderten Person oder dieser gleichgestellten bekannt wird, ist die Vertrauensperson der Schwerbehinderten am Auswahlverfahren zu beteiligen, es sei denn, die betroffenen Personen wünschen diese Beteiligung nicht.

Die Berufungsbeauftragte

Die*der Berufungsbeauftragte unterstützt das Rektorat in seiner zentralen Verantwortlichkeit für das gesamte Berufungsgeschehen und berät die Berufungskommissionen bei der rechtskonformen Durchführung der Berufungsverfahren.

Externe Gutachter*innen

Die Kandidat*innen, die die Berufungskommission nach der persönlichen Vorstellung in die engere Wahl zieht, werden von externen Gutachter*innen bewertet. Die Gutachter*innen sind auf dem Berufungsgebiet ausgewiesene Wissenschaftler*innen oder Künstler*innen. Die externen Gutachter*innen geben ihre Einschätzung zu den Bewerber*innen ab, vergleichende Gutachter*innen fügen ihren Gutachten zusätzlich eine Einschätzung über die Listenreihung bei.

Das Rektorat

Das Rektorat entscheidet über die (Wieder-)besetzung einer Professur. Diese Entscheidung wird dem zuständigen Ministerium angezeigt.

Das Rektorat veranlasst die Prüfung des Berufungsverfahrens aus verfahrensrechtlicher Sicht und entscheidet über die Weiterleitung des Berufungsvorschlages an den Senat.

Das zuständige Ministerium

Das Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt erklärt die Freigabe zur (Wieder-)Besetzung einer Professur. Damit kann das Berufungsverfahren eröffnet werden.

Bis zur vollständigen Übertragung des Berufungsrechts auf die Hochschule Magdeburg-Stendal, stimmt das Ministerium dem Berufungsvorschlag zu.

Wie verläuft die persönliche Vorstellung?

Die persönliche Vorstellung dient im Berufungsverfahren dazu, die vorausgewählten Bewerber*innen persönlich kennenzulernen und in einer Lehrsituation mehr über deren pädagogische Fähigkeiten und deren Fachwissen zu erfahren. Die persönliche Vorstellung besteht in der Regel aus einer Probelehrveranstaltung, die hochschulöffentlich unter Beteiligung von Studierenden der Hochschule stattfindet, sowie aus einem Gespräch mit den Mitgliedern der Berufungskommission. Häufig entscheiden sich die Berufungskommissionen dazu, dass die Bewerber*innen zusätzlich zur Probelehrveranstaltung auch einen wissenschaftlichen Vortrag halten. Die schriftliche Einladung zur persönlichen Vorstellung enthält genaue Hinweise zu den jeweiligen Bestandteilen der persönlichen Vorstellung.

1. Probelehrveranstaltung

Die Probelehrveranstaltungen finden hochschulöffentlich statt. Spätestens eine Woche vor dem Termin der persönlichen Vorstellung soll durch die Bewerber*innen eine Kurzbeschreibung der Lernziele und des didaktischen Konzepts für die Probelehrveranstaltung sowie eine Darstellung zu den jeweiligen Vorhaben in Lehre und Forschung schriftlich eingereicht werden.

TIPPS zur Gestaltung der Probelehrveranstaltung:

Wichtig ist, dass Sie bei der Probelehrveranstaltung die Zielgruppe im Auge behalten und Ihre Lehrveranstaltung an den für Hochschulen für angewandte Wissenschaften typischen Lehrformaten ausrichten. Beachten Sie die im Einladungsschreiben genannten Hinweise.

Halten Sie die Vorgaben, die Sie erhalten haben (Umfang, Zeit), ein. Informieren Sie sich über den Fachbereich, in dem die Professur ausgeschrieben ist. Fragen Sie sich außerdem selbst, welche Anforderungen Sie als Zuhörer*in an eine gelungene und interessante Lehrveranstaltung haben und versuchen Sie diese umzusetzen (Struktur, Anschaulichkeit, Verständlichkeit, Präsenz). 

2. Gespräch mit der Berufungskommission

In der Regel sind die Gespräche mit der Berufungskommission vorstrukturiert, um sicherzustellen, dass die Berufungskommission von jeder*m Bewerber*in einen gleichen oder zumindest ähnlichen Erkenntnisgewinn generieren kann.

TIPPS für das Gespräch:

Die Berufungskommission kennt Ihren beruflichen und wissenschaftlichen Werdegang aus Ihren Bewerbungsunterlagen, hat Eindrücke und Erkenntnisse aus der Probelehrveranstaltung gewonnen und möchte Sie nun im persönlichen Gespräch näher kennenlernen. Daher wird das Gespräch darauf abzielen, Sie als Person, als Wissenschaftler*in sowie als zukünftige*r Kolleg*in einschätzen zu können und mehr über Ihre Motivation für eine Tätigkeit als Professor*in zu erfahren. Machen Sie sich daher vor dem Gespräch noch einmal mit den Aufgaben der Professur vertraut und sammeln Sie Argumente mit denen Sie überzeugend darstellen können, dass Sie die Anforderungen der Professur erfüllen. Machen Sie sich darüber hinaus mit der Hochschule und dem jeweiligen Fachbereich vertraut, das signalisiert Ihr Interesse und Sie können so auf mögliche Nachfragen zur konkreten Situation am Fachbereich angemessen reagieren. Das Gespräch dient auch dazu, mehr über Ihre Persönlichkeit zu erfahren, daher können geschulte Kommissionsmitglieder sehr gut Ihre Sozialkompetenzen einschätzen. Bereiten Sie sich auf das Gespräch auch mit eigenen Fragen vor, die sich für Sie ggf. aus der Beschäftigung mit dem Fachbereich oder der Hochschule in Gänze ergeben haben.

Was ist beim Berufungsgespräch nach Ruferteilung zu beachten?

Herzlichen Glückwunsch! Sie gehören zu denjenigen, die den Ruf auf eine Professur erhalten haben.

Mit der Ruferteilung hat Ihnen die Rektorin gleichzeitig die Einladung zum Berufungsgespräch ausgesprochen. Das Berufungsgespräch wird auf Basis einer Zielvereinbarung geführt. In dieser Zielvereinbarung werden die strategisch bedeutsamen Ziele und Maßnahmen zur inhaltlichen Ausgestaltung ihrer Professur verankert. Daher ist es notwendig, dass Sie zunächst die Inhalte der Zielvereinbarung mit der*dem Dekan*in Ihres Fachbereiches besprechen und in dem dafür bereitgestellten Template "Zielvereinbarung" festhalten.

Das Berufungsgespräch führt die Rektorin im Beisein der*s Dekan*in mit Ihnen.

Auf Basis der "Ordnung der Hochschule Magdeburg-Stendal für die Vergabe von Leistungsbezügen sowie von Forschungs- und Lehrzulagen gemäß § 8 HLeistBVO LSA vom 12.02.2014" können Ihnen Leistungsbezüge aus Anlass von Berufungsverhandlungen gewährt werden, sofern insbesondere Ihre Qualifikation, die Arbeitsmarktlage sowie die Bewerber*innenlage im jeweiligen Fach dieses zur Gewinnung erfordern. Die Gewährung von Leistungsbezügen setzt den Abschluss von Zielvereinbarungen voraus.

Das Ergebnis des Berufungsgespräches wird schriftlich festgehalten.

In angemessener Frist erklären Sie Ihre Rufannahme schriftlich gegenüber der Rektorin. Nach Wahrung einer ausreichenden Frist (Rechtschutzinteressen) erfolgt die Ernennung. Dafür wird Ihnen die Ernennungsurkunde von der*dem Rektor*in in einem würdigem Rahmen hier an der Hochschule persönlich übergeben.

Beachten Sie bitte, dass die beamtenrechtlichen Regelungen zur Einstellung sehr umfangreich sind. Daher bitte wir Sie, sich bereits nach der Ruferteilung mit dem Servicebereich Personal in Verbindung zu setzen. Dort werden Sie von Frau Lüdtke und Herrn Havranek persönlich betreut.

Im Weiteren steht Ihnen auch unser Team bei Fragen, die Ihr und das Ankommen Ihrer Familie betreffen, gern zur Verfügung. Nutzen Sie schon jetzt die Möglichkeit, sich über unsere Region und unsere Hochschulstädte zu informieren und sprechen Sie uns an, wenn Sie unsere Services wünschen.

Wir freuen uns, Sie sehr bald an der Hochschule willkommen zu heißen.

Was sollten internationale Bewerber*innen beachten?

Bei im Ausland erworbenen nicht deutschsprachigen Hochschulabschlüssen und Promotionen bitten wir zusätzlich um eine Übersetzung der Abschlussurkunde und des Abschlusszeugnisses (einschließlich der Fächer- und Notenübersicht) von einer*m amtlich beeidigten Dolmetscher*in.

Das Welcome Center Sachsen-Anhalt hält für Sie wertvolle Informationen über das Leben und Arbeiten in Sachsen-Anhalt bereit. Darüber hinaus können Sie Beratung und Hinweise zur Bewerbung und zur Anerkennung der im Ausland erworbenen Bildungsabschlüsse erhalten. Hier gelangen Sie zum Welcome Center Sachen-Anhalt.

Welcome Service

Vademekum für Neuberufene

Um Ihnen den Start an der Hochschule Magdeburg-Stendal zu erleichtern, wird Ihnen in Kürze an dieser Stelle ein Vademekum als Wegweiser speziell für Neuberufene zur Verfügung stehen.

Begrüßungsveranstaltungen

Regelmäßig im Jahr bieten wir spezielle Einführungsveranstaltungen für neuberufene Professor*innen an, um ihnen den Start an der Hochschule und einem ihrer Standorte zu erleichtern und sie willkommen zu heißen.

  • Der Empfang der Rektorin und des Rektorats "Welcome on Board"

    Einmal pro Jahr heißen die Rektorin und das gesamte Rektorat neuberufene Professor*innen im Rahmen des Begrüßungsempfangs "Welcome on Board" herzlich willkommen. Sie erfahren viel über die hochschulpolitischen Ziele, können Nutzen Sie die Gelegenheit nicht nur, um sich über die verschiedenen Servicestellen der Hochschule zu informieren, sondern auch, um Ihre ebenfalls neu berufenen Kolleg*innen kennen zu lernen und sich über Ihre Forschungsschwerpunkte auszutauschen. Der Empfang wird mit einer Begrüßung des Oberbürgermeisters der Stadt Stendal gekoppelt.

    Der nächste "Welcome on Board" findet voraussichtlich im Frühjahr 2021 statt. Das genaue Datum wird rechtzeitig bekannt gegeben.

     

  • Die Begrüßung des Oberbürgermeisters der Stadt Magdeburg

    Der Oberbürgermeister der Stadt Magdeburg, Dr. Lutz Trümper, empfängt einmal jährlich die neuberufenen Professor*innen unserer Hochschule und der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg mit ihren Familien. Gepaart mit einer Stadtrundfahrt erfahren Sie Interessantes über die Stadtentwicklung und die Projekte zum Ausbau der Wissenschaft in der Stadt.

    Die nächste Begrüßung des Oberbürgermeisters findet am 18.06.2021 statt. Die Einladung erhalten Sie über das Büro der Stadt.


  • Der Begrüßungsworkshop "Welcome in der Lehre"

    Der Begrüßungsworkshop "Welcome in der Lehre" findet jährlich im Wechsel an allen vier HAW des Landes Sachsen-Anhalt statt. Sie erfahren viel über die neuesten Entwicklungen in der Hochschullehre und können sich mit den neuen Kolleg*innen der anderen Hochschulen des Landes vernetzen.

    Der nächste "Welcome in der Lehre" findet in der zweiten Jahreshälfte 2021 statt. Das genaue Datum wird rechtzeitig bekannt gegeben.

100-Tage-Gespräche

Die ersten Wochen des Ankommens hier an der h2 waren für Sie sicher mit viel Neuem gespickt und Sie werden gewiss mit Ihren Lehraufgaben voll ausgefüllt sein. Dabei wurden und werden Sie in Ihren Fachbereichen gut begleitet und von den langjährig tätigen Kolleg*innen gut unterstützt.

Auch der Rektorin liegt Ihr erfolgreiches Ankommen an der h2 sehr am Herzen. Daher haben wir mit den 100-Tage-Gesprächen ein Format etabliert, bei dem sich die Rektorin für Sie Zeit nimmt, um sich mit Ihnen über Ihre ersten Erfahrungen hier an der Hochschule auszutauschen. Dazu kommt das Büro der Rektorin ca. 100 Tage nach Ihrem Start auf Sie zu, um einen gemeinsamen Mittagstermin zu vereinbaren.

neu@h2: Unsere Neuberufenen

Für weiteren Austausch finden Sie hier eine Übersicht aller Neuberufenen seit 2019 der Hochschule Magdeburg-Stendal.

Leitlinien der Hochschule

Wir verstehen uns als lebendige, sich stetig entwickelnde Hochschule, die Forschung und Lehre in hoher Qualität in vielfältigen Bereichen am Bedarf von Gesellschaft und Wirtschaft ausrichtet.

Was uns leitet:

Strategic Map / Hochschulstrategie

Unser Leitbild

Unsere Leitlinien "Lehren Lernen"

Angebote des Sport- und Gesundheitszentrums

Zusätzlich möchten wir Sie auf die Angebote des Sport- und Gesundheitszentrums aufmerksam machen. Der Servicebereich hält ein vielfältiges und attraktives Sportangebot für Studierende und Beschäftigte bereit. Zusätzlich werden gesundheitsfördernde Maßnahmen angeboten, mit denen auch Sie als Neuberufene fit und gesund bleiben.

Servicebereich für Qualitätsentwicklung, Hochschuldidaktik und Digitalisierung

Direkt nach Ihrem Start haben Sie die Möglichkeit, Tipps für die Hochschullehre, insbesondere zum blended learning zu erhalten oder hochschuldidaktische Fort- und Weiterbildungen zu nutzen. Die Kolleg*innen des Servicebereiches für Qualitätsentwicklung, Hochschuldidaktik und Digitalisierung haben spezielle Angebote entwickelt und stehen Ihnen hilfreich zur Seite. Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten des Servicebereiches für Qualitätsentwicklung, Hochschuldidaktik und Digitalisierung (SB QEHD).

Internationalisierung

Das International Office des Servicebereichs für Studium und Internationales informiert und berät alle Beschäftigten und Studierenden der Hochschule zu Wegen ins und aus dem Ausland. Darüber hinaus können Sie sich dort über die Internationalisierungsstrategie informieren. Die Hochschule Magdeburg-Stendal ist weiter bestrebt, ihr internationales Studienangebot auszubauen. Lassen Sie sich inspirieren von den bisherigen Projekten und Ideen zur Weiterentwicklung des internationalen Profils.

Unsere Hochschulstädte

Die Hochschule Magdeburg-Stendal hat zwei Standorte, in Magdeburg und Stendal.

Magdeburg

Das Rektorat sowie die Fachbereiche "Ingenieurwissenschaften und Industriedesign", "Soziale Arbeit, Gesundheit und Medien" sowie "Wasser, Umwelt, Bau und Sicherheit" befinden sich auf dem Campus Herrenkrug in Magdeburg. Folgen Sie dem Link zur Stadt Magdeburg, wenn Sie weitere Informationen wünschen. In Magdeburg, der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt befindet sich ein Welcome Center im Aufbau.

Stendal

Die Fachbereiche "Angewandte Humanwissenschaften" und "Wirtschaft" befinden sich auf dem Campus in Stendal. Folgen Sie dem Link zur Stadt Stendal, wenn Sie weitere Informationen wünschen.

Fachbereiche

Hier finden Sie nach erfolgreichem Login wichtige Tipps und Dokumente für das Berufungsverfahren.

Gutachter*innen

Danke, dass Sie sich bereit erklärt haben uns mit Ihrer Begutachtung von Bewerber*innen in einem Berufungsverfahren zu unterstützen!

Ihr Gutachten dient der Berufungskommission als Grundlage zur Würdigung der fachlichen und pädagogischen Eignung der in die engere Auswahl gezogenen Bewerber*innen und für die Entscheidungsfindung der Berufungsliste. Sie helfen den Berufungskommissionen mit Ihrem Gutachten sehr, zu einer guten Auswahlentscheidung zu kommen.

Art der Gutachten

Pro Kandidat*in, die*den die Berufungskommission in die engere Wahl zieht, insbesondere für alle Kandidat*innen, für die ein Listenplatz vorgesehen ist, wird mindestens ein Gutachten sowie mindestens ein weiteres vergleichendes Gutachten von externen Gutachter*innen eingeholt. Abweichend von der Einzelbegutachtung kann die Berufungskommission beschließen, alle Kandidat*innen der engeren Wahl durch je zwei mindestens vergleichende Gutachten beurteilen zu lassen. Die vergleichenden Gutachten müssen dabei auch dem Charakter von Einzelgutachten entsprechen.

Jedes vergleichende Gutachten hat einen Vorschlag über die Rangfolge der Bewerber*innen auf der Liste zu enthalten. Die Berufungskommission ist jedoch nicht daran gebunden und kann mit ihrer eigenen fachlichen Bewertung davon abweichen, wenn sie Kriterien anders gewichtet und ihre Abweichung begründet.

Aufgabe und Befangenheit

Die externen Gutachter*innen werden von der Berufungskommission bestimmt und schriftlich angefragt die Begutachtung zu übernehmen. Die gewählten externen Gutachter*innen sind auf dem Berufungsgebiet ausgewiesene Wissenschaftler*innen oder Künstler*innen.

Die Gutachter*innen verfassen ihre Gutachten unabhängig voneinander. Überdies dürfen sie keine Informationen über Einschätzungen der Berufungskommission erhalten, um möglichst unvoreingenommen zu ihrem Urteil zu kommen.

Für Gutachter*innen gelten, ebenso wie für die Mitglieder der Berufungskommission, die Kriterien der Befangenheit. Wir möchten Sie bitten, selbstkritisch zu prüfen, ob für Sie ein Anschein der Befangenheit vorliegt. In diesem Fall informieren Sie bitte die*den Vorsitzenden der Berufungskommission.

Begutachten Sie bitte die Bewerber*innen auf Maßgabe des Anforderungsprofils der jeweiligen Professur und gehen Sie bitte auf die Erfüllung der jeweiligen Berufungsvoraussetzungen ein. Fügen Sie bitte Ihrem Gutachten eine Erklärung zur (Nicht)Befangenheit bei.

Diskriminierungsfreiheit und Chancengleichheit

Bei der Auswahl der Gutachter*innen durch die Berufungskommission wird eine Parität unter den Geschlechtern angestrebt. Bei Bedarf kann die*der Gleichstellungsbeauftragte der Hochschule die Suche nach Gutachterinnen unterstützen.

Berücksichtigen Sie bitte bei der Bewertung der Bewerber*innen qualitative Aspekte. Auch junge Wissenschaftler*innen haben hervorragende Leistungen aufzuweisen und müssen nicht zwangsläufig weniger geeignet sein als Bewerber*innen mit längerer Berufserfahrung.

Uns interessiert auch, welche Entwicklungspotentiale Sie den Bewerber*innen zusprechen.

Fragen und Antworten

Sollten Sie über diese Seiten und das Anschreiben, das Sie von der Berufungskommission erhalten haben, hinaus Fragen haben, so stehen Ihnen unser Team und die*der jeweilige* Vorsitzende der Berufungskommission als Ansprechpartner*innen gerne beratend zur Seite.

Unser Team Berufungsangelegenheiten

Referentin im Rektorat
Antje Völker

Tel.: (0391) 886 4196
Fax: (0391) 886 4104
E-Mail:
antje.voelker@h2.de

Berufungsbeauftragte der Hochschule
Marion C. Meyer

Tel.: (0391) 886 4131
Fax: (0391) 886 4731
E-Mail:
marion-c.meyer@h2.de

Unsere Servicezeiten:

Dienstag: 11.00 - 12.00 Uhr
Donnerstag: 15.00 - 17.00 Uhr

Fragen oder Anregungen zum Berufungsportal?

Wir entwickeln das Berufungsportal stetig weiter, um es noch besser auf Ihre Bedürfnisse anzupassen. Daher freuen wir uns über Ihre Hinweise und Anregungen. Diese können Sie gerne direkt an die o.g. Adressen richten.

Zuletzt aktualisiert: 04.03.2021

Aktuelles

  • "Welcome on Board": im Frühjahr 2021
  • Begrüßung der Neuberufenen durch den Oberbürgermeister Magdeburgs: 18.06.2021
  • "Welcome in der Lehre": in der zweiten Jahreshälfte 2021
  • Stellenausschreibungen der Hochschule
Hintergrund Bild